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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
Entstehung
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651
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Rad Radcliffe 651

General von Großpolen, brachte den von seinem Enkel Edward R. herausgegebenen historischwichtigen<7cxlex clchlomalicus Usjoris kvlonine" (Pos. 1840) zusammen. SeinSohn, Filip R., war General im poln. Heere, und dessen Söhne sind die beiden in neuesterZeit bekannt gewordenen Erafm. Der ältere, Edward R., geb. 1786 in Posen, erhielteine sehr strenge Erziehung und studirte zu Frankfurt an der Oder, wo er sich hauptsächlichdem Sprachstudium und den Naturwissenschaften zuwendete. Nach dem Einrücken Napo-leon's in Polen im I. 1807 trat er ins poln. Heer und nahm als Hauptmann an mehrenSchlachten Theil. Darauf wurde er Landbote auf dem Reichstage, den Friedrich August1812 nach Warschau berief. Als dieHoffnungcn zur Wiederherstellung Polens geschwundenwaren, suchte R. Zerstreuung und Belehrung auf Reisen. Im I. 18 l 4 unternahm er einegroße Reise nach Konstantinopel und Troja, die er in einem mit prächtigen Kupfern ausge-statteten Werke (deutsch von F. H. von der Hagen, Brest. 1827) beschrieb. Da er in derLiteratur einen Hauptstützpunkt für die poln. Nationalität erkannte, so wendete er dieser seineganze Thätigkeit zu. Die lange Reihe der von ihm hcrausgegebenen poln. Werke eröffnetendieBriefe des Königs Jan Sobieski an seine Gemahlin während des Feldzugs vor Wien"(deutsch von Öchsle, Heilbronn 1827), denen die wichtigenMemoiren Passek's" (deutschvon Steffens, Breslau >838), die Memoiren des Fürsten Albert Radziwitt, Wybicki's,Kitowicz' u. A. folgten. Er selbst verfaßte das poln. und franz. erschienene prachtvolle WerkOsliinet meckalörv jiolskicb" (3 Bde., Brest. > 838) und die durch einen prächtigen AtlaserläutertenErinnerungen an Großpolen". Seine mit großen Kosten und vieler Mühegesammelte, besonders für die poln. Literatur wichtige Bibliothek von etwa 21VOV Bändenschenkte er mit einem großen Gebäude der Stadt Posen. Andere Sammlungen, insbesondereeine von alterthümlichen Waffen, brachte er auf seinem Schlosse Rogalin bei Posen zusammen.An der poln. Revolution von > 830 nahm er keinen thä'tigen Antheil. Doch fehlte ihm derMuth nicht, vor dem Könige Friedrich Wilhelm I V. wahrend der Huldigungsscierlichkeitenzu Königsberg im J. 1810 die Beschwerden und Wünsche der Polen offen auszusprechcn.Mismuth über Kränkungen, die er von den poln. Parteien zu erdulden hatte, veranlaßtenihn, wie es scheint, sich am 20.Jan. >845 bei seiner Besitzung Santomisl durch einen Böller-schuß dasLeben zu nehmen. Sein jüngerer Bruder, Athanasius R., geb. 1188, schlugin dem preuß. Staatsdienste die diplomatische Laufbahn ein, wurde Gesandter in Kopenha-gen, 1840 Geh. Legationsrath und ist gegenwärtig preuß.Gesandter in Lissabon. Währendsich sein Bruder in die poln. Geschichte und Literatur vertiefte, wendete er der Kunst, ins-besondere der Malerei, sein Studium zu. Zahlreiche Reisen durch Deutschland, Frankreichund Italien bildeten seinen Geschmack und seinen Kennerblick, und setzten ihn in den Besitzeiner kostbaren Gemäldegalerie, die er in Berlin aufstelltc und in der sich unter Andern eineWiederholung der Schnitter von Leopold Robert und die Hunnenschlacht von Kaulbach be-finden. Durch sein mit Kupfern ausgcstattetes Werkllistoire <>e I'srt mnckerne en ^I!s-msgne" (3 Bde., Par. 183612; deutsch von F. H. von der Hagen, Berl. 183642)hat er sich als einen gediegenen und geschmackvollen Kenner bewährt.

Rad. Das Rad war ein früher häufig angewendetes Werkzeug der strafenden Ge-rechtigkeit. Die Strafe des Rades, welche in dem neuern Europa ziemlich gleichförmig üblichwar, bestand ursprünglich darin, daß dun Verbrecher die Glieder, erst die Unterschenkel undVorderarme, dann die Oberschenkel und Arme mit einem schweren Rade zerstoßen oder zer-brochen wurden, und er dann noch lebendig auf das Rad gelegt und dieses auf einen Pfahlgesteckt wurde, sodaß die Unglücklichen zuweilen noch mehre Tage lebten. Später war manmenschlich genug, den Qualen des Verbrechers durch Stöße auf die Brust und in das Genickein Ende zu machen (Nädern von Unten), oder mit dem Zerbrechen des RückgrathS denAnfang zu machen (Rädern von Oben), oder auch den Verurtheilten unvermerkt vor demZerstoßen erdrosseln zu lassen. DieStrafe des Rades war besonders gegen Mörder mit über-legtem Vorsatz gesetzlich. Auch die Strafe des Schwerts wurde zuweilen dadurch geschärft,daß der Körper auf das Rad gelegt, der Kopf aber auf dem Pfahle befestigt wurde, und soden Augen des Publicums ausgeseht blieben. In neuester Zeit verschwinden diese geschärftenTodesstrafen immer mehr aus der Praxis und den Gesetzen.

Radcliffe (Anna), geborene Miß Ward, engl. Romandichterin, geb. zu London am