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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
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Pauke Paul I. (Kaiser von Rußland)

sicht in die romantischen Umgebungen der Stadt genießt, hat gegen 13999 E., gute Manu-fakturen in Leinwand und Hüten, trefflichen Weinbau (Juranconwcin) in der Umgegend,nicht unbedeutenden Handel mit geräucherten Gänsckculen und Schinken, welche letzterevon dem Platze der Ausfuhr gewöhnlich Bayonner Schinken heißen, und jährlich eine Messe.Die Stadt besitzt, nachdem die 1723 gegründete Universität in der Revolution aufgehobenworden ist, noch eine 172 l gestiftete Akademie der Wissenschaften, ein College, eine Zcichen-und Handelsschule, eine ökonomische Gesellschaft und eine Bibliothek. Sie war sonst dieResidenz der Könige von Nicdernavarra und noch gegenwärtig zeigt man hier das Königs-haus oder Schloß, wo Heinrich I V. das Licht der Welt erblickte und seine Kindcrjahre ver-lebte. Auch der König von Schweden, Karl Xl V. Johann, wurde in P. geboren.

Pauke (l^mpauum) nannte man im Alterthume jedes mit einer Haut bespanntehohle Instrument, welches mit der Hand oder einem andern Instrument geschlagen wurde.Gegenwärtig versteht man darunter die ursprünglich kriegerische Kesselpauke, die auseinem kupfernen Kessel besteht, über welchen an einem eisernen Reif eine gegerbte Eselshautausgespannt ist, die mittels einiger eiserner Schrauben höher und tiefer gestimmt werdenkann, und mit einem hölzernen Klöppel, der gewöhnlich mit Flanell oder Leder überzogen ist,geschlagen wird. Die Pauke war eigentlich bestimmt, die Grundstimme zu einem Trompeten-chore abzugeben, wird aber jetzt in jedem Orchester bei vollstimmiger Musik angewendet. Umnun die beiden Haupttöne der Tonart, aus welcher geblasen wird, nämlich die Tonica undDominante, zu erhalten, bedient man sich gewöhnlich zweier Pauken von verschiedenerGröße, von welchen die kleinere in den Hauptton, die größere aber in die tiefere Octave derDominante desselben gestimmt wird. Die kleinere Pauke wird nicht höher als k, nicht tieferals K, die größere nicht leicht höher als o und tiefer als V gestimmt. Die Noten werden imBaßschlüssel meist ohne Bezeichnung geschrieben; dabei aber angegeben, in welchen Ton ge-stimmt werden soll. Schon Beethoven aber ließ die Pauken auch anders, z. B. in Octaven,stimmen, und in neuester Zeit hatH.Berlioz eine noch viel erweitertere Anwendung und Be-handlung derselben gelehrt. Wenn die Stimmung der Pauken in ein und demselben Satzewechseln soll, so muß der Komponist die zum Umstimmen nöthigen Pausen geben. Ehemalshatten die Cavalcrieregimenter Pauken, die bei den Garden, zur Auszeichnung, silbern wa-ren und den Fahnen H^ttch geschätzt wurden. Spater behielten sieblos die Kürassiere, beidenen sie aber ebenfalls meistA, Wegfall gekommen sind.

Paul ist der Name von fünf Päpsten. L). 1 ., 757767, der Bruder Stepha-nus' !l., stand mit Pipin und Karlmann in gutem Vernehmen. P. II., 13637 l, eingeborener Venetianer, prunksüchtig und schwelgerisch, bannte Georg Podiebrad, und setztedie Feier des Jubeljahres auf das je 25. Jahr fest. P. III., >53339, vorher Alexan-der Farnese, bestätigte den Orden der Jesuiten und eröffnete das Concil zu Trient. P. IV.,> 555 59 , vorher Petrus Caraffa, der Stifter des Ordens der Th ea tin er (s. d.), pro-testirte gegen den augsburgcr Religionsfriedcn und gegen die Übertragung der KaiserkroneaufFerdinand I. Er hatte durch seine Strenge, seinen Jnquisitionstvn und seine Politikdas Volk und den größten Theil des Adels erbittert. Nach seinem Tode entstanden in Romheftige Tumulte; man zerstörte die Gebäude der Inquisition, zerschlug des Papstes Bild-säulen und erließ vom Capitol ein Bando, welches befahl, Alles, was an P. lV. erinnerte,zu vernichten, und Diejenigen mit Todesstrafe bedrohte, die in Rom das Wappen des Hau-ses Caraffa führen würden. P. V., 169521, vorher Borghese, mußte im Kampfemit der im Geiste des Paul Sarpi (s. d.) handelnden Republik Venedig nachgeben, undwollte die Streitigkeiten über die Gnade sowie über die unbefleckte Empfängniß Mariä durcheinen Machtspruch dämpfen.

Paul Veronese, s. Cagliari (Paolo).

Paul I. (Petrowitsch), Kaiser von Rußland, l 7S6 18VI, geb. am 1 . Oct. 1753,war ein Sohn des unglücklichen Kaisers Pcter's Ul. (s. d.) und der Kaiserin Katha-rina II. (s. d.), und verlebte seine ersten Jahre, ohne Vater- und Mutterliebe zu kennen.Peter III., damals noch Großfürst, wollte ihn, aus Abneigung gegen seine Gemahlin, vonder Thronfolge ausschließcn und soll die Absicht gehabt haben, den Großfürsten Iwan (f.d.)zu seinem Nachfolger zu ernennen. ,AlS aber Peter III. 1762 durch seine eigene Gemahlin