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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
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12 . Pauliner Paulus

dessen Verpflegung; sie sah'nderciche Acten über schwierige Rechtshändcl durch und führteoft in ihrem Regierungscollegium den Vorsitz. Der Ausführung einer von der Fürstin selbst1817 entworfenen Verfassungsurkunde.widersetztcn sich die Landstände; dagegen erhielt sieeinen Beweis allgemeiner Verehrung durch den seltsamen Antrag der Stadt Lemgo, dasbürgcrmeisterliche Amt zu übernehmen, was sie auch that. Durch Einschreiten bewaffneterMacht wußte sie in dcnZ. >812 und >8l8 ihr Ansehen in den Streitigkeiten mit Lippe-Schaumburg (s. Lippe) aufrecht zu erhalten. Nachdem sie am4.Juni >820 dieNegierungihrem Sohne übergeben, starb sie noch in demselben Jahre, am 29. Dcc.

Pauliner, s.Minimen.

Paulinzelle, ein Kammcrgut in der schwarzburg-rudolstädtischen Oberherrschaft,zwei Meilen von Rudolstadt, eine Meile von Schwarzburg, ist geschichtlich merkwürdig durchdas daselbst im I. I > 96 von Pauline, der Tochter des thüring. Grafen Moricho, und ihremmitUdalrich gezeugten Sohne Werner gestiftete Cistercicnser Nonnen- und Mönchskloster,die sich beide bis in das Zeitalter der Reformation erhielten. Dasselbe hatte schon im Bauern-kriege viel zu leiden und wurde >534 durch die Grafen von Schwarzburg aufgehoben, die inden Besitz seiner Güter gelangten. Durch den Blitz wurden nachmals die Gebäude zerstört,doch gehören die noch sehr ansehnlichen Ruinen, namentlich der Kirche, welche in einem wald-umgrcnzten Thale höchst romantisch liegen, zu den schönsten des Thüringcrwaldes. Vgl.Hesse,Geschichte des Klosters P." (Rudolst. >815, Fol.), und Puttrich, -,Die Kirchenund sonstigen Alterthümer der schwarzburg. Länder" (Lpz. 1843, Fol.).

Paullini (Christian Franz), ein Polyhistor seiner Zeit, geb. zu Eisenach am 25.Fcbr.1643, verlor frühzeitig seine Altern und studirte mit Unterstützung derHerzogin-WitweTheo-logie, vorzugsweise aber Medicin auf mehren Universitäten, namentlich auch in Kopenhagenunter dem berühmten Thom. Bartholin. Hierauflebte er in Hamburg, von wo aus er Hollandund England, Norwegen, Schweden, Lappland und Island bereiste. Von der UniversitätWittenberg erhielt er das Magisterdiplom, von der zu Leyden die medicinisch e Doctorwürde,aüchwurde er zum Gekrönten Dichter ernannt, kaiserlicher Notar und l 675 Pfalzgraf. Die ihmvom Großherzog von Toscana angetragcne Professur in Pisa mußte er Krankheit halber ab-lehnen. Inzwischen als Leibarzt des Bischofs von Münster, Bernhard von Galen, in Korvciangestcllt, ernannte ihn dieser 1677 zum Historiographen von Korvci, mit dem Aufträge, dieGeschichte dieses Stifts zu schreiben. Nach dem Tode des Bischofs Bernhard im I. 1678übcrwarf sich P. bei der Derbheit und Gemeinheit seines Wesens mit allen Capitularen der-maßen, daß diese ihn 1681 förmlich austriebcn. Mit den Materialien zur Geschichte vonKorvci wendete er sich nach Braunschweig, wo man ebenfalls sein Erbieten, eine Korvci'scheGeschichte zu schreiben, annahm. Doch auch Braunschweig verließ er 1686, um sich nachseiner Vaterstadt zu wenden, wo er am > 9. Juni 1712 starb. Er war ein eitler, ehrgeiziger,veränderlicher, aber dabei unablässig fleißiger Mann; er hatte ausgebreitetc Kenntnisse, aberdurchaus keine wiffenschaftlichcBildung. Er compilirte die geschmacklosesten Bücher, haschtenach den unglaublichsten Wunderdingen und warf Echtes und Unechtes, Wahres und Un-wahres ohne alle Kritik durcheinander. Abgesehen von der großen Zahl seiner wunderlichenAbhandlungen, z. B. über den Esel, den Maulwurf, die Kröte u. s. w., seinerHeilsamenDreckapotheke" (Franks. 1696) und seinen kurzweiligen Sammelwerken, z. B. denPhi-losophischen Luststunden" (3 Bde.) erwähnen wir von seinen historischen Schriften nur dasXntigiiitittnm germsn. 8)iltÄgnm" (Franks. 1698, 4.), die ,,6eogrs;,Iua oiriosL"(Franks. >699, 4.) und die Ausgaben derLunslss" verschiedener Klöster. Seine Ge-schichte von Korvci erschien nicht im Druck. In Folge der neuerdings von Hirsch undWaitz nachgewicsenen Uncchtheit des zuerst von Wedekind herausgegebenenebroniconcordefen8e" wurde P. Wigand veranlaßt, in P. den Verfasser desselben zu vermuthcn.(S. Korvci.)>

Paulus, der große Hcidenapostel, ursprünglich ein Pharisäer, wurde von jüd. Altern,welche zu Tarsus in Cicilien wohnten und das röm. Bürgerrecht auf ihn vererbten, geboren,und zu Jerusalem, wohin er als Jüngling ging, durch den Unterricht Gamaliel' s (s. d.)in das Studium der jüd. Schriftauslegung cingeweiht. Auch erwarb er sich, wie seine Briefebeweisen , Bekanntschaft mit den griech. Dichtern und Philosophen und trieb daneben, nach