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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
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dem dahin, zwar nicht die erschütterte Allianz durch einen neuen Act fester zu knüpfen, aberdoch um jeden Preis in gutem Vernehmen mit der brit. Macht zu bleiben. Gänzlich aberverleugne» die franz. Politik seit Beendigung des Bürgerkriegs die Grundsätze der Qua-drupleallianz in den inner» Angelegenheiten Spaniens. Hier trugen fortgesetzt die Ein-mischungen Ludwig Philipp's mehr den Charakter der Untergrabung als einer Befestigungdes constitutionellen Staatslebens.

Quaglio, eine sehr geachtete Künstlerfamilie, aus Laino am Comersee. Ihr Ahn-herr als Künstler war Giulio Q., geb. 1601 , ein Schüler Tintoretto's, wurde vom KaiserLeopold'in den Adelstand erhoben und soll namentlich in Italien, in Laibach und WienVieles gemalt haben. Von seinem Sohne, Eiulio Q., gest. zu Laino um 1720, gibt esschätzbare Fresken inWien und im Dom zu Laibach. Giovanni Maria Q., geb. >700,gest. um 1765, bildete sich in Mailand zum Architekt, trat aber später in kaiserliche Diensteund wurde General-Ingenieur. Des Letztem Söhne warenDomenico und LorcnzoQ.Jener, geb. zu Laino 1723, gest. um 1760, war Historienmaler; Dieser, geb. 1730, gest.1804, ausgezeichneter Architekt und Dekorationsmaler. Er wurde 1750 vom KurfürstenKarl Theodor nach Manheim berufen und folgte diesem als Hofarchitekt 1778 nach München;von ihm rührt das Rathhaus in Lauingen her, sowie der Redoutensaal in Manheim unddas Theater in Frankfurt. Lorenzo's Sohn, Giovanni Maria Q., geb. 1772, gest.1813, bildete sich in Rom, Neapel, Mailand und Venedig und machte Epoche in der Civil-baukunst und in der Perspective. Er wurde 1793 Hoftheatermaler in München und 1803Professor der Zeichenakademie an der Militairakadcmie. Von ihm ist dieAnleitung zurPerspective"(Lpz. 1818) verfaßt. Domenico's beide Söhne, Julius und Joseph O..,erwarben sich um die Dekorationsmalerei großes Verdienst; doch sind ihre besten Arbei-ten bei dem Theaterbrande in München verloren gegangen. Julius, geb. 1746, starb1801; Joseph, geb. 1747, starb am 23. Jan. 1828; beide waren Hoftheaterarchitekte»in München. Joseph hinterließ vier Söhne, die sich alle der Kunst widmeten. Derälteste der Brüder, Angelo Q., geb. 1778, gest. 1815, zeichnete sich besonders alsDekorationsmaler, aus. Auch stach er in Kupfer, und die königliche Gemäldegalerie be-wahrt gelungene Ölbilder von ihm. Zu Sulp. Boisseree'sDom zu Köln" vollendete erdie Zeichnungen. Der zweite Bruder, Dominik» Q., der ausgezeichnetste unterden vier Brüdern, wurde am I.Jan. 1786 zu München geboren, sehr früh daselbst alsTheatermaler angestellt und ebenso früh der Unterstützung des Königs Max Joseph und desKronprinzen Ludwig theilhaftig. Er hatte bereits sehr viel in Kupfer, auf Stein und in Ölgearbeitet, als er 1819 seine Stelle als Theatermaler aufgab, um sich ganz der Ölmalerei zuwidmen. Seitdem machte er große Reisen durch die Niederlande, Frankreich, Deutschland,die Schweiz und Italien, um die vorzüglichsten Werke der altdeutschen Baukunst zu studirenund die majestätischen Denkmale derselben in meisterhaften Darstellungen für die Nachweltaufzubewahren. Die Münster zu Freiburg, Ulm, München, Strasburg und Köln, das Rath-haus zu Löwen, St.-Sebald zu Nürnberg, der Dom zu Negensburg u. s. w., nebst vielenandern Meisterwerken geben die Belege dafür. Auch gab er die schöneSammlung merk-würdiger Gebäude des Mittelalters in Deutschland" (2 Bde., Karlsruhe),Ansichtenmerkwürdiger Gebäude in München" (2 Hefte, 181 l) undDenkmale der Baukunst desMittelalters in Baiern" (Münch. 1816) heraus. Er hatte im Aufträge des KronprinzenMaximilian von Baiern den Plan zur Restauration der Burg von Hohenschwangau ent-worfen und dieselbe bereits angefangen, als er am 9. Apr. 1837 zu Hohenschwangau starb.Q- ist als der wahre Erneuerer der Architekturmalerei zu betrachten. Ein reizender Effect istall seinen Schöpfungen eigen, wenn er es auch mit der Wahrheit des Prospekts nicht immergenau nahm und im Anordnen hier und da zu weit ging. Durch ihn wurde zuerst die maleri-sche Schönheit der mittelalterlichen Bauten auf würdige Weise wiedcrgegeben. Derdritte Bruder, Lorenz Q., geb. 1793, widmete sich vorzugsweise der Genremalerei undseine Gemälde bestehen theils in Darstellungen aus dem Mittelalter, theils und vorzüglich inSchilderungen ländlicher Scenen aus dem bair. Hochlande. Auch lieferte er mehre Stein-zeichnungen zum münchener Galeriewerk, darunter namentlich das Familienconcert nachNetscher, und eine sehr praktische Anleitung zur Landschaftsstaffirung. Der vierte Bruder,