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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
Entstehung
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647
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Rabener Rabutin 647

vergleicht, der weiß nicht, worauf es ankommt. R.'s Sprache ist die elastische solcher Werke;seine zahllosen neuen Wörter waren für ihn nökhig und die franz. Sprache verdankt ihm sehrviel. Die erste bis jeht bekannte Ausgabe des ersten Buchs seines Romans erschien zu Lyon1.533 mit goth. Lettern; das fünfte Buck erst nach des Verfassers Tode. Unter den spätemAusgaben seiner Werke sind die vorzüglichsten die von Leduchat und Lamonnoye (5 Bde.,Amst. 17 lI; neue Ausl., 3 Bde., 17 11, -1.); die mit einem Glossar (3 Bde., Par. 1820);die mit Commentar von Johanneau (5 Bde., Par. 1822), mid dieLditio vsriomm"(8 Bde.) mit vielen Kupfern und Karten u. s. w.; durch Fischart (s. d.) wurde R.'s Werkins Deutsche (1552, 1575, 1608 und öfter) übertragen, und nach dieser Bearbeitung gabEckstein (Sander),seine modernisirte Übertragung (3 Bde., Hamb. 178587) heraus. Einedes Originals würdige Übersetzung verdanken wir Rcgis (2 Bde., Lpz. 183241). Vgl.Eust. Brunet,Lssais d'etudes biblin^rsplnques »»r 6." (Par. 1841).

Rabener (Eottlieb Wilh.), deutscher Satiriker, geb. am 17. Sept. 1714 auf seinesVaters Gute Wachau bei Leipzig, besuchte die Fürstenschule zu Meißen und studirte seit 1734aus der Universität zu Leipzig, wo er mit Gärtner und Gellert ein enges Freundschaftsbünd-nis schloß und Theil an der Gründung derBremischen Beiträge" nahm. Im I. 1741wurde er Steuerrevisor des leipziger Kreises, > 7 53 Obersteuersecrctair in Dresden und 17 63Steuerrath. Er starb am 22. Marz 1771. N. war ebenso achtungswürdig als Mensch wieals Gelehrter. In seinen Satiren erlaubte er sich nie Persönlichkeiten oder Witzeleien überheilige Gegenstände. Zuerst trat er als Satiriker seit 1741 auf in den von Schwabe heraus-gegebenenBelustigungen des Verstandes und Witzes". Seine früher bereits in Zeitschrif-ten enthaltenen Aussätze füllen die ersten beiden Bände seinerSammlung satirischer Schrif-ten" (Lpz. 1751), denen er 1752 einen dritten und 1755 unter dem TitelSatirische Briefe"einen vierten Band folgen ließ. Die von ihm gesammeltenFreundschaftlichen Briefe" gabC. F. Weiße heraus nebst einer kurzen Biographie des Verfassers (Lpz. >772); auch besorgtederselbe die neue Ausgabe der Schriften R.'s (6 Bde., Lpz. 1777; neueste Ausg., 4 Bde.,Stuttg. 1840). R. war ein Lieblingsschriftsteller seiner Zeitgenossen, und hat ein wesent-liches Verdienst für die Neugestaltung der deutschen Literatur; doch haben seineBriefe"mehr bleibenden Werth als dieSatiren", welche aus einer gewissen Ängstlichkeit mehr diezufälligen Äußerlichkeiten vorübergehender Thorheiten als den wahren Kern allgemein mensch-licher Mängel und Fehler treffen.

Rabenstein nannte man den erhöhten von Steinen aufgemauerten Platz, aus welchemdie Enthauptungen von Verbrechern stattfanden, weil daselbst gewöhnlich Raben in Massesich aufzuhalten pflegten. Die Rabenstcine dienten als Zeichen der peinlichen Gerichtsbarkeit,

> fanden sich daher auch fast in allen den Städten, denen diese zustand, haben aber in neuererZeit, gleich den Galgen, der fortschreitenden Eultur weichen müssen.

Rabulist, entstanden aus dem schon bei den Alten vorkommenden Worte r^l>»lr>,nennt man einen solchen Menschen, der zu seinem Nutzen, aber zum Schaden beider Parteien,durch allerlei Ränke die Processe in die Länge zu ziehen oder gar wider seine Überzeugungmit Verdrehung des Ausdrucks der Gesetze dem Unrechte den Sieg zu verschaffen sucht.

Rabutin (Roger), Graf von Bussy, auch Bussy-Rabutin genannt, franz.Memoirenschreiber, geb. am 30. Apr. 16 l 8 zu Epiry im Nivernais, war ein Enkel des durchseine vortrefflichenOommentairss »nr le ünt des dernieres x-nerre» e» latllaulsKelAique«ntre Henri ll et Llmrles V" (1555, und öft.) bekannten Grafen Franc. R. Er dienteseit seinem 12. Jahre im Regimente seines Vaters und verdankte seiner Tapferkeit die Stel-len eines Generallieutenants der königlichen Armeen und vom Nivernais. Seine unerträg-liche Eitelkeit machte ihm viele Feinde, und als durch den Verrath seiner beleidigten Geliebten,der Marquise von Bcanmc, bekannt wurde, daß er der Verfasser der boshaft witzigenHi-5tnire Linnureuse de» 6a»les" war, welche die Galanterien zweier Hofdamen enthielt undals Manuseript die höher« Cirkel lange ergötzte, verwies ihn Ludwig XIV. vom Hsfe undließ ihn eine Zeit lang in die Bastille setzen, lün den König, den er wol weniger durch diesesfrivole Buch, als durch ein satirisches Gedicht verletzt hatte, wieder günstig zu stimmen, schrieber seine lobhudelndeUisloire abregse de I-onis le xrsnd" (Par. 1699); aber dies verhin-derte ihn nicht, in satirischen Anmerkungen zu Bvileau'sLpltres" Ludwig XlV. zu bespöt-