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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
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586
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586 Pulcinella Puls

densarten, sein Versbau aber rauh und ungelenk. Won seinen beiden altern Brüdernschrieb Bcrnardo P. eine Elegie ans den Tod des Cosnio de'Medici, eure andere auf dieschöne Simonetta und ein Gedicht auf die Passion Christi; LucaP. aber Stanzen auf dasTurnier des Lorcnzo dci Medici, heroische Episteln, eine Pastoralromanzcvrmcle« cl'Lmoi-e"(Flor. I4'?9, -I.) und eine epische Romanze, wahrscheinlich die erste in ital. Sprache,UG-riü'u (mlrsneo" (Flor, um 149», 4.).

Pulcinella oder Policinell ist der Name einer ital. Maske, welchen Einige voneinem misgestalteten, aber lustigen Bauer aus der Gegend von Svrrcnto ableiten, der um dieMitte des 18. Jahrh. lebte, den Namen Pulcinella deshalb erhalten habe, weil er häufigjunge Hühner (puicineil',) auf den Markt nach Neapel brachte, und nach seinem Tode, alseine dem Volke wohlbekannte Person, zu dessen Belustigung auf das Marionettentheater vonSan-Carlin gebracht worden sei. Andere erzählen folgende Geschichte. Eine Schauspieler-gesellschaft sei zur Zeit der Weinlese zu Acerra angek-mmen, um vor den Weinbauern dort zuspielen, jedoch von einem gewissen Puccio dÄniello, einem hinten und vorn buckligen undbeißend, witzigen Burschen, dem Spaßmacher des Orts, hinwcggcncckt worden. Nach demersten Ärger hätten die Schauspieler beschlossen, von dem Talent des Puccio d'Anicllo Bsr-theil zu ziehen und ihn überredet, in ihre Gesellschaft zu treten. Bald sei er der Liebling derNeapolitaner, und die Figur des Puccio unter dem mundrechk gemachten Namen Pulcinellastehende Maske des ncapolitan. Theaters geworden. Diese Gcschichtchcn scheinen aber er-funden. Archäologen betrachten den Pulcinella als eine neue Modifikation einer altern Maske,deren Abbild sie schon auf alten ausgegrabenen Vasen finden und von den oscischen Atcl-lanen ss. d.) herleiten wollen. Die Kleidung des Pulcinella besteht gegenwärtig in weitenweißwollencn Unterhosen, einem Oberkleide von demselben Stoffe mit weiten Ärmeln, um-gürtet mit einem schwarzen Ledergürtel oder Haarseil; auf das Oberkleid sind Herzen vonrothcm Tuch genäht, und unten ist cs mit einer Franse eingefaßt. Um den Hals trägt er eineLeinwandkrause, auf dem Kopf eine weißwollene Mütze, deren lange Spitze in einen rochenBüschel endigt; drei Viertel des Gesichts sind mit einer schwarzen Maske bedeckt; die Nase istkrumm und spitz, wie ein Vogelschnabel. Auch sigurirt diese Maske, die den bäurischen Dia-lekt spricht, nicht blos auf dem Theater, man steht sie auch in Neapel bei allen Volksfesten,vornehmlich beim Carneval.

Pulo-Pinang oder Prinz-Walcs-Znsel, in Hinterindicn, westlich von derHalbinsel Malakka gelegen, zum Districte Sinkapur (s. d.) und mit diesem zur Präsident-schaft Bengalen gehörig, ist ein Hauptstützpunkt der brit. Macht in militairischer wie in com-mercieller Hinsicht in den dortigen Gewässern. Sie beherrscht den nördlichen Eingang zurStraße von Malakka, hat einen sichern und geräumigen Hafen, ein starkes Fort (CornwalliS)und beschützt so den Handel zwischen China und Indien, sowie die engl. Besitzungen auf derHalbinsel Malakka. P. ist "i '/> UlM. groß, hat 9899» E-, meist Schiffahrt treibende Malaienund Chinesen; die übrigen Bewohner stndBritcn, Niederländer und Portugiesen. George-town, der Sitz des Gouverneurs, zählt über 1299» E. von fast allen Nationen, die an demind. Handel Theil nehmen. Die Insel erzeugt treffliches Schiffbauholz, vielen Pfeffer undNeis, außerdem die meisten Erzeugnisse des ind. Bodens.

Puls (?!>Is,is) nennt man den Stoß, welchen der Finger bekommt, wenn er auf eineSchlagader (s. Gefäßsystem) gelegt wird. Dieser Stoß wird durch das Blut hervorge-bracht, welches bei jeder Zusammenzichung des Herzens (s. d.) aus der linken Herzkammerin die Aorta und aus dieser in die übrigen Arterien des Körpers geht. Der Druck, den daSHerz dabei auf das schon in den Arterien vorhandene Blut ausübt, müßte jedoch in den vcmHerzen entfernter» Theilen bedeutend schwächer werden, wenn er nicht durch die eigenenZusammenzichungen der Arterien und durch den Reiz, den das Blut auf die Wandungenderselben ausübk, mächtig unterstützt würde. Letztere beiden Potenzen werden aber in dem-selben Grade schwächer und stärker als die Energie des Herzschlages durch den Zustand derdas Herz bewegenden Kräfte verringert oder vermehrt wird, und man kann daher den Puls-schlag stets als ein treues Bild des Herzschlages ansehen. Ist nun der Zustand des Her-zens, als des Hauptorgans für das Blutleben, bis zu einem gewissen Grade maßgebend fürden Zustand des ganzen Organismus, so muß auch der Puls in seinen Modifikationen stets