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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
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628
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628 Quecken Quecksilbermittel

Quecken ist ein perennirendes, sehr lästiges und nur schwer zu vertilgendes Unkraut.So verderblich cs aber auch im Acker ist, so hat es doch mancherlei gute Eigenschaften. Na-mentlich soll da, wo Quecken Vorkommen, die Traberkrankheit unter den Schafhcerden nichtgefunden werden. Sehr nützlich sind die Queckenwurzcln als Futter für Pferde undKühe. Die Wurzelsprossen der Quecken geben ein Brotsurrogat ab. Auch kann man vonden Queckenwurzeln Bier bereiten. Queckenlhce und Queckensaft finden mcdicinischc An-wendung. Der Hauptnutzen der Quecke besteht aber darin, daß sie, auf Flugsand angebaut,denselben schnell überzieht, befestigt, mit der Zeit verbessert und eine gesunde Weide gewährt.

Quecksilber oder Mercur findet sich in der Natur theils gediegen und geschwefelt,theils mit Thon verbunden, jedoch sind nur das gediegene Quecksilber und der Zinnober oderdas geschwefelte Quecksilber als eigentliche Quecksilbererze zu betrachten. Das gediegeneQuecksilber ist zinnweiß, metallisch glänzend, undurchsichtig, flüssig, kommt in Tropfen vorund hat ein specifisches Gewicht von >2>5. DerZinnober ist cochenillroth, ins Blei-graue fallend, gepulvert scharlachroth, durchscheinend und von Diamantglanz. Er kommtin Rhomboedern mit abgestumpften Endspitzen vor, ist weich, hat ein specifisches Gewicht 6 8 und besteht aus /si Quecksilber und '/si Schwefel. Die reichsten Quecksilbcrgrubenfinden sich in Spanien (Almadcn), in Jllyricn iJdria), in Baiern, in China, Mexico und Peru.Aus dem Zinnober wird das Quecksilber in eigenthümlichen Destillationsapparaten durchErhitzung mit metallischem Eisen dargestellt und kommt in gußeisernen Flaschen oder Häu-ten in den Handel. Consumtion und Preis desselben sind in der neuesten Zeit sehr gestiegen.Das Quecksilber ist das einzige Metall, welches sich für gewöhnlich im flüssigen Zustandebefindet, indem es erst bei40" R. erstarrt und ein geschmeidiges, hämmerbares Metalldarstcllt. Es siedet bei 28»° R. Wird es an der Luft lange geschüttelt, so verwandelt es sichin einen grauen oder schwarzen Staub, welcher in der Hitze schömroth wird. Man kennt einschwarzes Quecksilberoxydul und ein rothes Oxy d, die sich beide in der Glühhitze redu-ciren. Mit dem Schwefel verbindet sich das Quecksilber sehr leicht; die Verbindung erscheintzunächst als eine schwarze Masse (mineralischer Mohr), verwandelt sich jedoch durch Subli-mation in verschlossenen Gesäßen in eine hochrothe strahlige Substanz, den Zinnober. MitChlor gibt es die beiden als Kalo mel (s. d.) und Sublimat (s. d.) bekannten Verbindun-gen, ähnliche mit Jod. Alle diese Verbindungen und einige Salze des Quecksilbers sind inderMedftin in Anwendung. (S. Quecksilbermittel.) Das Metall selbst wird vielfachzu physikalischen und chemischen Zwecken (s. Barometer, Th ermometer und Pneu-matisch-chemischer Apparat) angewendek. Mit Metallen, zumal leichtflüssigem, ver-bindet sich das Quecksilber sehr leicht zu den sogenannten Amalgamen (s. d.). Eins dieserAmalgame mit Zinn dient zum Belegen der Spiegel. Auch beruht auf dieser Eigenschaftdes Quecksilbers die Amalgamation der Silbererze, das Vergolden (s. d.) und die Da-guerreotypie (s. Lichtbilder).

Quecksilbermittel nehmen wegen der kräftigen Wirkungen des Quecksilbers unterallen Heilmitteln eine der ersten Stellen ein, sind aber auch aus demselben Grunde durchMisbrauch eines der stärksten, schnell oder langsam zerstörenden Eiste. In welcher Gestaltund auf welchem Wege das Quecksilber vom Körper ausgenommen werden mag, immer istder Grundcharakter seiner Wirkung eine Beförderung der Verflüssigung des Festen, somitder Aufsaugung (s. Resorption) und hierdurch wieder der Ab- und Aussonderungendurch alle diesen Verrichtungen vorstehende Organe. Indem es aber diese Wirkungen äu-ßert, beschränkt es folgerecht zugleich die der Erhaltung des Körpers nothwendige fortwäh-rende Bildung des Flüssigen zum Festen. Die Anwendung des Quecksilbers ist sonach imAllgemeinen in solchen Krankheiten von Nutzen, in denen theils die naturgemäße Absonde-rung zurückgehalten wird oder aus andern Ursachen kräftiger Unterstützung bedarf, theilsStoffe sich im Körper finden, deren Assimilation (s. d.) schädlich sein würde, theils schongebildete abnorme Produktionen eine Rückbildung, d.h. eine durch Beschränkung des bilden-den Processes und verstärkte Aussaugung zu bewirkende Zerstörung, erfodern, während beivorgeschrittener Körperschwäche und vermöge derselben vermehrter Aussonderung der ver-schiedenen Safte die Anwendung desselben die desorganisirende Kraft der Krankheit nur un-terstützen würde. Diese auf sorgfältige Beobachtung gegründeten Erfahrungen machen cs

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