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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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751
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Gaze Gebern 7ü1

^ Gaze ist der Name einer Art von Geweben, deren Eigenthumlichkeit darin besieht,

daß die Faden in einer gewissen Entfernung voneinander gehalten werden, also vierseitigeMaschen zwischen sich lassen. Bei näherer Betrachtung bemerkt man, daß die einfach schei»»enden Kettenfäden allemal zu zwei dicht beieinander liegen und sich zwischen jeden Schuß-faden einmal kreuzen, wodurch jener Efftct entsteht. Die Stühle zum Weben der Gaze sindoon den für einfache leinwandartige Zeuge nur durch den die erwähnte Kreuzung erzeugen-den Theil, den sogenannte» Perlkopf, verschieden.

Gazelen, s. Ghazelen.

^ Gazelle, s. Antilope.

Geäße, s. Äßung.

Gebern , vom pers. Worte Ghebr, das, vom arab. Kasir abzuleiten, gleich diesemund dem türk. Ghiaur einen Ungläubigen bedeutet, werden von den Mohammedanern dienoch in Asien übrigen Bekenner der Religion Zoroaster's (s. Persische Religion) ge-nannt, die auch Atesch-Porest oder Feueranbeter und Parsen undMadschusheißen, jenes wegen ihrer Abstammung von den alten Persern, dieses wegen ihres Zusam-menhangs mit den alten Magiern (s. d.). Diese Religion, die nach Alexander dem Gro-ßen während der Herrschaft der Seleuciden und der Arsaciden in Persien aufgehört hatte,die herrschende zu sein, wurde vom Gründer der sassanidischen Dynastie, Ardeschir-Babekan,um 22', n. Chr. wiederhergesiellt, jedoch schon wieder um die Mitte des 7. Zahrh. nach derEroberung Persiens durch die Araber gestürzt. Letztere führten den Islam mit Gewalt einund verfolgten die Feueranbeter aufs grausamste, die sich größtentheils zum Islam bekehrenmußten. Nur einem kleinen Theil gelang es, in den höchsten Gebirgen von Farsistan, wohiner sich geflüchtet, seinen alten Glauben zu bewahren; ein anderer Theil flüchtete sich aufSchiffen nach Guzurate in Indien, wo er, von den Hindus freundlich ausgenommen, sichniederließ und bis auf den heutigen Tag eine bedeutende Gemeinde bildet; ein dritter Theilhielt sich mehre Jahrhunderte lang in den gebirgigen Provinzen südlich und südöstlich vomKaspischen Meer unter eigenen Fürsten b>s ins l 5. Jachrh. auf, und in Herat und Ghur ge-statteten ihnen die dortigen Fürsten freie Religionsübung. Allein Mahmud und der Ghas-nevide und Tamerlan verfolgten die Feueranbeter aufs schrecklichste, rotteten eine große An-zahl derselben in Persien und Indien aus und zerstörten ihre heiligen Bücher und Feuer-herde, Atesch-Kah genannt. Schah Abbas der Große vertrieb sie im Anfänge des > 7.Jahrh.aus ihren Sitzen am ElburSberg in Aserbeidschan und aus ihren Dörfern um Jspahan. DieUmwälzungen, denen Persien im 18. Jahrh. unterlag, zogen neue Verfolgungen auf sie herabund bewogen sic zu neuen Auswanderungen. So kommt es, daß in Persien nur noch we-nige Gebern, und zwar in einem höchst gedrückten Zustande, leben, die meisten im Gebietvon Uezd, wo man ihre Zahl auf 8000 angibt. Da sie hier der Regierung einen starkenTribut entrichten, so werden sie auch ein wenig besser als anderwärts behandelt und stehenunter einem eigenen, aus ihrer Mitte gewählten Oberhaupt, das die Geschäfte eines Ober-priesters und Richters vereinigt und in letzterer Beziehung nach ihren alten Gesetzen Rechtspricht. Auch um die Naphthaquellen von Baku, die eines ihrer größten Heiligthümer sind,wohnen noch einige Gebern; in Jspahan und Teheran gibt es nur einige Familien. Zahl-reicher als in Persien sind sie gegenwärtig in Indien, wohin sic sich aus ihrer alten Heimatgeflüchtet. Es gibt deren daselbst an den Ufern des Indus, in Multan und in Guzurate, ja

, selbst auf der Insel Pulo-Pinang. Am zahlreichsten sind sie in den Städten Bombay, woman ihre Zahl auflOOOO, und in Surate, wo man sie auf 1 5000 Seelen angibt; in beidenStädten bilden sie unter dem Schutz der Engländer eine eigene Körperschaft und neben denwenigen Europäern den reichsten und angesehensten Theil der Einwohnerschaft. Der größteTheil des Grundeigenthums und des Handels ist daselbst in ihren Händen, und ihre Tätig-keit, Intelligenz und Rechtlichkeit, ihr wohlthätiger Sinn und ihre Neichthümer haben ihneneinen großen Einfluß verschafft. Bei Sonnenaufgang siebt man sie in weißen wollenen Ge-wändern herbeiströmen, um durch ihren Freudenruf die ersten Strahlen des heiligen Ge-stirns zu begrüßen, sowie sic am Abend zusammenkommen und sich demüthig niederwerfen,wenn es untergeht. Die gegenwärtige Religion der Gebern entfernt sich ein wenig von derechten Zoroaster's, was sich aus der Unterbrechung ihres unmittelbaren Zusammenhang