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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
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624
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624 Quartett Quarz

minderte, eine reine oder kleine und eine übermäßige Quarte. Uber die Frage, ob die Quarteunter die Consonanzen oder unter die Dissonanzen gehöre, ist viel gestritten worden. Diereine Quarte ist, so lange sie nicht als eine Aufhaltung der Tcrze des folgenden Accords ge-braucht wird, eine Consonanz, die in Hinsicht auf den Grad ihres Consonirens unmittelbarnach der reinen Quinte folgt, in vielen Fallen aber einer ebenso beschränkten Fortschreitungwie die Dissonanzen unterworfen ist. Ist dagegen die Quarte eine Aufhaltung der Terzedes folgenden Accords, so wird sic jetzt säst allgemein als eine Dissonanz betrachtet. Auf derVioline heißt die A-Saite Quarte.

Quartett (lat. tzuirtnor, ital.Husäro) heißt ein Tonstück für vier, meist concertirendeStreichinstrumente, nämlich zwei Violinen, eine Viole und ein Violoncelli; auch ein Ton-stück für vier Singstimmen, mit oder ohne Instrumentalbegleitung. Für Jnstrumental-quartctken betrat Jos. Haydn (s. d.) eine neue Bahn, und ihm folgten Mozart, Beethoven,die Romberg, Spohr, Ries, Onslow, Feska, Mendelssohn-Bartholdy, Schumann, Fr. Schu-bert u. A. Das Quartett verhält sich zu der vollen Orchestermusik wie die vollendete Zeich-nung zur bunten Farbenpracht des Gemäldes. In demselben wirkt am reinsten der einfacheReiz der Harmonie und Melodie, und es ist um so werthvoller, je mehr alle vier Stimmenselbständig wirken. Durch Vorherrschen einer Partie entsteht das minder werthvolle Solo-q uartett. Oft rechnet man auch die Quintetts und Sextetts für Streichinstrumente zurOu artettmusik.

Quartier, eigentlich Wohnung, dann aber auch gleichbedeutend mit Stadtviertel,wie z. B. in Konstantinopel, nennt man insbesondere die den Soldaten, wenn sie nicht inKasernen Unterkommen finden können, von dcnBchörden angewiesene Wohnung. (S. Ein-quartierung.) Gut Quartier heißt beim Gefangennehmen feindlicher Soldatendas'Gewähren des Pardons. Auf der See nennt man Quartier die Zeit, in welcherdie Hälfte der Mannschaft die Wache auf dem Deck hat, während die Andern schlafen/ Der Tagwird hierzu in sechs Theile zu vier Stunden zerlegt, so jedoch, daß die Abtheilung der Mann-schaft, welche um Mittag die Wache bezieht, bis 8 Uhr Abends Dienst hat, während vonda an das Wechseln von vier zu vier Stunden eintritt. Auf diese Weise wird erzielt, daßam folgenden Mittag die andere Abtheilung den Dienst beginnt und daher beiden TheilenNacht um Nacht gleiche Ruhe geboten wird.

Quarz heißt ein Mineral, welches in sechsseitigen Pyramiden und Prismen, auchderb, eierförmig, tropfsteinartig, in Geschieben und Körnern vorkommt, theils farblos, theilsmannichfaltig gefärbt ist und muscheligen Bruch, Elasglanz und Durchsichtigkeit in ver-schiedenen Graden hat. Die Härte desselben steht zwischen der des weichern Feldspaths undder des härter» Topases; das specifische Gewicht2,5. Es besteht aus Kieselerde undbildet eine außerordentliche Menge von Varietäten, die meist ,.ls Schmucksteine benutzt wer-den, dahin gehört der Bergkrystall, die durchsichtigen oder halbdurchsichtigen, farblosenoder reingelb, graulichweiß und rauchgrau gefärbten Abänderungen, welche sich theils inKrystallen von Linien bis mehre Fuß Durchmesser, theils in Geschieben finden. Die präch-tigsten Varietäten der Bergkrystalle kommen aus Madagaskar und aus den Urgebirgen vonWallis und Savoyen, welche riesenhafte Drusen oder sogenannte Krystallkeller verschließen.Auch Dachsen, Frankreich, England, Ungarn u. s. w. liefern schöne Bergkrystalle. Die ganzwasscrhellen heißen bisweilen occidentalische Diamanten; die rauchgrauen Rauch-topase, oder wenn sie sehr dunkel sind, Morion; die Hyazinthrothen Hy azinthen vonCompostella; die gelben Citrine, und diejenigen, welche haarförmigeKrystalle vonandern Mineralien eingeschlossen enthalten, Haarsteine. Der Bergkrystall war ehedemin weit größeren Gebrauche als gegenwärtig, wo die Glaswasren so vollkommen geliefertwerden, daß sich seine Benutzung auf Petschafte, Gemmen und andere kleine Bijouterien ein-schränkt. Man schleift ihn in ovale Platten, linsenförmig, oder als Brillant, Rosette undTafelstein, zu Petschaften aber meist als dreiseitiges Prisma (die sogenannten Walzen).Der Amethyst, violblau, ins Bläulich- und Röthlichweiße schillernd, selten gleichmäßiggefärbt, meist wolkig und fleckig mit Zickzackstreifung, findet sich krystallisirt auf Gän-gen im Urgebirge oder in Blasenräumen der Mandelsteine, auch in kleinen Geschieben.Die schönsten Amethyste kommen von Ceylon, Ostindien, Sibirien, aus Sachsen und

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