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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
Entstehung
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Python Quadrant 611

v. Chr., jedes fünfte Jahr gefeiert. Der Ort der Feier war die krissäische Ebene bei Delphi.iS. Kr issa.) Die dabei stattfindenden Wettkämpfe waren ursprünglich nur musischer Artund erstreckten sich vorzugsweise auf die Kithara; bald setzte man auch das Flötenspiel mitin Verbindung und nahm gymnische und hippische Spiele hinzu. Doch wurden letztere wie-der abgeschafft, und die Spiele ihrer früher» Bestimmung gemäß auch in andern griech.Städten eingeführt und bei Delphi bis ins 3. Jahrh. n. Chr. fortgesetzt. Kampfrichter wa-ren dicAmphiktyonen; der Kampfpreis bestand in einem Lorberkranze. Von Pindar (s. d.)besitzen wir noch mehre Oden auf Sieger in diesen Spielen. Vgl. Krause,Die Pythien,Nemeen und Jffhmien" (Lpz. 1841).

Python, auch Delphine oder Delphin es genannt, ein furchtbarer Drache, wel-cher am Parnafsus hauste, wo er nachher das delphische Orakel bewachte, war aus dem vonder Deukalionischen Flut zurückgebliebenen Schlamme entstanden. Der Zukunft kundig,wußte er, daß Latona's Sohn ihn tödten werde, und verfolgte sie deshalb aufs heftigste.Apollon aber erlegte ihn bereits in den ersten Tagen nach seiner Geburt durch den Pfeil,warf seine Gebeine in den Abgrund, bemächtigte sich des Orakels und erwarb sich dadurchden Beinamen des Pythonbezwingers.

Q.

Quacksalber nennt.man Jeden, der die Arzneikunst, ohne dazu befähigt und befugt zusein, ausübt. Etwas Ähnliches ist der Marktschreier (s. d.). Die Ableitung des Wortsist dunkel; es gehört dem Altdeutschen an, findet sich mit gewissen Modifikationen in allen demDeutschen verwandten Sprachen und hängt jedenfalls mit Salbe zusammen, während in derersten Silbe die Bezeichnung des Falschen und Unzweckmäßigen zu liegen scheint. Das Quack-salbern ist policeilich verboten und wird im Wiederholungsfälle mit Gefängnis bestraft.

Quaden, ein german. Volk, das, den Markomannen (s.d.) stammverwandt, öst-lich von diesen zwischen dem Mährischen Gebirge und den kleinen Karpaten im heutigenMähren wohnte, und mit ihnen verbunden, besonders in dem markomann. Kriege, 167178 n. Chr., sich den Römern furchtbar machte. Seit dem Anfang des 3. Jahrh. erschei-nen sie weiter östlich in dem westlichen karpatischen Gebirgslande. Verbunden mit den Sar-maten, besonders mit den Jazygen, verwüsteten sie in häufigen Einfällen Pannonien, zuletztnoch, gereizt durch die treulose Ermordung ihres Königs Gabinius im I. 374; den KaiserValentinian überraschte der Tod auf dem Zuge gegen sie im I. 375. Nachher verschwindetihr Name, der noch einmal unter den Völkern des Attila im 5. Jahrh. genannt wird.

Quadragena hieß die 40tägige, in der katholischen Kirche einem Sünder bisweilenauferlegte Bußzeit. Der Büßende mußte eingezogen leben, durfte in keinem Bette schlafenund nur Brot und Wasser genießen.

HMlirsßMMÄk!, s. Fasten.

Quadrant (tzuackrsns, d.h. Viertel) ist ein astronomisches Instrument, welches dazudient, Bogen größter Kreise am Himmel zu messen, besonders aber um die Höhen und De-klinationen der Gestirne zu bestimmen. Es besteht in dem vierten Theile eines Kreises,dessen Rand in Grade und Minuten getheilt ist; die Ebene des Kreises ist in der Regel ver-tical, von den den Quadranten begrenzenden Halbmessern aber ist der eine vertical, der an-dere horizontal. Zum Beobachten der Himmelskörper dient ein Fernrohr; in frühem Zei-ten bediente man sich bloser Dioptern, an welchen mit blosem Auge beobachtet wurde, bisPicard und Auzout 1667 den Gebrauch des Fernrohrs einführten. Die Quadranten sindkheils beweglich, theils feststehend. Die erstem sind gewöhnlich mit einem horizontalen Kreiseversehen, um zugleich das Azimuth des beobachteten Gestirns zu bestimmen; das Fernrohr

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