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an, statt in lat. Sprache in der Ii»F»a voi^are zu improvisiren. Großen Nuferlangte Sil-vio Antoniano, > 5,uv zu Rom in nicdermStande geboren, durch seine Talente aber zurWürde eines Cardinals erhoben, ein gelehrter Kenner der alten Sprachen und in allenWissenschaften wohl bewandert, der wegen seines Talents zu improvisiren den BeinamenPoetin» erhielt. Einer der berühmtesten Improvisatoren aber war der Ritter Perfetti,geb. >680 zu Siena, gest. zu Rom >747, von dessen improvisirten Gedichten 1748 zweiBände erschienen. Unter Benedict XIV. wurde er auf dem Capitol als Dichter gekrönt, wel-eher Ehre bis dahin nur Petrarca und Tasso würdig erachtet worden waren; später verliehman chm sogar das röm. Bürgerrecht und fügte seinem Wappen die Lorberkrone bei. AuchMekastasio (s. d.) zeigte von früher Jugend an ein seltenes Jmprovisationstalent, dessenAusübung er jedoch aus Rücksichten auf seine Gesundheit unterlassen mußte. Andere be-rühmte ital.Improvisatoren waren Zu cco, der l 76-1 zu Verona starb und an dem AbbateLorenzi einen würdigen Zögling und Nachfolger hinterließ; der Advocat B er n ard i inRom, Ludov. Serio und Ludov. Nossi, die Beide 1799 in Neapel hingerichtet wurden;ferner Francesco Gianni, geb. 1769, der wegen seines glühenden Republikanismus vonden Russen in Cattaro eingesperrt, nach seiner Befreiung aber, im I. 1899, von Bona-parte mit einer Pension von 6999 Francs beschenkt wurde, und Tommaso Sgricci, geb.zu Arezzo 1798, gest. zu Floren; am 23. Aug. 1836, der von dem Großherzog von Tos-cana für seine Improvisation auf den Tod der Maria Stuart 2909 Francs und eine Pen-sion von 2499 Francs erhielt, und dessen zu Turin improvisirtes Trauerspiel „Lector" derStenograph Delpino (Tur. 1823) im Druck erscheinen ließ; Cicconi, derzuNomI82Seine ganze Epopöe improvisirte, und der auch in Deutschland durch seine Reisen bekanntgewordene Bindocciaus Siena. Unter den mit Jmprovisationstalent begabten Frauensind aus früherer Zeit Cacilia Micheli von Venedig, Giovanna da' Santi und dieBarbara von Correggio berühmt. Keine jedoch wurde mehr gefeiert als MaddalenaMoralli Fernandez, aus Pistoja, in der Akademie der Arkadier Corilla Olim-pica genannt. Vom Kaiser Franz l. nachWien berufen und daselbst vielfach ausgezeichnet,dann 1776 öffentlich in Rom gekrönt und von dem röm. Senate zu einer Mobile cittaäinsernannt, lebte sie später in Florenz, wo sie 1899 starb. Nächstdem sind noch als Jmprovi-satricen zu erwähnen Teresa Bandettini, geb. zu Lucca um >756, Fortunata Sul-gher-Fantastici aus Livorno, Rosa Taddei, geb. zu Nom 1891, besonders aberMazzei, geb. Lanti, welche an Ergiebigkeit der Phantasie, Neichthum und Reinheit desAusdrucks, wie im Wohlklange und in Regelmäßigkeit der Verse Alle überragt. Von jeheraber erschienen die gedruckten Werke der bewundertsten Improvisatoren nicht über demMittelmäßigen; Perfetti war deswegen klug genug, bei seinem Leben nicht zuzugeben, daßetwas von ihm gedruckt werde. Auffallend ist es, daß die meisten Improvisatoren in Tos-cana oder Venedig, namentlich in Siena und Verona, geboren sind, und daß dieses Talentsich bis auf die Gegenwart an diesen Orten fortgepflanzt hat. — In Deutschland, woBvlkscharaktex und Sprachform der Improvisation nicht günstig sind, findet sich fast nurin Steiermark und Tirol einiges Talent für die Stegreifdichtung. Unter den Wenigen, diedamit öffentlich auftraten, ist als der vorzüglichste hervorzuheben O. L. B. Wolfs ausAltona, gegenwärtig Professor in, Jena, der bei seinem ersten Auftreten im I. 1825 vielesAufsehen erregte, jetzt aber diese Öffentlichkeit aufgegcben hat; ferner sind zu nennen MLangen schwarz, der cs sogar wagte, mit ital. und franz. Improvisatoren Wettkämpfeunzugehcn; K. Richter; Frau Karoline Leonhardt-Lyser undEd. Beermann.—3» Frankreich versuchte sich seit 1824 in der Improvisation Eugene de Pradel, dembesonders kleine Gedichte, namentlich die sogenannten bouts rimes trefflich gelangen, und'»Holland Willem de Clercq, geb. zu Amsterdam 1793, der jedoch nie öffentlich austrat.
Imputiren, soviel als zurechnen. (S. Zurechnung.)
Jnächus, einer der ältesten Heroen der Cultur, der Sohn des OceanuS und der Te«W, der Vater des Phvroneus und Ägialeus, nach Einigen auch der I o (s. d.), war derStammvater des ältesten Königsgeschlrchts von Argos, welches 382 Jahre, bis 1511 oder^ v. Chr. blühte. Sein Mythus verschmilzt häufig mit dem des gleichnamigen Flusses.Alseinst Poseidon und Here über denBesitzvon Argos stritten und I., hierbei zum Schieds-