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Italienische Sprache und Literatur
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Marsilius F-icinus (s. d.), Pico von Mirandolals. d.), Cristoforo Landini (s.d.)Eiov. Cavalcanti (s. d.), Leo Battista Alberti (s. d.) und so vielen Andern Gele-genheit, sich bei ihm regelmäßig zu versammeln, und zwar in der ausdrücklichen Absicht,um sich gegenseitig im Studium der Platonischen Philosophie zu fördern. Diese Gesell-schaft, die nach Cosimo's Tode im Hause des berühmten Bcrnardo Nucellai zusammenkam.legte sich den Namen der Platonischen Akademie bei und seitdem wurde das Wort Akade-mie in Italien gewöhnlich, um solche Gesellschaften von Freunden der Künste und Wissen-schäften, die sich zu regelmäßigen Zusammenkünften verbanden, zu bezeichnen. In Romentstand die Akademie d?s Cardinal Bessarion, welche sich mit Gegenständen der Moralund der Philosophie beschäftigte, und die Akademie des Pomponio Leto, welche die erstehumanistische ist. Bald aber wurden sie verketzert. Daß man ihnen hochverräterische Ab-sichten Schuld gab, z.B. Ermordung des Papstes und dergleichen, war, wie es scheint, nur ei»Vorwand, ihre Verachtung des christlichen Glaubens, ihre Vorliebe für das Heidenchumwar der wahre Grund, weshalb Paul II. die Akademie aufhob und ihre Mitglieder gefan-gen nehmen und der Tortur unterwerfen ließ. Auch Platina wurde damals gefoltert undder Papst selbst warf ihm vor, daß er und seine Freunde Platonische Lehren denen derKirche vorzögen und über die Unsterblichkeit der Seele verderbliche Meinungen hegten. ZnNeapel bildete sich eine andere Akademie unter den Auspicien des Königs Alfons, an den»Spitze Ant. Panormitano stand, zu der Laur. Valla und andere namhafte Humani-sten gehörten und die nach dem Namen ihres zweiten Präsidenten Pontano die ^ccsdeim»<!el ?ont»no genannt zu werden pflegt. Pontano veränderte seinen Vornamen Giovanniin Jovianus, und Sannazar und andere Süditaliencr folgten diesem Beispiele; man wolltenichts Christliches, Barbarisches an sich dulden. In Venedig stiftete der ältere Aldus Ma-nuz ins eine Akademie von Männern, die ihm bei seinen Ausgaben der Klassiker behülf-lich waren und unter denen der Grieche Marco Musuro, dann Pietro Bembo (s.d.) undMario Sanuto vorzüglich glänzten. Auch in Ferrara, in Forli und an andern Orten ent-standen Akademien. Unter den Lehrern des Lateinischen und Griechischen waren die-erstenund einflußreichsten der Zögling des Petrarca, Giovanni da Naven na, von welchemdamals gesagt wurde, es seien aus seiner Schule berühmte Italiener in solcher Menge hcr-vorgegangen, wie aus dem trojan. Pferde die herrlichsten der Griechen; Manuel Chry-soloraS (s. d.), der in Florenz seit 1398 Griechisch lehrte, Guarino (s. d.) von M-rona, der in beiden Sprachen von >436—60 zahllose Schüler bildete, dann Georg vonTrapezunt, gest. 1-181, Joh. Argyropulos, gest. I486, Theodorus Gaza (s. d.), gest-1418 , Joh.Bessarion (s.d.), gest. 1-172, Georgius Gemistus Pletho (s. d.), derSici-lianer Givv. Aurispa, der gricch. Handschriften sammelte und in Bologna, Florenz und Fer-rara öffentlich lehrte, Gasparino von Bargizza aus der Gegend vonBergamo, der inPavia, Venedig, Padua und Mailand die lat.Classiker erklärte, der CamaldulenserabtAm-brogio Traversari, LeonardoBruno ausArezzo, Franc. Iilclfo, der kühne LaurentiusValla (s.d.), Nicol. Pcrotto, Poggio, Beroaldo der Ältere und Angelo Poliziano(s. d.). Der Eifer, den Petrarca geweckt hatte, die Denkmale der alten bildnerischen Kunstzu erforschen, wurde immer lebendiger. Ciriaco von Ancona, der <433—35 ganz Ita-lien durchreiste, eröffnete den Neigen mit seinem antiquarischen „Itiiierario"; der FlorentinerPoggio (1440), Bionde Flavio (1481), Pomp. Leto, der Stifter der archäologischenAkademie in Rom, Raff.Maffei (s.d.) ausVolterra, Andr. Fulvio u.A-beschrieben dieAlterthümcr der Stadt Nom in Werken, denen meist noch wenig Kritik inwohnt, die aberwegen vieler Nachrichten über seitdem untergcgangene Denkmale noch immer wichtig sind.
Der monarchische Grundsatz des Papsithums war inzwischen ebenso wie der des Kai-serthums mit den aristokratischen Bestrebungen der Bischöfe, die gleich den Fürsten Deutsch-lands eine souveraine Stellung einzunchmen trachteten, in Streit gerathen. Die Concilienvon Konstanz und Basel erschütterten das päpstliche Ansehen und es fruchtete gegen dieschnell um sich greifende Vorstellung von der Gesetzgebenden Macht der Bischofsversamm-lungen wenig, daß das Concilium von Florenz und die fünfte Lateransynode, welcheJulius ll. I5l2 veranstaltete, das unbedingte Ansehen des röm. Stuhls behaupteten.Mehre Schriften wurden über diesen Gegenstand gewechselt; die Dominicaner bockten für