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14 (1847) Sueven bis Viterbo
Entstehung
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Tadfchiks Tafelrunde 75

Ferrara begleitete. In Bologna erhielt er, kaum 22 Jahre alt, die Professur der Kunst-anatomie; doch schon acht Monate darauf ging er mit Unterstützung der Regierung nachRom, um seine Bildung zu vollenden. Hier führte er, bei Gelegenheit einer von Canovacröffnetcn Preisbewerbung, binnen vier Wochen das Gypsmodell: der sterbende Ajax, aus.Unter Canova's Leitung arbeitete er die Gruppe Venus und Mars, eine kolossale Statue derReligion, das Modell zu der Rciterstatue Karl's III. in Neapel, den großen Sarkophag fürdie letzten Stuarts und die Statuen Washington's und Pius' VI. Dann eröffnete er eineigenes Atelier. Unter den von ihm seitdem ausgeführten Werken stnd besonders zu erwäh-nen die Gruppe Venus und Amor, für den Prinzen Ercolani; ein Ganymed, der den Adlertränkt, ssir den Fürsten Esterhazy; das Grabmal des Cardinals Lante, für die Stadt Bo-logna, und eine große Anzahl Büsten, die seltene Wahrheit und Vollendung zeigen. SeineArbeiten aus späterer Zeit fanden, von Italien abgesehen, im Allgemeinen nicht die frühereTheilnahme. Seine Gattin ist ebenfalls Künstlerin, und namentlich schätzt man die vonihr gearbeiteten Cameen.

Tadschiks oder Bucha re n, s. Bucharei und Persien (Geographie).

Tafelgütcr (doim mensulis) hießen sonst die Güter, welche zum Unterhalt des lan-desherrlichen Hofes, besonders in den ehemaligen geistlichen Staaten, bestimmt waren.Tafellehen werden sie genannt, wenn sie in Lehngütern bestehen.

Tafelrunde wurde nach der verbreitetsten Sage von dem brit. König Artus (s. d.)aus den Rath des Merlin (s. d.), nach einer andern Sage schon von seinem Vater UtherPendragon gestiftet. An einer runden Tafel (rund, damit die Gleichheit der an ihrSitzenden bezeichnet werde) versammelte Artus auf seinem Schlosse Kaarlleon oder Csrleolzu festlichen Mahlen die auserlesensten Ritter, wie gewöhnlich angegeben wird, zwölf ander Zahl. Nur der in bestandenen Abenteuern bewährte Besitz aller ritterlichen Tugendenbefähigte zu der Ehre, dieser Genossenschaft anzugchören, in welcher von den vielen Tapfer»und Edel», welche die Ritterschaft und den Hofstaat des Königs Artus und seiner Gemah-lin Ginevra bildeten, die besten vereint waren, die des Ritterrechts pflegten und die Nittcr-ehre hüteten. Des Königs Untergang ist mit dem der Tafelrunde verknüpft. Gawai'n, desArtus Neffe, war von ihm zu seinem Nachfolger bestimmt; darüber ergrimmte sein unechterSohn Mordred, sammelte die einheimischen und fremden Ritter, die von der Tafelrunde zu-rückgewiesen worden, und zog gegen den Vater. Es kam zu einer blutigen Schlacht, in derdie Helden alle, auch Artus und Mordred selbst, den Tod fanden. Die Sage von der Tafel-runde ist ungleich jünger als die alten Sagen von Artus selbst, und scheint erst mit der Ent-Wickelung des Ritterthums selbst und unter dem Einfluß derselben nach der Mitte des12. Jahrh. bei den nvrdfcanz. Dichtern, welche die alten brit. Sagen behandelten,, ent-standen und von ihnen ausgcbildct worden zu sein. Die Nachricht, daß schon Eduard derBekenner in der Mitte des 11. Jahrh. auf seinem Schlosse zu Windsor eine Tafelrunde nachdem Muster der de? Artus für seine besten Ritter errichtet habe, ist selbst nur eine Sage,und auch Gottfried von Monmouth, der in der ersten Hälfte des >2. Jahrh. in seiner brit.Chronik die Sagen von Artus berichtete, gedenkt seiner Tafelrunde noch nicht. Vonden nordfranz. Dichtern (s. Französische Literatur) wurden die Abenteuer der Rittervon der Tafelrunde in vielen ritterlichen Epen (komans «I'ovenlnres <1e In Dalllo rvnlle)erzählt, und durch sie wurde auch mit der Sage von Artus und der Tafelrunde die ihr ur-sprünglich ganz fremde vom Eraal (s. d.) verbunden. Diese Epen wurden durch die deut-schen ritterlichen Dichter aus dem Ende des l 2. und dem Anfang des >3. Jahrh. thcils inenger sich anschließenden Nachbildungen nach Deutschland verpflanzt, theils boten sie ihnendm Stoff zu freier« selbständigen Dichtungen. Sv gehören die nach den Helden benanntenGedichte, der Iw ein (s. d.) und derErec" Hartman n's von Aue (s. d.), der Lan-ce l o t (s. d.) Ulrich'? von Zetzinchoven, der WigaloiS (s. d.) Wirnt's von Grafenberg, undandere noch ungedruckte, wie Heinrich's vom TürleinKrone", des S t r i cke r' s (s. d.)Da-niel von Blumcntal", sowie das spätereEauriel von Muntavel" von Meister Kunhark vomStoffel, dem Sagenkreis von Artus und der Tafelrunde an, mit dem die Sage von Tristan(s-d.), die an Eilhart von Obergen im >2. und an Gottfried von Strasburg (s. d.)und feinen Fortsetzern im l 3. Jahrh. Bearbeiter fand, in einem nur losen Zusammenhang?