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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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403
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Ikosaeder Ilgen 463

Ikosaeder nennt man in der Geometrie im weitem Sinne jeden eckigen Körper vonSN Seitenflächen, im engem Sinne aber denjenigen regulairen Körper, der durck 2» gleich-seitige und congruente Dreiecke begrenzt wird und zwölf Ecken, 30 Kanten, 36 Diago-nalen hat.

Jldefonso (San), eine kleine, angenehm gelegene Stadt am nördlichen Abhangedes Guadaramagebirgs in der span. Provinz Segovia, hat etwa 5000 E., eine große vonPhilipp V. gegründete königliche Spiegelfabrik, welche die größten, jedoch in Hinsicht derPolitur denen von St.-Gobin und Venedig nachstehenden Spiegel liefert und eine in denachtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts angelegte Leinwandmanufactur. Die größteSehenswürdigkeit daselbst aber ist das Schloß Lagranja, wo der Hof während der Som-mermonate sich aufzuhalten pflegt. Dasselbe wurde von Philipp V. erbaut und soll nebstseinen Umgebungen einen Aufwand von 45 Mill. Piastern verursacht haben. Die Haupt-ftite hat eine Länge von 530 F. Zn den untern Zimmern findet sich die ausgezeichnete An-tikensammlung, welche einst der Königin Christine von Schweden gehörte. Die Kirche,welche sich in dem Schlosse befindet, ist überreich an Gold, Silber und Edelsteinen. In demherrlichen Garten, auf welchen das Schloß die Aussicht hat, finden sich großartige Alleen,ausgezeichnete Wasserkünste und zahlreiche schöne Statuen. Bekannt ist das Bündniß vonSan-Zldefonso, welches am 10. Aug. >796 zwischen Frankreich und Spanien geschlossenwurde. Eine neue Berühmtheit erlangte das Schloß Lagranja durch M Revolution derGarden in der Nacht vom l 2. zum > 3. Aug. 1836, welche die Königin-Regentin zwangen,die Constitution von I8i2 zu proclamiren. (S. Spanien.)

Ilefeld oder Ilfeld, ein Flecken im Königreich Hannover, an der Südseite desHarzes, mit etwa 600 E-, verdankt seine Entstehung dem Grafen Jlger zu Hohnstein undseinen noch gegenwärtigen Ruf dem Gymnasium, welches, zuerst als Klosterschule, 1550aus dem daselbst l lOO gestifteten Prämvnstratenser-Mönchskloster hervvrging, zur Zeitdes Königreichs Westfalen aufgehoben, dann aber wiederhergestellt wurde, und gegenwär-tig 40 Zöglinge zählt. Östlich von Z. liegt der Bielstein mit der Bielshöhle (s. d.), süd-lich die Zlburg, im 12. Jahrh. der Sitz der Grafen von Hohnstein; nordwestlich lag dieHarzburg, die aber nicht mit der Harzburg (s. d.) am nördlichen Abhange des Harzes zuverwechseln ist. Vgl. Lenckfeld,^ntiyuitates lllel<ienses" (Quedlinb. 1709, 4.) und För-siemann,NomimLntL rer. Ilkelcken»." (Nordh. 1843).

Ilgen (Karl Dav.), ein durch praktische Kenntnisse ebenso wie durch gründliche Ge-lehrsamkeit ausgezeichneter Schulmann, geb. am 26.Febr. 1763 zu Burgholzhauscn in derjetzt preuß. Provinz Sachsen, erhielt seine erste Bildung auf der Stadtschule zu Naumburgund widmete sich dann auf der Universität zu Leipzig dem Studium der Theologie und Phi-lologie. Sehr bald erwarb er sich in der classischen und oriental. Literatur einen so ehren-vollen Namen, daß ihm bereits 1790 das Nectorat der Stadtschule in Naumburg upd1794 eine ordentliche Professur der oriental. Sprache an der Universität zu Jena übertra-gen wurde, worauf er 1802 dem Rufe als Rector der damals sächs., jetzt preuß. Landes-schule zu Pforta folgte, der ihm vorzüglich durch Reinhards Vermittelung, nicht ohne Wi-derspruch der damaligen, streng altgläubigen Behörden, zu Theil wurde. Hier trat er alskräftiger und strenger Reformator der in jener Zeit verfallenen Schulzucht auf und hat indieser Beziehung Außerordentliches geleistet. Während seiner ganzen Amtsführung be-währte er sich als einen ernsten Freund der alten Zucht, ohne jedoch als ein Feind und Stö-rer der harmlosen jugendlichen Freuden zu erscheinen. Kränklichkeit halber sah er sich 1830genöthigt, seine Entlassung zu nehmen, wendete sich 1831 nach Berlin und starb dort, nach-dem er vorher erblindet, am 17. Sept. 1834. Als Schriftsteller trat Z. zuerst auf durchdie Abhandlung(lliorus graec. trsAicus czuslis kuerit et <juare esu» usus bcxlie revocsriv«Meut" (Lpz. 1788), welcher später seine zwei vorzüglichsten philologischen Werke, dieBearbeitung derLxuilii komerici" (Halle 1796) und der8oolia sivecarmma convivs-öa krseeornm" (Jena 1798) folgten, sowie auch seine letzte Schrift^oimaäversiouespbiloIg^jLgtz et eriticae ia carmeu Vir^iliunum, <juoöl(7opa iuseribitur" (Halle 1821, 4.)tiefe und ausgebreitete Gelehrsamkeit beurkundet, die hier und da nur die Beachtung der