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Hunnen 359
Vauban in der zweiten Hälfte des I7.Jahrh. befestigen, später cineBrncke über den Rheinschlagen nnd auf deutschem Boden, da, wo gegenwärtig das Dorf Klei nhü ningcn mitetwa 100 E. steht, einen Brückenkopf anlcgcn ließ. In Gemäßheit der Friedensschlüssevon 1007, 1711 und 1755 mußten zwar die Franzosen den lchtern schleifen, doch schon>741 legten sie ihn aufs neue an und ebenso, nachdem er >751 abermals abgetragen wor-den war. Im 1.1706 wurde derBrückenkopfvon den Ostreichern unter Erzherzog Karl ge-nommen. Jm J. 1815 nahmen dieÖsireicbcr die Festung, worauf die Werke geschleift wur-den, die nichtwiederherzusicllen, Frankreich im Zweiten pariser Frieden sich verpflichten mußte.
Hunnen, ei.n asiat. Volk, das nach der Zerstörung des griech. sogenannten Bospora-nischen Reichs in der Krim und nach der Besiegung der Alanen, mit diesen vereint im I.575 den Don überschritt, das gothische Reich Ermanrich's (s. Gothen) zertrümmerte unddamit in die abendländ. Geschichte cintrilt. In viele Horden gcthcilt, die voneinander un-abhängig unter ihren Stammhäupkern standen, von denen Balamir zuerst genannt wird,wohnten die Hunnen hierauf in den weiten Ebenen von der Wolga bis zur Donau, wo derName der Scythen nun durch den ihrigen verdrängt wurde. Nach den alten Schriftstellernwaren sie von dunkler Farbe und abschreckender Häßlichkeit; schamlose Wollust, Grausam-keit und Raubsucht machten sie zum Schrecken der Völker, die ihre verwüstenden Naub-züge trafen, welche sich in Asien vom Kaukasus bis nach Syrien, in Europa über die Do-nau nach Thrazien erstreckten, wo schon unter Arcadius Uldin, einer ihrer Fürsten, bis anKonstantinopel streifte. Sie waren Nomaden, alle beritten und vortrcfflichcBogenschützcn;Herden ihr hauptsächlicher Rcichthum, Zelte nnd Hütten ihre Wohnung. Auf dem linkenDonauufcr nahmen sie die Ebenen an der Theiß ein, wo nachher Attila sein Hoflagcr hatte,und auf dem rechten wurde ihnen das Land zwischen der Drau und S« ve von dem oström.Hofe überlassen, der sich hierdurch, wie durch Geldgeschenke, vor ihren Einfällen zu schützensuchte. DieBrüder Attila (s. d.) nnd Bleda unterwarfen seit -154 die einzelnen hunnischenHorden von Ungarn bis zum Kaspischen Meer ihrer Herrschaft, die Attila, nachdem crBlcdaItt ermordet, allein besaß. Nachdem Attila im I. -117 Thrazien, Makedonien und Jlly-ricum furchtbar beimgesucht halte, gab ihm Honorier, die Tochter der Placidia und Schwe-ster Kaiser Valentinian'S !>>., dadurch, daß sie sich ihm als Gemahlin anbot, den Vorwand,das befreundete Vcrhältniß zu brechen, in welchem durch des Feldherrn Actius Vcrmitte-borg bas wcström. Reich bis dahin mit den Hunnen gestanden hatte. Zudem herrschte imoström. gleiche seit 450 Marcianus mit größerer Kraft als sein Vorgänger Theodosius II.,und die Vandalen versprachen von Afrika herbem Attila Bundesgenossenschaft zum Zuggegen die Wcstgothcn. So führte er im I. -151 ein ungeheures Heer, aus hunnischen undden Scharen gcrman. Völker bestehend, die seiner Herrschaft gehorchten, namentlich Ostgo-ihen, Gcpidcn, Heruler, Rugier, Skyren, Obuaden, Markomannen, Thüringer und östlicheFranken, über den Rhein nach Gallien, wo ihn jedoch die vereinte Macht der Römer undWestgothe» in der Schlacht auf den Cat alaunischcn Feldern (s. d.) zum Rückzug nö-tigte. Nach Attila's Tod, im I. 4 55, erhob sich Streit zwischen seinen Söhnen, die un-terworfenen Völker befreiten sich, voran dic Gepiden, gegen die Ellak, derjenige von Attila'sSöhne», dem dieser die Herrschaft zugcdacht hatte, fiel. Das Land an der Donau wurde hicr-emfvvn den Hunncngcräumt, die sich über den Pruth undDnicprzurückzogcu, wo sic wiederunter einzelnen Fürsten standen. Einer von diesen, Dagenzik, Attila's Sohn, fand denTod um 408 gegen die Ostgothcn, und damit verschwindet der Name eines Reichs derHunnen. In röm. Kriegsdienst kommen hunnische Scharen noch in dem Heere, das Nar-üs gegen die Ostgothen führte, vor. Das Volk selbst erscheint nun unter dem Namen derKuturguren oder Kutriguren westlich, und der Uturgurcn oder Utrigurcn östlich vom Don,von denen namentlich die erster» im li. Jahrh. dem oström. Reiche durch ihre Einfälle furcht-bar waren. Nach neuern Untersuchungen führten diese Hunnen den gemeinsamen Namender Bulgaren, die als deren Nachkommen zu betrachten sind, zu dem türk, oder tatarischenVolksstammc gehörten und deren ursprüngliche Sitze an den nordwestlichen Gebirgen Hoch-asens waren. Nach der Schilderung der Alten betrachtete man sic gewöhnlich als Mongo-le», mit denen sich, nachdem sie aus Ostasien hcrvvrgebrochcn, tatarische Stamme vereinthätten. Die Ableitung der Ungarn (Magyaren) von ihnen ist entschieden unrichtig, und