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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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^30 Indolenz Jndnction

des Zoroaster'schen Glaubens, neigt sich mehr zu den semitischen Sprachen. 3) Die Pelas-gischen Sprachen oder das Schwesterpaar der griechischen und lateinische»Sprache (s. Griechische Sprache und Römische Sprache), aus deren erstem dieNeugriechische Sprache (s. d.) hervorgegangen ist, während aus der letztem, mit wel-cher die Sprachen der Umbrer, Sabeller, Osker, nahe verwandt waren, die weitverbreitetenRomanischen Sprachen (s. d.) hervorgingen. 4) Die Sprachen des Volksstamms derKelten (s. d.), jetzt nur noch im westlichsten Europa erhalten, die in zwei Hauprastcn, de»,britischen, der sich in die w elsche Mundart in Wales, dieco rnische in Cornwallis,die armoricanische in Klein-Bretagne, und dem gaelischen, der sich in die irischeMundart der Irländer, die ga elische der Hochschotten, und die mankische auf der In-sel Man verzweigt. 5) Die Germanischen Sprachen (s. d.) mit dem Gothischen(s. Goth en) an ihrer Spitze. 6) Die Slawisch en Sprachen (s. d.), in ältester Fon»,wie es scheint, in dem Preußisch-Lithauischen nebst dem Lettischen; die übrigenscheiden sich in die südöstlichen und westlichen. Zu den erstem gehören das Russische imgroßruss., kleinrufs. und weißruss. Dialekt, die Bulgarische Sprache (s. d.) und zwardie Kirchensprache (s. d.) oder das Cyrillische und das Neubulgarische, die Sprachender illyrischenSlawen, nämlich die Ser bische Sprache (s.d.), das Kroatische, das Kärnt-nisch-Slowenzische; die westlichen bestehen aus derPol irischen Sprache (s.d.) mit demNebcndialekt der Kassubcn, dem Czechischen in der böhm.-mährischen und der ungar-slowakischen Mundart, und dem Lau sitzi sch-Ser bischen in den Mundarten der ober-und Niederlausitzer Wenden. Eine tief begründete Durchforschung dieses ganze» Sprach-ftammes verdanken wir den Bemühungen Bopp's in seinerSprachvergleichenden Gram-matik" (-t Abtheil., Berl. 183312, 4.), an die sich die Arbeiten Pott's u. A. rühmlichanschließen. Die neuern Bemühungen, die Verwandtschaft dieses Sprachstammes auchauf die semitischen, koptischen, malayischen und kaukasischen Sprachen auszudehnen, habenwenig Anklang gefunden.

Indolenz, eigentlich Schmerzlosigkeit, bezeichnet überhaupt Empfindungslosigkeit,Unempfindlichkeit, Gleichgültigkeit, Trägheit. Die Fähigkeit nämlich des lebenden Wesens,von außen Eindrücke zu empfangen und dadurch zu Lust und Schmer; bestimmt zu wer-den, hat verschiedene Grade. Den Mangel oder vielmehr eine große Schwäche derselbennennen wir Empfindungslosigkeit, Unempfindlichkeit oder auch Apathie (s. d.). DieseSchwäche ist entweder natürlich und mehr physischen, oder entstanden durch Abstumpfungder Empfindungsthätigkeit und .daher mehr psychischen Ursprungs. , Die Unfähigkeit, ineine innere Bewegung gesetzt zu werden, die gewöhnlich in Folge des Übergewichts desVcr-standes entsteht, der ruhig und kalt die Gegenstände so zergliedert, daß er den Eindruck der-selben verliert, neNnt man Gefühllosigkeit, und den Zustand der Gefühllosigkeit und Un-empfindlichkeit für gewisse Gegenstände oder Ereignisse Gleichgültigkeit. Inwiefern end-lich ein hoher Grad der geistigen Lebcnsthätigkeit auch meist mit einem hohen Grade oonKraft und Regsamkeit im Handeln, ein niedriger Grad dagegen von Unentschlossenheit undLangsamkeit im Handeln begleitet ist, so wird Indolen; auch für Trägheit gebraucht, »ntder sie in genauer Verbindung steht.

Indossement oder Jnd osso, vom lat. inclassare, d. i. aufdcmRücken übertrage»,nennt man die Übertragung eines Wechsels oder einer Anweisung auf einen Andern, dievon Seiten des Remittenten auf der Rückseite des an seine Ordre gestellten Papiers be-merkt wird. Häufig nimmt man Indossement und G i ro (s. d.) für gleichbedeutend, wah-rend doch eigentlich durch das Indossement der Wechsel zum girirten Wechsel und in b>r-culation gesetzt wird. Indossant heißt Der, welcher den Wechsel überträgt, Indossa-tar, auf welchen er übertragen wird, und Indossat, welcher die Zahlung zu leistenhat. Der Indossant ist gleich dem Aussteller des Wechsels verpflichtet, wenn der In-dossat nicht zahlt, dem Jndossator den empfangenen Betrag oder den Werth des Wechsels,dieVa luta (s. d.), sofort nach erfolgtem Beweise, daß der Indossat nicht gezahlt habe, u>-rückzuzahlen. (T. Wechsel.)

Hnductwn heißt in der Logik das Verfahren, durch welches man ein Merkmal, dasman an einer Mehrheit von Dingen einer Art gefunden hat, bei allen Dingen derselben