8 Sulla
xsgne ü'ltalie 1796 et 1797, I'expäciition <lu Tirol et »es campagner ü'lög^ple 1798"gab Hortensius de Samt-Albin (Par. 1832) heraus.
Sulla hieß eine der patricischen Familien der röm. Gens Cornelia (s. Cornelius);sie trug in der altern Zeit den Namen Rufinu s und erscheint in den Fasti zuerst im I. 331L. Chr. mit dem Dictator Publius Cornelius Rufinus, dessen gleichnamiger Sohn sich inseinem ersten Consulat im I. 290, wo er mit Curius is. d.) die Sammten besiegte, und inseinem zweiten im 3.277, wo erCrokon eroberte, als tüchtigen Feldherrn zeigte. — Sein En-kel Publius, der als Prätor im I. 212 die erste Feier der apollinarifchen Spiele besorgte,vertauschte den Namen RusinuS mit Sulla. — Nach ihm sank die Familie, bis sie durchden Dictator Lucius Cornelius Sulla wieder emporgehoben wurde. Dieser, geb.138 v- Chr., wurde, nach einem zügellosen Jugendleben, im I. 107 als Quästor zu Ma-rius (s. d.) nach Afrika gesendet, und bewährte hier zuerst seine kriegerischen Talente ebensowie seine Klugheit, durch die er im I. >06 den mauritan. König Bocchus zur Auslieferungdes Iugurtha (s. d.) bewog. Den Marius begleitete er auch in den näcksten Jahren alsLegat. Im I. 102 begab er sich zuLutatius Catulus (s. d.) und nahm im I. 101 andem Kampfe gegen die Cimbern Thcil. Erst m dem I. 93 scheint die Gunst, die ihm alsPrätor wegen prächtiger Kampfspiele, die er gab, das Volk schenkte, und die Art, wie er seineVerdienste um die Been digung des Jugurthinischen Kriegs hervorhob, in Marius die Eifersuchtgeweckt zu haben. Sie wurde gesteigert durch den Ruhm, den sich S. als Proprätor in Ci-licien im I. 92, wo er den Statthalter des Mithridates aus Kappadocien drängte und Ge-sandte der Parthcr empfing, noch mehr aber in dem Bundesgenossenkrieg, namentlich im I.89 als Legat des Lucius Porcius Cato durch ausgezeichnete Kriegsthaten erwarb. Stabiäwurde von ihm erobert, der samnit. Heerführer Cluentius bei Nola geschlagen, das Volk derHirpiner unterworfen, und imchdcm er den Papius Mutilus in Samnium geschlagen hatte,die wichtige Stadt Bovianmn erobert. Diese Siege und die Unterstützung der Optimalen(s. d.), die in ihm den Führe chrcr Partei sahen, brachten ihm für das I. 88 das Consulatmit der Provinz Asien und der Kriegführung gegen Mithridates (s. d.). Da er aber demVorschlag des Tribunen Publius Sulpicius Rufus (s. d.), die Neubürger und Freige-lassenen in alle TribuS zu vertheilen, widerstand, kam es auf dem Forum zu offener Gewalt.S. mußte fliehen^ dM. Haus des Marius barg ihn; von da ginLT^nach Nola zu demHeere. Mit ihm kehrte er auf die Nachricht, daß Sulpicius seine Provinz und seinen Auftragdem Marius zu geben vorgeschlagen, nach der Stadt zurück, deren er sich unter heftigemWiderstand der Gegner mit Gewalt bemächtigte. Der Tribun wurde mit Marius, demVater und dem Sohn, und neun Andern geächtet, die Gesetze des erstern für ungültig er-klärt, und verordnet, daß kein Antrag an das Volk ohne vorhergehenden Senatsbeschlußgebracht werden solle. Nach der Wahl der neuen Consuln, deren einer, Ein na (s. d.), freilichzu seinen Gegnern gehörte, führte S. zu Anfang des I. 87 sein Heer in das von Archelaus,dem Feldherrn des Mithridates, besetzte Griechenland über. Das Jahr verging mit der Be-lagerung der Hafenstadt Piräeus, die Archelaus erst, als Athen selbst am I. März 86 vonS. erobert worden war, räumte, worauf er von S. bei Chäronea, dann mit Dorylaus ver-eint, zum zweiten Mal bei Orchomenos geschlagen wurde. In Rom war indessen nach derNackkehr des Marius die Ächtung des S. beschlossen und nach jenes Tod der Consul LuciusValerius Flaccus gegen Mithridates abgesendet worden. Der Letztere knüpfte Unterhandlun-gen mit S. an, während deren dieser im 1.85 die Thrazier demüthigte, und die im 1.8-t beieiner persönlichen Zusammenkunft Beider ;u Dardanum in Kleinasien mit dem Friedens-schluß endeten. Asien mußte wie früher Böotien für den Abfall von Nom hart büßen. F la-vi u s Fimbria (s. d.), der nach der Ermordung seines Consuls Flaccus den Krieg gegenMithridates geführt hatte, wurde, als S. gegen ihn zog, von seinen Truppen verlassen, mitdenen Lucullus (s. d.) zur Deckung des Landes zurückblieb. S. selbst ging mit seinemdurch seine Siege, durch seine Nachsicht und Freigebigkeit eng an ihn gefesselten Heere nachGriechenland zurück. Hier trafen ihn in Athen Gesandte des Senats, mit ihm über Ver-söhnung zu verhandeln; er antwortete, daß er sich unterwerfen werde, wenn die Verbann-ten, die in großer Zahl zu ibm geflüchtet waren, wieder ausgenommen würden; aber Cne-jus Papirius Carbo (s. d.), nach Cinna's Tod einziger Consul, wehrte dem Senat, hier-