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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
Entstehung
Seite
643
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Quittung Raab 613

sich schon mit kaltem Wasser ausziehen läßt und bei Augenkrankheiten, vorzüglich bei Ent-zündungen, angewendet wird.

Quittung nennt man die schriftliche Bescheinigung, Etwas empfangen zu haben.Eine Privatquittung erlangt erst nach 30 Tagen volle Beweiskraft, dq es, der Kürze halber,sehr oft vorkommt, daß man im gewöhnlichen Leben beiSchuldfoderungen, inHoffnung, daßsie sogleich bezahlt werden, im voraus quittirte Rechnungen aushändigt.

Quixote (Don), s. Cervantes Saavedra.

Quodlibet (Huocl übet, d. h. was beliebt), bezeichnet Alles, was ohne Ordnung undZusammenhang oder doch mit scheinbarer Willkür nebeneinander gestellt ist. Daher pflegtman scherzhafte Gemälde und Zeichnungen, auf welchen mehre Gegenstände, die an sich inkeiner Verbindung stehen, gleichsam als Bruchstücke hingeworfen sind, sowie kleine Gedichtevon ähnlicher Beschaffenheit Quodlibets zu nennen. Ebenso nennt man ein Musikstück,worin allerhand Abwechselungen sowol in Rücksicht der Taktarten als der Melodien Vor-kommen, ein musikalisches Quodlibet. Der Werth der letztem, die in neuerer Zeitunter dem Namen musikalischer Potpourris wieder sehr in Aufnahme gekommen sind, ist anund für sich sehr gering. Der witzige Contrast ist es vornehmlich, wodurch sie einen Augen-blick unterhalten können; denn gewöhnlich wählt man zu diesen Zusammensetzungen bereitsbekannte Musikstücke, bei denen die Textesanfänge sich witzig aneinander reihen oder die mu-sikalische Zusammenstellung für sich schon angenehm ist.

Quote heißt der Theil, welcher cinemJeden zufällt, wenn irgend Etwas, es seienVor-Heile oder Nachtheile, nach einer bestimmten Regel unter Mehre vertheilt wird. Wird z. B.der Gewinn oder der Kostenbetrag einer Unternehmung nach Procenten eingetheilt und be-i stimmt, so ist der Antheil, der auf Jeden, nach den verschiedenen Summen, für welche erdabei interessirt ist, fällt, seine Quote, die also bald größer, bald kleiner sein kann als die, Quote eines Andern. Ebenso werden, wenn eine Summe unter die Glieder einer Gemeindes nach dem Verhältniß ihres Vermögens oder Einkommens zu vertheilen ist, dieQuoten, welcheruf jeden Einzelnen kommen, nach dem Maße des Vertheilungsprincips verschieden seinmüssen. (S. Dividende.) So war auch in der Republik der Niederlande Quote derligenthümliche Name für die Summe der Abgaben, welche eine jede der vereinigten Pro-»inzen an die Staatskasse zu liefern hatte.

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Rffa oder Rah nennt man die quer am Maste in ihrer Mitte aufaehängte Segelstang:,«elche bestimmt ist, ein Segel zu tragen. Die lateinische Raa, wie sie die Schebecken,

^ Tartanen und Galeeren gebrauchen, hat ein dreieckiges Segel der Länge des Fahrzeugs nach.

Raab (Ungar. 6>or, lat. äaiirimim), Freistadt und Hauptort der gleichnamigen Ge-spanschaft in Ungarn, der Sitz eines Bischofs und Domcapitels, liegt zwischen den Mündun-gen der Raab und Nabnitz in die Donau, in einer sumpfigen Ebene, und hat gegen 17500 E.,darunter 2800 Protestanten, voo Juden und viele Griechen. Die innere Stadt ist gutgebaut und gepflastert, leidet aberMangel an Trinkwasser. Sehenswerth sind die Domkirche,die bischöfliche Residenz, das Comitats- und das Rathhaus u. f. w. Er bestehen daselbst eineAkademie mit 3100 Studenten, Bibliothek und physikalischem Museum, ein Archigymna-flim, ein bischöfliches Lyceum, ein Erziehungsinstitut für adelige Fräulein, ein Theater nebstaedoutensaal, zwei große Armenhäuser und zwei Cascrnen. Die Industrie beschränkt sich, iufTuchwebcrei und eine große Essigsiederei. Montecuculi erhob hie Stadt >056 zur Festung' >rstm Ranges; unter Joseph ll. aber ging sie wieder ein. Mit Wien steht die Stadt durch>ine Eisenbahn in Verbindung. Geschichtlich berühmt wurde sie durch den Überfall Palfy's