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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
Entstehung
Seite
598
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Pustel

Püstrich

der Universität, im Laufe des I. > 8-1 l unter dem TitelRemsrlcs an certsin passsges oktke tkirt^-niils srticles" die Nummer so der Tractaten. In derselben griff er besondersdas Hauptsymbol der Hochkirche, die unter der Königin Elisabeth zusammcngefaßten 39 Arti-kel der Glaubenslehre, an und behauptete offen, die engl. Kirche müsse mit der römischen inEinklang gebracht werden. Gegen diese Abhandlung erhoben sich nun in zahlreichen Schrif-ten dieVertreter der Hochkirche, denen nicht nur diePustyten, sondern auch katholische Theo-logen mit Eifer antworteten. Der Bischof von Oxford ergriff gegen eine solche Untergrabungdes Protestantismus von Seiten der Geistlichkeit kein anderes Mittel/ als daß er die Fort-setzung derIracts lor tlle times" (gesammelt, 5 Bde., Oxford) untersagte. Um so großerwar der Aufschwung, welchen die Richtung unter den Geistlichen, Lehrern und Studentenzu Oxford, sowie in der hochkirchlichen Geistlichkeit überhaupt nahm. Man lehrte die Nolh-wendigkeit einer Wiedervereinigung mit Rom, empfahl die Anrufung der Heiligen, legte derJungfrau Maria den Charakter der Mittlerin bei, pries das Cölibat, das Mönchswesen, undein Gleiches wiederholte mqn auf den Kanzeln. Die engl. Liturgie wurde durch Einführungdes alten Ceremonicls der röm. Messe so nahe als möglich gebracht. Nicht nur der gebildeteMittelstand wies eine solche offene Rückkehr zum Papstthum zurück, sondern auch die niedereVolksclasse, die man durch Verheißung zahlreicher Heiligenfeiertage zu verlocken suchte,äußerte sich unzweideutig dagegen. Jedermann hoffte, die Puseyten würden die Hochkircheverlassen und sich dem Papstthum in die Arme werfen. Allein dieselben erklärten beharrlich,daß die Lehren und Formen der Hochkirche keineswegs antiapostolisch, sondern nur unvoll-ständig und verkümmert seien. Unter diesem Vorwände unterschrieben die Geistlichen wie dieStudenten auch ohne Zögern die 39 Glaubensartikel. Das Gerücht, Puscy sei zum Papst-thum übergetretcn, erhielt große Verstärkung, als derselbe >833 in einer Predigt dieTraus-snbstantiationslehre, oder die Verwandlung des Brotes und Weines beim Abendmahlc imröm. Sinne, bekannte. Eine von der Universität zu Oxford nicdergesctzte Commission mußtediese Predigt untersuchen und fällte den sehr gelinden Spruch, daß Pusey die nächsten zweiJahre keine Kanzel im Bereich der Universität besteigen solle. Seitdem erklärten mehre Pu-seyten ihren förmlichen Übertritt zur röm. Kirche, was mehrmals die feierlicheVerurtheilungder Cvnvertitcn von Seiten der Universität zur Folge hatte. Auch der BischofPhilpotts vonExctcr zeigte sich dem Puseyismus nicht abgeneigt und versuchte wenigstens die Einführungeines alterthümlichen Chorrocks. Indessen äußerte hierbei das Volk so lauten Unwillen, daßdie Neuerung im Jan. l815 förmlich abgeschafft werden mußte. In derselben Zeit verur-theilte endlich die Universität zu Oxford, wiewol nur mit geringer Stimmenmehrheit, dasBuch Ward's vomIdeal der Kirche", in welchem der Verfasser die Rechtfertigung durchden Glauben eineverdammliche, pestilenzialische, Lutherische Ketzerei" genannt hatte. Nunerst begann die Rückkehr der Puseyten zum Papstthum in Masse. Nachdem Oakley, Ward,Wingfield u. A. vorausgegangen, legte im Oct. auch Newman, der tüchtigste und bedeu-tendste Schüler Pusey's, in der katholischen Kapelle zu Littlemorc das röm. Bekenntniß demSuperior des Passionistenklosters zu Aston-Hall ab. Im Juni 18-16 empfing Newmandie röm. Priesterweihe. Man zählte im Ganzen 70 hochkirchliche Protestanten, darunter30 angesehene Geistliche und Professoren, welche bis gegen Ende I 816 übergetretcn waren.Pusey's öffentlicher Übertritt bestätigte sich jedoch damals nicht. Auch im Schoost der Uni-versität zu Cambridge zeigte sich seitdem der Puseyismus, und viele Bischöfe sollen der Rich-tung insgeheim zugcthan sein, sodaß das Ende dieser Bewegung noch nicht abzusehcn ist.Der Grund des Übels wird von aufgeklärten Männern in dem wenig protestantischen Cha-rakter der engl. Hochkirche selbst gefunden. Das Hauptorgan der Puseyten war früher dasJournalLritisll eritic", jetzt ist esHie ckristiau reiriombrunoer".

Pustel, Blatter oder Eiterblatter nennt man eine durch Ansammlung von Eiterunter der Oberhaut gebildete Erhöhung der Oberhaut, die sich sehr bald in einen mehr oderweniger dicken und harten Schorf verwandelt. Bis Willan in seiner Classification der Haut-krankheiten diesen Begriff feststellte, bezeichnet- man mit Pustel jede kleine Erhabenheit aufder Haut, sie mochte nun Eiter oder wässerige Feuchtigkeit enthalten, oder fest sein. Übrigensbilden die Pusteln die Grundform mehrcr Hautkrankheiten.

Püstrich nennt man die aus Erz gegossene, inwendig hohle Figur, die l552 in der