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monstrantcn (s. d.) genannt, wurden von den Gomaristen (s. d.) oder Contrarcmon-siranten heftig verfolgt, und die Neligionsgesprächc zu Haag und Delft konnten keineVersöhnung bewirken. Da kam endlich 16 > 8 die dordrcchtcr Synode zu Stande, die imMai I6>!> die Lehren der Nemonstranten verwarf und die strengere, nur etwas gemilderteVorherbcstimmungslehre von neuem bestätigte. Doch waren damit die Theologen andererLänder keineswegs einverstanden; die Schlüsse der Synode konnten außerhalb der Niederlandenicht zur unbedingten Anerkennung gebracht werden; die Nemonstranten erhielten sich alsbesondere Partei und stellten 1621 ein durch Episcopius verfaßtes, besonderes Elaubensbc-kenntniß auf. In Frankreich hatten die reformirlen Gemeinden (s. Hugenotten) dieschwersten Kämpfe nach außen zu bestehen; erst durch das Edict von Nantes im I. 15N8erhielten sie Duldung im Staate. Aber obwol sie Calvin's Lehren huldigten, gewannen siedoch auch in ihren, innern Verhältniß keinen festen Bestand, und die Theologen zu Saumurbemühten sich vergebens, durch Aufhellung der Calvinischen Lehren eine größere Überein-stimmung zu bewirken. Die engl. Kirche aber, die man zu der reformirten rechnet, bildetesich auf eine so eigenthümliche Weise, wurde so früh schon durch innere Streitigkeiten verwirrtund in Parteien zerspalten, daß auch hier eigentlich nurvonGemcinden, nicht von einer Kirchedie Rede sein kann. Das Glaubensbekenntniß von 1551, das von den ursprünglichen ->2Artikeln 1562 durch die Synode zu London auf 66 Artikel beschränkt wurde und keineswegsdurchaus Zwingli's und Calvin's Ansichten enthält, konnte die streitenden Parteien nichtvereinigen. Neben den sogenannten Cpiscopaten, welche die bischöfliche Verfassung vorzogen,bildeten sich die Presbyterianer, welche die von Calvin in Genf hergestellte Presbyterialver-fassung, etwas gemildert, eifrig vertheidigten, die Puritaner, die auf einen möglichst verein-fachten Gottesdienst drangen, und später andere Parteien, denen die Uniformitätsacte von168!) vollkommene Religionsfreiheit gewährte. (S. Hochkirche.) So ist in allen Länderndie evangelische Kirche, die man die rcformirte nennt, sehr verschiedenartig gestaltet, und esgibt kein äußeres allgemeines Band, das sie zu Einer kirchlichen Gemeinschaft verbände.Doch sind sie innerlich unter sich und mit den Protestanten dadurch verbunden, daß sie alledas protestantische Princip vom höchsten richterlichen Ansehen der heiligen Schrift behaupten,und auch gemeinschaftlich die Auctorität des Papstes, die Privat- und Seelenmessen, dieAnrufung der Engel und der Heiligen, die letzte Ölung, das Fegefeuer, den Ablaß, die Neli-quienverehrung, die Klostergelübde und Anderes mehr verwerfen. — In Deutschland sinddie Pfalz und das brandcnburg. Negentenhaus, auch einige kleinere Staaten von der pro-testantischen zu der reformirten Gemeinde übergetreten, ohne sich enger mit derselben verbin-den zu können. Für die Pfalz wurde der „Heidelberger Katechismus" eine Lehrformel mitsymbolischen Ansehen. Die Reformirten in Brandenburg betrachteten sich als augsburgerConfessionsverwandte, ohne darum der Zwingli'schen Abcndmahlslehre zu entsagen. Nachvielen fruchtlosen Versuchen, die reformirten und protestantischen Gemeinden zu verbinden,erfolgte seit 1817 in den preuß. und mehren andern deutschen Staaten das längst vorbereiteteWerk der Vereinigung der reformirten und protestantischen Gemeinden zu einer evangelisch-christlichen Kirche. (S.Union.)
Nefraction, s. Strahlenbrechung.
Nefractor, s. Fernrohr und Fraunhofer.
Refrain heißt die strophische Begrenzung eines Liedes durch dre Wiederholung vonWorten, Versen oder ganzen Strophen. Er entstand wahrscheinlich aus dem Antheil desVolks an Liedern, die von Einem oder Mehren bei festlichen Gelegenheiten ihm vorgesungenwurden, indem es ein-elne Worte, Verse oder ganze Strophen im Chor wiederholte. Daherkommt er vorzugsweise in Volksliedern und ihnen nachgebildeten volksmäßigen Gesängenvor, wie in Kirchen-, Kriegs-, Fest-, und Spielliedern; in der Folge aber wurde er oft zurallgemeinen, stehenden Formel oder conventionellen Acclamation. Lieder mit Refrain findensich schon bei Griechen und Römern, noch häufiger in der mittellatcinischen Poesie und nachder Ausbildung des mit ihm innerlich verwandten Reimes (s. d.); künstlicher und regel-mäßiger entwickelte er sich in der Poesie der Troubadours (s.d.) und Trouveres (s. d.)und der übrigen roman. Völker; doch kannten ihn auch die nordischen und germanischenfrühzeitig, bei denen er in der eigenthümlichen Form des Kehrreims erscheint. Noch jetzt