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predigte. Mit einer Bedeckung des Königs Wenzel und dem Geleitsbrief des KaisersSigismund wie im Vertrauen auf seine Nechtgläubigkeik, ging er 1414 nach Konstanzzum allgemeinen Concil. Nachdem er am 3. Nov. daselbst angelangt, wurde er am 28.,trotzder Einsvrüche des böhm. und poln. Adels, verhaftet und nun angeklagt, verhört, aber nichtgehört. Im Hauptverhöre, am <>. Juli 1415, wurden ihm 3!» Sähe aus seinen Schriftenvvrgclese», die er entschieden und freudig als die scinigen anerkannte, deren Widerruferaber, bis er aus der heiligen Schrift widerlegt sei, standhaft verweigerte. Darauf erfolgtedie feierliche Verdammung seiner Seele, seines Leibes, seiner Schriften zum Scheiterhau-fen. Der Kaiser brach ihm sein Geleit; noch am 9. Juli wurde er lebendig verbrannt undseine Asche in den Rhein geworfen. Vgl. „kkisloria et moniimenta .lob. Hussi atguo Ikie-rnnzmi l'ruF." (2 Bbe., Nürnb. 1558, Fol.); Zitte, „Lebensbeschreibung des 5kag. Ioh.
H. " (2 Bde., Prag 1789—95) und Zirn, „Joh.H. auf dem Concil zu Kostnitz" (Lvz. > 836).'
-Hnsstten nannten sich die Anhänger des Huß(s. d.), die ihn gleich dem Hierony-mus von Prag als Märtyrer verehrten und, die Anordnungen und Bannflüche des Con-cils verlachend, an Priestern und München schrecklich rächten. Ihr Bundeszeichen wurdeder Kelch, den sie, wie schon Jacobus de Misa gefedert hatte und was von Huß gebilligtwurde, auch den Laien reichten, und König Wenzel IV. räumte ihnen 1417 mehre Kirchen ein.Nach Wcnzel's Tode, am > 3. Aug. > 419, verweigerten die meisten Stände seinem wortbrü-chigen Bruder, Kaiser Sigismund, die Huldigung, und des Cardinallegaten, Ioh. Domi-nico, päpstliche Instruction zu gewaltsamer Bekehrung brachte Aufruhr hervor, und esfolgten nun Anarchie und Bürgerkrieg. Klöster und Kirchen wurden cingeäschert, Priesterund Mönche ermordet. Tie Hussitcn trennten sich in die mildere Partei der Calixtincr(s. d.), und in die strengere der Taboritcn, so genannt nach ihrer Festung Labor (s. d),und geführt von dem erblindeten Ioh. Zizka (s.d.) von Trocznow, dessen Unterbefchls-haber Nikolaus von Hussinccz das kaiserliche Heer unter Führung des abtrünnig geworde-nen Ulrich's von Rosenberg l >29 von Tabor zurückschlug. Die Calixtincr, die Ruhe desReichs wünschend, trugen erst dein Könige Wladislaw von Polen, dann dem GroßfürstenVitold von Lithauen, zuletzt dessen Neffen Koribut die Krone Böhmens an. Zizka verwei-gerte seine Zustimmung, wodurch es zur vollständigen Trennung beider Parteien kam. Znden I. 1429 und 1421 stellten beide in besonder»Artikeln ihreSeparatlehre auf. DieTo-boriten verwarfen unbedingt alle Satzungen der Kirche, die nicht buchstäblich aus der heili-gen Sckrift erwiesen werden konnten. Doch handelten beide Parteien in gemeinsamer Ge-fahr vereinigt gegen de» gemeinschaftlichen Feind. Zizka schlug > 422 die Kaiserlichen bciDeutschbrot (s. d.) und fortwährend in kleinen Gefechten, und Prag stettcte sich >->-)nur durch einen barten Frieden vom Untergange. Nach Zizka's Tode > 124 stand der großeProcopius (s. d.) an ihrer Spitze und der kleine Procopius leitete ihre Kriegsrügc. Z>>>
I. 1427, wo Koribut der Krdne entsagen mußte, sowie im I. 1431 erfocht Procopius bäMieß und Tachau entscheidende Siege über die söldnerischen Kreuzhcere des Deutsche»Reichs, und wurde nun bis 1432 den benachbarten Ländern durch verwüstende StreisiWfurchtbar. Nachdem die Kirchcnversammlung ;u Basel durch Kaiser Sigismund mit denUnbesiegten I 133 in Unterhandlung getreten, kam es mit den Calirtinern zu einem Ver-gleiche, den sogenannten Prager Cvmpactaten. Die Laboriten und Waisen, wie sich TR-jenigcn nannten, welche Zizka für unersetzlich hielten, verachteten diesen Vergleich, wur-den aber in der Schlacht bei Böhmischbrot am 3». Mai 1434 von den mit den Calirtinernvereinigten Katholischen vollständig besiegt. Im Vertrage zu Jglau im I. >436 bestätigteder Kaiser Sigismund jene Cvmpactaten und verbürgte religiöse und politische Freiheit.Doch der Bürgerkrieg dauerte fort, bis König Wladislaw auf dem Landtage zu Kuttenbergim J. >485 einen Ncligionssrieden stiftete, durch welchen die Calixtincr wie die Kathoü'scheu in ihrem Besitzstände gesichert werden sollten. Die Taboritcn verloren sich« später »iden aus ihrer Mitte entstandenen Böhmischen Brüdern (s. d.). Vgl. „Geschichte derHussiken" (Lpc. >783) und Schubert, „Geschichte des Husfitcnkriegs" (Neust. > 825).
Husten (t»«üi-Z nennt man das schnelle Ausstößen der Luft aus den Lungen, wobeimittels der, gleichzeitigen Verengerung der Stimmritze das Hustcngcräusch entsteht,die innere Überkleidung der Respirakionsorganc, namentlich der Luftröhre, durch jeden ße