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7 (1846) Heim bis Juwelen
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606
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606 Jakob I. (Kaiser von Haiti) Jakob (Lnkw. Heiur. von)

neue, trefflich ausgerüstete, auf zehn Kriegsschiffen 2»»»» M. Landungstruppen führendeExpedition gegen die engl. Küste unter Segel gegangen. Noch einmal schien dem Präten-denten die Krone seiner Väter in Aussicht gestellt. Allein die Flotte wurde am Cap Finis-tcrre, gleich der großen Armada, durch einen Sturm zerstreut und mußte im Hafen zu Ca-diz Zuflucht suchen. Dieser Unfall machte den Hof gegen den Prätendenten gleichgültig,und, von Niemand zurückgehalten, verließ er im Apg. Spanien und landete am 25, wiederin Livorno. Im Sept. heirathete er, in Hoffnung auf große Mitgift, Maria Clementine,die Tochter des Polen Jakob Sobieski und der Pfalzgräfin Hedwig Elisabeth. Vom Papstund seinen Anhängern reichlich unterstützt, sowie von England scharf überwacht, lebte erfortan in Rom und ergab sich allmälig bei der Hoffnungslosigkeit seiner Lage Ausschwei-fungen, die ihn nrit.sciner Gemahlin entzweiten. Eine Reihe von Verschwörungsversuchender Jakobiten ging an dem Prätendenten ohne Thcilnahme vorüber. Erst 1727, nach dem ^Tode Georg's I., entschloß er sich, sein Glück wieder zu versuchen. Mit Erlaubniß und Un- !tecstützung des Papstes begab er sich nach Genug, um von da nach England zu gehen,mußte jedoch bald das Unsinnige dieses Schritts einschen. Noch einmal wollte sich endlich ^der franz. Minister Fleury unter Lndwig XV. der Familie Stuart gegen England bedie- !nen und ließ in diesem Sinne 174» derselben Vorschläge machen. I., zu alt und zu ver- !zagt, um an die Spitze einer Expedition zu treten, rüstete >744 seinen Sohn Karl Eduard(s. d.) mit Vollmacht aus. Den Siegen des jungen Abenteurers, der im Sommer >745 inSchottland landete, wurde am 27. Apr. >74» durch die Niederlage bei Culloden (s.d.)und damit allen Hoffnungen der Stuarts (s. d.) für immer ein Ende gemacht. Die letzteZeit seines Lebens brachte I. in Folge von Etikettenstreitigkciten zu Albano zu. Er starbdaselbst am l. Jan. 1768.

Jakob I-, Kaiser von Haiti, s. Dessalines (Joh. Jak.).

Jakob (Ludw. Heinr. von), ein im Fache der Philosophie und der Staatswiffen-schäften verdienter Schriftsteller, geb. zu Wcttin am 26. Febr. 1759, machte seine vorbe-reitenden akademischen Studien aus dem Gymnasium zu Merseburg und dem Stadtgym-nasium zu Halle, wo er auch seit >777 Theologie studirte, 178» Lehrer am Stadtgymna-sium wurde, >785 sich habilitirtc und 1791 eine Professur der Philosophie erhielt. SeitI8»v beschäftigte er sich vorzugsweise mit Philosophie des Rechts und der Gesetzgebung,positivem Recht und Staatswissenschaften, und hielt dann zahlreich besuchte Vorlesungenüber Politik und Nationalökonomie. Die Auflösung der Universität zu Halle im I. > 808bewog ihn, I8V7 einem wiederholten Ruf nach Charkow als Professor der Staatswissen-schaften zu folgen, wo er sich sehr bald mit der russ. Sprache vertraut machte und von derRegierung den Auftrag erhielt, Lehrbücher für den philosophischen Kursus in den Gymna-sien auszuarbciten, deren bis zum I. 18? 2 sechs in russ. Sprache gedruckt erschienen. ZmI. 1809 wurde er nach Petersburg berufen, um an den Berathungcn über Gegenständeder Gesetzgebung Theil zu nehmen, >81» bei der kaiserlichen Gcsetzcommission als Chefder Abtheilung für die Redaction der Criminalgefttze und bald darauf als Mitglied derfünften Abtheilung des Finanzministeriums angestellt. Im I. 1816 nahm er in Rußlandseine Entlassung, wobei er den Titel als Staatsrath erhielt und ihm ein Jahrgehalt aus-gesetzt wurde, und folgte dem an ihn ergangenen Rufe als Professor der Staatswiffcn-sckaftcn nach Halle. Er starb im Bade zu Lauchstädt am 22. Jul. 1827. Von seinenSchriften sind zu erwähnen: „Prolegomenen zur praktischen Philosophie" (Halle > 787)und „Grundriß der allgemeinen Logik u. s. w." (Halle 1788; 4. Aufl., > 8»»), durch dieer viel für Verbreitung der Kant'schen Philosophie wirkte; . „Lehrbuch der Nationalöko-nomie" (Halle 18»5; 3. Aufl., 1825), in welchem er zuerst in Deutschland die Theorie desNationalreichthums als eine von der Staatswirthschaft verschiedene Wissenschaft vortrug;„Grundsätze der Policeigesetzgebung und Policeianstaltcn" (Chark., Halle und Lpz. > 809);„Einleitung in das Studium der Staatswissenschaften" (Halle >819); „Entwurf einesCriminalgeschbuchs für das russ. Reich" (Halle 1818); „Staatsfinanzwissenschaft" (2Bde., Halle 1821; neue Aufl., von Eiselen, 1836). Die von ihm herausgcgebenen„Lssuis pbilosopbi^uss «ur I'iinnime, ses principaur rapports et sa clestinös" (Halle