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14 (1847) Sueven bis Viterbo
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64 Syrier»

ebenfalls alle das Arabische ;u ihrer Sprache haben. Endlich gibt es in den Städten alsHandelsleute angesicdelte Griechen und Franken und in den katholischen Klöstern curop.Mönche; auf dem Lande aber hernmziehcnde Kurpad oder Zigeuner. Die sittlichen, intel-lectuellen, gewerblichen und politischen Zustande dieser Völker bilden einen integrirendenThcil der Zustände des Oomanischen Reicks (s. d.). In politischer Hinsicht bildet S.unter dem Namen Soristan oder Scham eine Provinz des Osmanischen Reichs, die in dirEjaletsHaleb oder Aleppo, Damaskus, Acca oder Saint-Jean d'Acre, und Tripolis oder Ta-rablus zerfällt, und deren bedeutendste Städte Aleppo (s. d ), Damaskus (s. d.), Acca(s. d.), Jerusalem (s. d.) und Beirut (s. d.) sind.

Die Urbewohner S.S gehörten sämmtlich der semit. Völkerfamilie an und zerfielenin mehre Stämme, von denen der Stamm der Äramäer (s. Aram äa) oder der eigentlicherSyrer der.bedeutendste war. Schon 2000 Jahre v. Chr., als Abraham unter ihnen hennmzog, waren die Lehtern ein städtebewohnendcs Volk. Allein ihr Land bildete nicht einenStaat, sondern zerfiel in mehre Städte mit deren Gebiet, die jede ihr Oberhaupt oder ihrenKönig halten. Damaskus, Hemath oder Eni esa (s. d.), Zoba u. s. w. waren unter ihnenschon im grauesten Alterthum bekannt. Zu größerer Wichtigkeit als die eigentlichen Syrergelangten die Phönizier (s. Phonizien) und Juden (s.d. und Palästina), welche biszur Zeit Alexander'-des Großen und der Römer eine vvn der Geschichte des übrigen S.sgesonderte besitzen. Die eigentlichen Syrer wurden häufig von fremden Eroberern unter-drückt, insbesondere wurden sie von David unterworfen und ihr Land zu einer Provinz seinesReichs gemacht. Allein nach Salomo rissen sie sich wieder los, indem ein gewesener SklaveNeson sich der Stadt Damaskus bemächtigte. Nun entstand ein eigenes Reich von Damas-kus, das zugleich den größten Theil von S. umfaßte, indem die Könige der übrigen Städtedenen von Damaskus tributair wurden, welche sich besonders auf Kosten der getrenntenReiche Juda und Israel vergrößerten. Zuletzt wurde das Land nach mannichfaltige» Schick-salen von Tiglat Pilesar zur assyr. Provinz gemacht (s. Assyrien), und erfuhr damit denWechsel aller Oberherrschaften, die sich in der Herrschaft über Vorderasien ablösten. So wurdees nacheinander eine Provinz vonMedien, Persien, Macedonien, bisdieSeleuciden (s. d.)ein eigenes Reich in S. stifteten. Nach dem Sturz desselben kam S. unter die HerrschaftRoms, aus dessen Händen es wieder in die der Perser unter den Sassaniden (s. d.) kam,welchen es bei der Ausbreitung des Mohammedanismus über ganz Westasien wieder diearab. Kalifen (s. d.) abnahmen. Die christlichen Herrschaften, welche die Kreuzfahrereine Zeit lang im Mittelalter in S. gründeten (s. Kreuz zu ge), bildeten nur ein kurzesZwischenspiel in der mohammedan. Herrschaft, die, seitdem über S. nicht aufgehört hat.Denn bald kam das Land unter die Sultane von Ägypten und der Mamluken (s. d.),unter deren Herrschaft es furchtbar von den Mongolen (s.d.) verwüstet wurde. Im !6.Jahrh. eroberten es die osman. Türken, seit welcher Zeit es fortwährend einen integrirendenunmittelbaren Theil des Osmanischen Reichs ausgemacht hat, bis auf die kurze Zeit derHerrschaft des Vicekönigs von Ägypten, Mchcmed Ali (s.d.), nach deren Sturz imI. »840 es wieder unter die Herrschaft der Pforte zurückkehrte. In Folge dieses unaufhörli-chen Wechsels der Herrschaften, der verheerenden Kriege, deren Schauplatz das Land fast fort-während war, und der Barbarei der Herrscher, denen es seit dem Auftauchen des Moham-medanismus unterthan war, ist es von seiner alten Blüte ebenso in politischer und volklicherwie in physischer Hinsicht entsetzlich heruntergebracht. Denn während S. im Alterthum einvon gewerbthätigen Völkern bewohntes, mit einer Menge blühender Städte bedecktes, wohl-angebautes, fruchtbares Land war, ist es jetzt im Ganzen nur noch eine schwachbevölkerte,mehr mitRuinen als mit Wohnungen bedeckte, schlecht bebaute, dürre und deshalb unfrucht-bare Einöde, in der nur noch die von den Drusen und Maroniten bewohnten Theile des Li-banon und die unmittelbarste Umgebung eine erfreulichere Ausnahme machen. Nach derRestauration der türk. Herrschaft hat die Verwilderung, Unsicherheit, mit einem Wort dieBarbarei nur einen neuen Aufschwung genommen, wie die blutigen, von der Pforte undEngland wol absichtlich genährten Zwiste zwischen den Drusen und Maroniten beweisen,die erst nach einer Reihe blutiger Greuelthaten vor ganz kurzer Zeit durch eine neue, der türk.Regierung günstige Ordnung der Angelegenheiten jener Volker beigelegt wurden.