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Quasimodogeuiti Quästoren
derPfalz. Hierher gehören ferner der Noseuquarz, einerosenrothe, und der Milchquarz,eine milchweiße, halbdurchsichtige oder stark durchscheinende, derbe Varietät des Quarzes,von muscheligem oder unebenem Bruch, der blaue Saphirquarz, der grüne Prascm,der durch Glimmcrblättchen stinnnernde Aventurin, der Eisenkiesel, Stinkquarzund das Katzenauge, ein Quarz, das durch die eingemengten Amianthfasern seinen charak-reristischen Lichtschein erhält; er ist grau, grünlich, röthlich und bräunlich und findet sichselten derb, sondern meist in kleinen Geschieben. Die schönsten Katzenaugen kommen vonMalabar und Ceylon, andere vom Harz und Fichtelgebirge. Sie werden halbkugelförmiggeschliffen undalsNingsteine getragen. Im Achat ist mit verschiedenfarbigemQuarzZaspisoder Hornstein und Chalcedon (s. d.) verwachsen; daher die verschiedenen Farben undNamen desselben, wie Jaspachat, Lrümmerachat, Moosachat, Korallenachat, Festungsachatu. s. w. Der schönste Achat kommt aus Indien und Sicilicn; doch findet man ihn von allenFarben auch in Böhmen, Sachsen, Hessen und Franken; endlich gibt es allerlei achatartigeVersteinerungen, dergleichen namentlich im sachs. Erzgebirge angetroffcn werden. DemQuarz äußerst nahe stehen die undurchsichtigen Kicselerdeformen Feuerstein (s. d.), Horn-stein (s. d.) und Jaspis, welcher letztere durch Tbonerde und Eisenoxyd verschiedenartig, zum! Theil bandförmig gefärbt ist.
Quasimodogemti, s- Sonntag.
Quassra nennt man die Rinde und das Holz der (Zuassia amsra, die besonders aufSurinam, und der tzuassiu excel.-u, die meist auf Jamaica angetroffcn wird. Wegen desvielen und reinen Bitterstoffes, der sich darin findet, steht die Quassia unter den KitternArzneien oben an und wird meist in Form des Dccocts gegen Schwäche der Verdauungs-Werkzeuge angewcndct. Als Spähne in Wasser geweicht und mit Zucker versüßt, gibt dieQuassia ein übrigens gefahrloses Fliegengift ab.
Quästoren ist der Name eines röm. Magistrats, dem die oberste Leitung der Staats-kassengeschafte anvertraut war. Es ist fraglich, ob Valerius Publicola im I. 509 v. Ehr.
' für diese in den Quästoren einen neuen Magistrat geschaffen, oder ob er dieselben den altenQuästores Parricidii, die schon in der Konigszeit als Behörde für Erforschung derj schweren Verbrechen, die man unter dem Namen Parricidium (s. d.) begriff, und zumRichtcramt über sie bestanden, übertragen habe. Doch ist das Letztere wahrscheinlich, sodaßdem Magistrat der Name Quästoren verblieb, auch als er in späterer Zeit seine criminal-richterliche Bestimmung verlor. Zu den anfänglichen zwei Quästoren, die, weil sie unmittel-bar das städtische Ararium verwalteten, städtische genannt wurden, kamen imJ. -122 v. Ehr.noch zwei, um die Consuln als Kriegszahlmeister ins Feld zu begleiten. Kurz vor Beginndes ersten pun. Kriegs wurde die Zahl auf acht erhöht, und sie stieg wahrscheinlich mit derVermehrung der Provinzen, in die sie die Statthalter begleiteten, bis Sulla sie auf zwanzig,
> Casar auf vierzig erhob. Gewählt wurden sie in der älter» Zeit in Curiat-, dann in Tribut-comitien; seit dem I. -122 war die Quästura auch Plebejern zugänglich. Während inälterer Zeit die Quästur häufig von ältern Männern bekleidet wurde, galt sie später als dieerste Stufe der Konoi-ss oder der höher« Ehrenämter (s. Mag istratu s). Die Geschäfte, wurden so vertheilt, daß zwei in Rom als Vorsteher der Staatskasse blieben; wahrscheinlichhatten vier an einzelnen Punkten Italiens, worunter Ostia, ihren Sitz, um daselbst die Ge-schäfte der Staatseinnahme und Ausgabe zu leiten; die übrigen gingen zu demselben Zweckin die Provinzen, mit deren Statthaltern sie nach alter Sitte durch ein Pietälsverhältniß ver-bunden sein sollten. Die städtischen Quästoren wohnten den Senatssitzungen bei und alleQuästoren hatten, wenn sie, nach Nechnungsablegung, abgegangen waren, ein Anrechtdarauf, von den nächsten Censoren in den Senat gewählt zu werden. Zur Ausführung derGeschäfte stand ihnen ein ansehnliches Expeditionspersonal in den scriime, die dadurch, daßsie im Amte blieben, die eigentliche Geschäftskenntniß besäßen, zu Gebote. In der Kaiserzeitwurde das Ärarium durch Augustus unter besondere Präsecten (s.d.) gestellt; doch schei-nen die Quästoren noch immer unter diesen Dienste dabei versehen zu haben. Im 3. Jahrh.wurde das Ararium dem Senat entzogen und stand nun wie der Fiscus blos unter kaiser-licher Gewalt; ebenso hörte der Unterschied zwischen Provinzen (s. d.) des Princeps undConv.-Lex. Neunte Ausl. XI. 40