Suffragan Suffragium 3
Worden. — Sein Sohn Jack, Herzog von S., heirathete Elisabeth, die ältesteSchwester Eduard's IV. Hs. Plantagenet) und wurde deshalb ein eifriger Parteigenossees Hauses Uork. Aus seiner Ehe entsprangen Jack, der den Vater beerbte; Edmund undüchard, der 1525, bei Pavia blieb. — JackdelaPole, Graf von Lincoln und Herzogon S., wurde seiner mütterlichen Abstammung wegen von Richard III. zum künftigenhronfolger erklärt. Die Schlacht bei Bosworth entschied jedoch für den Lancastrier H ein -! ch VII. (s. d.), sodaß sich S. zu seiner Mutter Schwester, der Herzogin von Burgund,ach Flandern retten mußte. Bon hieraus setzte er mit 2000 deutschen Veteranen l-187ach England über, verband sich mit den Anhängern des Prätendenten Simmel und zogit einem Corps von 8000 M. gegen Aork. Heinrich VII. ereilte ihn jedoch mit überlegenersacht bei Stoke, in der Grafschaft Nottingham, und brachte ihm am 6. Juni >487 eineachtbare Niederlage bei. S. blieb mit 4000 seiner Anhänger aus der Wahlstatt. — SeinIruder Edmund de la Pole, GrafvonS., sah sich fortwährend von Heinrich VII.:rsolgt. Er ließ sich deshalb in eine Verschwörung gegen den König ein, die jedoch entdeckturde, und entfloh 1501 zum Erzherzog Philipp von Ostreich, der ihn unter der Be-ugung auslieferte, daß man ihn nicht am Leben strafe. Seitdem schmachtete er im Tower,o ihn Heinrich VIll. 1513 enthaupten ließ. — Heinrich VIII. verlieh 1513 den Titelnes Herzogs von S. seinem Günstlinge, dem Ritter Charl. Brandon. Derselbe mußten Dec. 15 l 4 die schone Prinzessin Marie, die jüngste Schwester Heinrich's V^ I., zu ihrerVermählung mit Ludwig XIl. nach Frankreich geleiten. Nachdem aber Ludwig XII. am. Jan. 1515 gestorben, erhielt er selbst die Hand der Prinzessin, die er leidenschaftlich liebte,ranz I. von Frankreich hatte diese Heirath gefördert und wirkte dem Paare auch die Vcrzei-ungHeinrich's VM. und die Rückkehr nach England aus. S.begleitete später seinen könig-chen Schwager mehrmals auf den Feldzügen nach Frankreich und machte sich durch seinenntadelhaften Wandel und seine Sanftmuth bei Hofe sehr beliebt. Als er 1545 starb, verloresonders der Erzbischof Cranmer seine festeste Stühe. Er hinterließ aus der Ehe mit derPrinzessin zwei Töchter, von denen die ältere, Francisca, den Henry Gray, MarquisonDorset, heirathete. — Derselbe wurde während der Negierung Eduard's VI. durcheine Verbindung mit dem hcrrschsüchtigen Herzog von Northumberland >551 zum Her-os vonS. erhoben.^Notthnmberkrm^^ ewvg l 552 Gdmn-6 VI., seine beiden Schwestern,Naria-«nd Elisabeth, von der Thronfolge auszuschließen und seine Verwandte, Lady Jo--anna Gray (s. d.), die Tochter S.'s, zur Thronfolgerin zu ernennen. Nachdem dieseVorbereitung getroffen, mußte Johanna 1553 den jüngsten Sohn Northumbcrland's,>en Lord Guilford Dudley, heirathen. Als bald darauf Eduard VI. starb, ließ zwar S.seine Tochter durch Northumbcrland's Beihülfe zur Königin ausrufen; allein die Ent-'chlofsenheit der Prinzessin Maria (s. d.) machte dieser Usurpation ein baldiges Ende.Wiewol Johanna und deren Gemahl verurtheilt wurden, hegte doch die Königin Mariaanfangs nicht die Absicht, ihre Verwandten auf das Schaffst zu schicken. S., das WerkzeugNorthumberlands, erhielt sogar die Freiheit zurück. Um seine Tochter aus dem Gefängnisseauf den Thron zu setzen, bethciligte er sich indessen an der Empörung des Thom. Wiat.Die Königin ließ ihm hierauf den Prozeß machen, und nachdem fünf Tage vorher das Blutseiner Tochter geflossen, auch ihn am >7. Febr. 1554 enthaupten. — Jakob I. verlieh 1603den Titel eines Herzogs von S. an Lord Thom. Howard de Walden, bei dessen Nach-kommenschaft die Würde blieb.
Suffrägau, abgeleitet von Suffragium (s. d.), heißt jedes zu Sitz und Stinune(suSrsgium) berechtigte Mitglied eines Collegiums von Geistlichen, mag dies nun eineSynode von Bischöfen unter einem Erzbischof, oder von Pfarrern unter einem Bischof, oderein Ordenscapitel unter einem Provincial, oder endlich ein Convent unter einem Abt sein;vorzugsweise jedoch wird der einem Erzbischöfe untergeordnete Bischof dessen Suffragangenannt. Auch heißen seit dem 13. Jahrh. die aus dem Oriente vertriebenen Bischöfe so,welche von reichen Bischöfen des Abendlandes als vicurii in poutiücslibur gebraucht wurden.
Suffragium hieß bei den Römern die Stimme, die der Bürger in den Comitien(s.d.), oder als Richter in Criminalprocessen (juüici» public») abgab; auch die Abstimmung
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