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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
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Rade Radesyke

S. Juli 1764, heirathete 1787 den NechtsgelehrtenWill.Nadcliffe, den nachmaligen Eigen-thümer und Herausgeber der Zeitung ,/I'be englislr ckronide". Ihre ersten Erzeugnisse,Ibe csstles ok Siblin and Dunba)-»«" (1789) und ,,1'iie sicilian romsnce" (1790),verriethen zwar schon Spuren eines vorzüglichen Talents, aber erst ihre RomaneTKeromsnce c>5tlre forest" (1791) undHie mzsieries of I7dnss,bo" (1794) erregten Auf-merksamkeit. Beide zeigten große Gewandtheit in der Kunst, das Interesse zu spannen, undstellten sie an die Spitze einer Schule, welche sich in derAusmalung schrecklicher Scenen gefiel.Doch wie hierin, so warsie inSchwung derPhantasie, kräftiger Erfindung und Ausführungihren zahlreichen Nachahmern weit überlegen. Schilderungen sanfter Gefühle gelangen ihroft noch besser als die Darstellungen des Schrecklichen, und in landschaftlichen Gemäldenwar sie sehr glücklich. Ihr letzter Roman in der ihr cigenthümlichcn Gattung warTi>eItalic»»" (1797). Eine Reise auf das Festland, die sie 1793 unternommen hatte, beschrieb fiein den ,,1'ravds tbrongb Holland and slong tbekkine"(l 795). In ihrer späternLebens-zeit kam sie durch ihre Wohlhabenheit in solche Verhältnisse, daß sie schriftstellerisch nur wenignoch thä'tig war. Sie starb am 7. Febr. 1823. Ihr Nachlaß erschien unter dem Titel6nstimde Llondeville, or tke court okllenr)- III., 8t.-^.lbans s metricsl tale, vvitk sonie

postical pieces" (4 Bde., Lond. 1826).

Rade ist eine aus Palästina stammende, sehr gemeine, besonders dem öandwirth lästigeAckerpflanze, die sich namentlich unter den Getreidesaaten vorfindet. Die an Zuckerstoffreichen Samen dienen zur Branntweinfabrikation.

Radeberg , ein drei Stunden nordöstlich von Dresden gelegenes Städtchen, an dersächs.-schles. Eisenbahn, hat über 2309 E., ein Schloß, das vom Kurfürsten Moritz erbautwurde, und in welchem sich jetzt das Rentamt befindet, eine Bürgerschule (seit 1840) undeinen Fcauenverein (seit 1839). Die Hauptindustrie besteht in Fertigung von seidenenBändern und in Färberei. Nahe dabei ist das Augustusbad. Die sieben Quellen desselbensind von alkalisch-erdigem Eisengehalt und werden zum Baden, weniger zum Trinkenbenutzt. Wirksam zeigt sich das Bad bei «tonischen Krankheiten aller Art, besonders beiLähmungen, Schleimflüssen, Bleichsucht, Hysterie u. s. w. Die Quellen wurden >719 ent-deckt, und für zweckmäßige Anstalten ist gesorgt. Das nahe Seifersdorfer Thal bietet einensehr anziehenden Ausflugsort. Vgl. Pienitz und Ficinus,Beschreibung des Augustus-bades bei R," (Dresd. 18 l 4) und Martius,R. und seine Umgebung" (Bautz. 1828).Nicht zu verwechseln ist N. mit dem Städtchen Radeburg, anderthalb Meilen nördlichvon Dresden, das über 2000 E. zählt und durch lebhaften Betrieb der Landwirthschaftsich auszeichnet.

Radöflast oder Ried egasi, eine der drei flaw. Hauptgottheiten, die besonders bei denObotriten, im heutigen Mecklenburg, verehrt wurde, hatte in Nhetra ihren Haupttempel.Hier stand die Statue des Gottes, sowie sein heiliges weißes Pferd, aus dessen Bewegun-gen man weissagte.

Rädelsführer oder Rädleinsführer nennt man den Anstifter einer Empörung,welcher weit härter bestraft wird als die übrigen Teilnehmer. Der historische Ursprung desNamens ist ungewiß. Die aufrührerischen Bauern im 16.Jahrh. sollen, außer dem Bund-sch uh (s. d.), auch oft ein Rad als Auftuhrzeichen geführt haben.

Radesyke (ll,sprs boreslis) nennt man eine eigenthümliche chronische Krankheit, welcheden Küstenländern des nördlichen Europas angehört und sich als Leiden der äußern Haut,der Schleimhäute und des Knochensystems ausspricht. Der Name ist abgeleitet von demdän. und norweg. Worte s;-ge, d. i. die Krankheit, und rads, d. i. bösartig. In Norwegenheißt sie Stemsyge, Stygesyge und Arvesyge, in Schweden Saltfluß, in Island Liktraea.Das Übel hat keinen sich in allen Fällen gleich bleibenden Verlauf und daher auch in vielenFällen keine Vorboten, während in andern Kopf- und Gliederschmerzen, Jucken in der äußernHaut sowie in den Schleimhäuten vorausgehen, ohne daß deshalb die übrige Gesundheit unddie Gemüthsstimmung sich krankhaft veränderten. Spricht sich die Krankheit als Leiden derSchleimhaut aus, so werden die innern Auskleidungen des Halses, der Mund- und Nasen-höhle zuerst leicht entzündet und dann mit Geschwüren besetzt, welche eine schlechte Abson-derung zeigen und sich besonders in die Tiefe erstrecken. Trifft die Krankheit vorzüglich die