Druckschrift 
7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
Seite
387
Einzelbild herunterladen
 

Japetus Jason 387

> Bombardement durch den Pascha Ali imJ. I820litt die Stadt ungemein, auch wurden da«

' male die Gebäude der Schulen zu Grunde gerichtet, die jedoch seitdem wicderhergestellt sind.

Japetus, ein Titan, der Sohn des Uranus und der Gäa, vermählte sich nach Apol-lodor mit der Tochter seines Bruders Oceanus, Asia, und zeugte mit ihr den AtlaS, Pro-1 metheus, Epimetheus und den Menötios. Nach Andern hatte er die Klymene, ebenfalls! eine Tochter des Oceanus, oder die Tethys, seine Schwester, oder die Asopis oder Libya zur

> Gemahlin. Als Vater des Prometheus steht er an derSpitze der hellenischen Stammtafel.

Jarbas, König und Priester der Getuler in Nordafrika, der Sohn des JupiterAmmon und einer libyschen Nymphe, erbaute seinem Vater viele prächtige Tempel. Gegendie Dido (s.d.) war er so zudringlich, daß diese sich nur durch den Tod vor ihm retten konnte.

Järta (Hans), ehemaliger schweb. Staatsminister, geb. am 11. Febr. 1774, der

> Sohn des Generallieutenants Freiherrn Karl Hjerta, studirte in Upsala und war seit>700 in der königlichen Kanzlei angesiellt, als er in Folge der auf dem Reichstage im I.1800 zwischen dem Könige und dem Adel eintretenden heftigen Spannung denjenigenAdeligen sich anschloß, welche dem Adelstande entsagten, aus dem Dienste des Königs tratund den Namen Järta annahm. Er bekleidete eineStelle bei dem Assecuranzcomtoir zuStockholm, als die Revolution von > 800 ausbrach, in Folge deren er als Staatssecretairdem Handels- und Finanzdepartement vorgesetzt wurde. Nachdem er > 8 ll seine Entlas-sung aus dem Ministerium genommen, ging er 1812 als Landeshauptmann nach FalunAuch diese Stelle gab er >822 auf und lebte nun als Privatmann in Upsala, wo er derakademischen Bildung seiner Söhne eine vorzügliche Sorgfalt widmete, und dann wiederin Stockholm, wo er 1837 als Chef des Neichsarchivs angestellt wurde. In Folge des To-des seines Sohns Thomas zog er sich >842 von allen öffentlichen Geschäften zurück undlebt gegenwärtig auf dem Lande in tiefer Einsamkeit. Bereits I8l9 wurde er Einer derAchtzehn der schweb. Akademie, >820 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und >832Mitglied der Akademie der Geschichte und Alterthümer. Er ist ein erklärter Feind des mo-

>' deinen Liberalismus und ein entschiedener Ultra, wie er früher dem Despotismus muthigentgegcntrat. Seine Grundsätze hat er in seiner ZeitschriftOdalmannen" (Falun > 82223) ausgesprochen. Mit Ecijer verfocht er damals das der Classicität bei dem Schul-unterrichte gebührende Übergewicht, während Tegne'r, Agardh, von Hartmansdorff u. A.für die Realien stritten. Von gründlichen Quellenstudien zeigt seine >838 von der Aka-

> demie der Geschichte und der Alterthümer gekrönte Geschichte der juridischen Wissenschaftin Schweden während des >7. Jahrh. Seine Gedichte lassen hinsichtlich des rhetorischenSchmucks und des Ausdrucks wenig zu wünschen übrig, ermangeln aber der Phantasie undecht poetischen Anschauung. Sein ältester Sohn, Karl Tho m. I., geb. zu Stock-holm am 2. Sept. 1802, früher Lcctor am Gymnasium zu Westeras, seit 1840 Professorder Beredtsamkeit an der Üniversität zu Upsala und bekannt als Verfasser einiger von derAkademie gekrönten Preisschriften, starb am 8. Nov. 1841.

Jasion, der Sohn des Zeus und der Elektra, der Tochter des Atlas, ein Bruder desDardanus, nach Andern der Sohn des Korythos und der Elektra oder des Jlithyios, oder- auch des Minos und der Nymphe Phronia, war von so ausgezeichneter Schönheit, daß! auf der Hochzeit seiner Schwester Harmonia mit Kadmus sich Demeter in ihn verliebte,f Als er ihre Liebe auf einem dreimal geackerten Felde genossen, wurde er vom Zeus durcheinen Blitzstrahl getödtet. Nach Später», außer Ovid, der ihn bis ins höchste Alter alsGemahl der Demeter leben läßt, erschlägt ihn Dardanus, oder er wird von seinem eigenenGespann getödtet. Auch erzählt man, daß er mit seinem Bruder aus der Heimat durchi eine Wasserflut vertrieben nach Samothrake gekommen sei, wo ihn Zeus selbst in dieMysterien der Demeter eingeweiht habe. Das Ganze ist jedenfalls eine Feldbausage, undI. in den samothrazischen Mysterien Das, was Triptolemus in den elepsinischen.

Jason, ein Heros des alten Griechenlands, war der Sohn des Ason, Königs vonJolkus in Thessalien, und der Polymede, nach Andern dcr Polymele, Alkimede oder Poly-s Pheme, und hatte den Centaur Chiron (s.d.) zum Lehrer. Schon als Jüngling wohnte erder Eberjagd bei Kalydon (s.d.) bei. Als sein Vater, noch eheJ. volljährig geworden, die

25*