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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
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Patrouille Pau 5

. stellt, eine Suspension ein, und cs übt inzwischen das Patronatsrecht die geistliche Behörde.Völlig verloren geht dasselbe, wenn der Patron der Simonie (s. d.) überführt wird oder dieKirche, auf die sein Recht gegründet ist, verfallen läßt und nicht wiederhcrstellt.

Patrouille. Nicht allein die Sicherung der genauen Ausführung des Dienstes derVorposten (s. Vedctteu), sondern vorzüglich die Nothwendigkcit, sich von der Stellungund den etwanigen Unternehmungen des Feindes in genauer Kenntniß zu erhalten, auch woldie Beschaffenheit einzelner Terraintheile zu erforschen, macht die Aussendung kleiner Trup-pentheile nothwendig, deren Zweck keineswegs rein offensiv ist, sondern nur, ohne selbst be-merkt zu werden, möglichst vollständige Nachrichten einzuziehen. Hierzu dienen diePatrouil-^ len, die in offenem Terrain durch Cavalerie, in durchschnittenem durch Infanterie gebildet,meist durch einen erfahrenen Unteroffizier geführt werden und oft nur aus zwei bis drciMannbestehen, um desto leichter unentdeckt zu bleiben. Haben sie nur allein den Zweck, die Vor-postenkette aufmerksam zu erhalten, so heißen sie Sicherheits-, auch Visitirpatrouil-len. Gehen sie aber über jene Linie hinaus gegen den Feind, so heißen sie Schleich-, auchwol Mausepatrouillcn. Vorzüglich wichtig sind die während des Marsches einer Trup-pcncolonne entsendeten Seitenpatrouillcn, welche auch gewöhnlich in größerer Stärkezusammengesetzt werden, theils um vost dem Feinde minder leicht zurückgcwiesen zu werden,theils um Schleichpatrouillen zu entsenden.

Patru (Olivier), der Wiederherstcller der gerichtlichen Bcredtsamkeit in Frankreich,wurde 1604 in Paris geboren, wo sein Vater Parlamentsprocurator war. Nach vollendetenRechtsstudien ging er auf Reisen und lebte eine Zeit lang in Rom. Erst nach seiner Rück-kehr fing er an zu prakticiren, erlangte aber nun nur um so schneller wegen seiner vielseitigenGelehrsamkeit einen ausgebreiteten Ruf. Selbst Boileau und Racine lasen ihm ihre Werkevor, um sein Urtheil zu vernehmen, und Claude Favre de Vaugclas (s. Fab er) zog ihn beiseinen grammatischen Forschungen zu Rache. Im I. 164 « zum Mitglied der Akademiep erwählt, war er der Erste, der bei seiner Aufnahme eine Danksagungsrede hielt, die so gefiel,ß daß die Akademie beschloß, von jedem Neugewählten fortan eine Antrittsrede zu verlangen.Doch trotz seiner großen Talente und seines Rufes vermochte er cs zu Nichts zu bringen;seine Collegen wurden mit ihrem barbarischen Jargon reich, während er mit seiner Correct-heit und Eleganz darbte. Als er sich zur Veräußerung seiner Bibliot hek genöchMsah, kauftesie Boileau, überließ sie ihm aber zur Benutzung. Zn seinen religiösen Meinungen schloß ersich den starken Geistern an, die damals ihre Lkstone zu verbreiten anfingen. Selbst Bossuetscheiterte mit seiner Bcredtsamkeit, al§"er ihn in seiner letzten Krankheit zu kirchlichen Ansich-ten bewegen wollte. Er starb am 16 . Jan. 1681 . Um sein Verdienst, welches mehr in sprach-lich strenger Richtigkeit und hoher Eleganz, als in Gedankenstärke besteht, richtig zu würdigen,muß man das lak.-sranz. Kauderwälsch der meisten damaligen Juristen kennen. SeineOeu-vres cliverses", bestehend in gerichtlichen Reden, Briefen und einigen Biographien, erschienenzuerst zu Paris 1670 (2 Bdc., 4 .; 3 . vermehrte Ausl., 1714 ; vollständigste Ausg. 1732 ).

^ Pätus ist ein Zuname mehrer röm. Familien. Unter Denen, die ihn führten, sind

^ vornehmlich zwei Römer der Kaiserzeit berühmt. CäcinaPätus wurde als Theilnehmeran dem erfolglosen Ausstande des Statthalters von Dalmatien, Scribonianus, gefangen undim I. 42 n. Ehr. zum Tode vcrurtheilt. Als er zögerte, sich die Brust mit dem Dolche zudurchbohren, gab ihm seine Gattin Arria(s. d.) das Beispiel desMuthes, dem erfolgte.Sein Schwiegersohn, der röm. Senator Publius Thrasea Pätus, aus Patavium,wjrd von Tacitus als einer der wenigen Männer, die in der Neronischen Zeit Tugend,Charaktergröße und Freimüthigkeit besaßen, gefeiert. Da diese Eigenschaften in Nero Furchtund Haß erregten, wurde P. 67 n. Chr. wegen Majestätsverletzung angeklagt und ver-urthcilt, unter Andern,, weil er, als der feile Senat sich zu Glückwünschen gegen Nero wegendes Todes seiner Mutter Agrippina erniedrigte, die Curie, ohne an dem Beschluß Theil zunehmen, verlassen hatte. Die Wahl des Todes, in welchem ihm zu folgen er seine, ihrer Mut-ter gleichgesinnte Gattin, die jüngere Arria, hinderte, wurde ihm freigestellt; wie eine Liba-non für den befreienden Jupiter ließ er sein Blut aus den geöffneten Adern strömen.

Pau, die Hauptstadt des franz. Departements der Nicderpyrcnäen, am Eavc de Pau,über welchen eine sehr hohe Brücke von sieben Bogen führt, von der man eine herrliche AuH-