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14 (1847) Sueven bis Viterbo
Entstehung
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546
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546 Urstoffe Urtheil

thcilung. Als die oriental. Angelegenheiten den vollständigen Bruch mit Frankreich befurch-ten ließen, reiste er mit einigen Freunden nach Paris und begann in der dortigen Presse diePolitik der brit. Minister als eine antinationale anzugreifen. Auch veröffentlichte er dieSchriftl.a cri--o, an In k'-aneo <Ieviit Ivz «Iimtro >iis-i«nces" (Par. 18t 0), die das größteAufsehen machte. Diese Polemik auf fremdem, feindseligem Boden verletzte indessen dasbrit. Nationalgefühl, und die Blätter aller Parteien wendeten sich von ihm ab. In neuesterZeit hat U. nur selten seine Stimme bemerkbar erhoben. Wie sehr jedoch auch gegenwärtigdie Richtung der brit. Politik von seinen Ansichten abzugehen scheint, leicht könnten dieselbenbei einer neuen Anregung der östlichen Verhältnisse von besonderer Wichtigkeit werden. DieLZcrunglimpfungcn, die U.'s Wirksamkeit in der deutschen Presse erfahre», beruhten theilsauf gänzlicher Unkenntniß der Sachlage, theils flössen sie aus russ. Federn.

Urstoffe, s. Elemente.

Ursulinerinuen, so genannt nach der heil. Ursula, einer der l iovst Jung-frauen (s. d.), wurden von der heil. Angela zu Brescia l 537 zuerst ohne Klosterleben alseine Schwesterschaft zur Übung der christlichen Liebe gestiftet und wuchsen später zu 20 Eon- igregationen an, wovon die meisten seit >612 feierliche Gelübde thun und in Klöstern zusam- !menlebcn. Die Kleidung der Ursulinerinnen ist schwarz mit ledernem Gürtel, an dem einStrick zum Geißeln herabhä'ngt. Sie folgen der Regel des heil. Augustinus, stehen unterden Bischöfen und verpflichten sich zur Pflege der Kranken und Armen und zum Unterrichtejunger Mädchen. Der Orden zählte im >8. Jahrh. über 35« Klöster, und besteht in denmeisten Ländern wegen seiner Gemeinnützigkeit noch gegenwärtig.

Urtheil ist dir Form der Begriffsverknüpfung, in welcher darüber entschieden wird,ob und in welcher Weise der eine Begriff Merkmal des andern sei. Die Begriffe erscheinendemnach im Urtheil als Subject und Prädicat, d. h. als der, welcher sich der Bestimmungdurch einen andern darbietet, und als der, welcher diese Bestimmung selbst enthält. Das Zei-chen der Verknüpfung oder Nichtverknüpfung ist die Copula, und da zu jedem Satze Subject,Prädicat und Copula gehören, so ist das logische Urtheil die wesentliche Grundlage des ^grammatischen Satzes. Den wesentlichen Unterschied in der Form des Urtheils bezeichnet sseine Qualität, d. h. die Bejahung und Verneinung (positives Urtheil, ^ist8; negativesUrtheil, ^ ist nicht 8). Je nachdem das Prädicat von der ganzen Sphäre des Subjects-begriffs oder nur von einem Theilc desselben bejaht oder verneint wird, also der Qu an titätnach, ist es ein allgemeines (universales), oder besonderes (particulares); rücksichtlich der übri-gen Bestimmungen, denen die Form des Urtheils unterliegen kann, s.Assertorisch, Apo-diktisch, Problematisch, Kategorisch und Hypothetisch. Eine besondere Artzusammengesetzter hypothetischer Urtheile sind die disjunctiven, von der Fon»: ^ ist ent-weder 6 oder 6; wie sogleich erhellt, wenn man ein solches Urtheil, welches das Derhältnißder gegenseitigen Ausschließung der möglichen Bestimmungen eines Begriffs zu seinemInhalt hat, in die beiden in ihm liegenden hypothetischen Urtheile auflöst: wenn L, 8 ist, soist es nichts; und: wennä, 6 ist, so ist es nicht 8. Insofern nun eine sehr große Anzahlvon Prädikaten, die mit gewissen Subjectcn verknüpft werden, nicht blos Merkmale derSubjectsb'egriffe, sondern zugleich Werlhbcstimmungen der Dinge, Ereignisse und Verhält-nisse enthalten, welche dieSubjectßbegriffe bezeichnen, sind sehr viele unserer Urtheile zugleich iBeurtheilungen, d. h. Werthbestimmungen Dessen, worüber geurtheilt wird; daher dieWorte urtheile» und beurtheilcn (loben und tadeln, vorziehen und verwerfen, billigen undmißbilligen) häufig als gleichbedeutend genommen werden. Während viele unserer Beur-theilungen von unfern Neigungen, Leidenschaften, Jrrthümern u. s. w. abhängen, machenethische und ästhetische Urtheile (Geschmacks urtheile) aufallgcmcine Gültigkeit Anspruch,und ihre Darlegung, Begründung und Anwendung auf Gegenstände der Natur, der Kunstund des thätigen Lebens ist die Aufgabe der Ästhetik, Ethik, Politik und ähnlicher Wissen-schaften. In der Jurisprudenz heißt Urtheil oder Urtheilsspruch die richterlicheEntscheidung darüber, ob ein gegebener Fall unter ein Gesetz gehöre oder nicht; überhauptdie Entscheidung einer streitigen Rechtssache, die Bestimmung einer Strafe für ein Ver-brechen. Ein motivirtes Urtheil heißt ein solches, wobei die Gründe (Motive), nachwelchen geurtheilt worden ist, angegeben und entwickelt sind. Man unterscheidet hierbei noch