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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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680 6 Gabeldeichsel

namentlich gab er >612 zwei Folgen Thierstücke heraus. Sein Sterbejahr ist unbekann.Unter seinen Schülern war Dav. Koning der berühmteste

O, s. Ton und Tonarten; G-Schlüssel, s. Violinschlüssel.

> Gäa, lat. I'ellus, d. h. die Erde, eine kosmologische Gottheit der Alten, entstand nachden ältesten griech. Sagen aus dem Chaos. Sie gebar ohne befruchtende Liebe aus sich selbstden Uranus (Himmel), die Gebirge und den Pontus (Meer); hierauf von Uranus befruch-tet den Oceanus, Äöos, Kreios, Japetos, Hyperion, die Theia, Nhcia, Mnemosyne, The-mis, Phöbe, Thetys, den Kronos, die Cyklopcn und Hekatoncheiren oder Centimanen, Ti-tan en (s. d.) genannt. Da Uranus aus Mistrauen jedes dieser Kinder gleich nach der Ge-burt einkerkerte, gab sie ihrem Sohne Kronos jene bekannte Hippe, womit dieser seinen Vaterentmannte. Sie selbst, durch die aus sie dabei niedcrfallenden Blutstropfen befruchtet, gebardie Erinnyen, Giganten und melischen Nymphen, später von ihrem Sohne Pontus den Ne-reus, Thaumas, Phorkys, die Kcto und Eurybia. Mir Kronos, der seine Kinder verschlang,ebenfalls unzufrieden, erzog sie heimlich ihrer Tochter RheiaSohn Zeus (s. Jupiter), demsie, als er erwachsen, zum Throne des Kronos vcrhalf. Später kommt G. nicht mehr sehr vor,hat jedoch noch einige Orte, wo sie verehrt wurde, wie auf der Akropolis in Athen. Delphisoll sie der Sage nach in frühester Zeit allein oder mit Poseidon gemeinschaftlich besessen, dannaber an Themis, von der es Apollon empfing, abgetreten haben.

Gabälis (Graf von), eine vom Abbe de Villars (s. d.) fingirte Person.

Gabel. Jm Alterthume bediente man sich beim Essen weder der Gabel noch des Mes-sers ; die Speisen wurden zerlegt aufgetrage», da die mehr liegende Stellung, die man bei Tischeeinnahm, den freien Gebrauch der einen Hand hinderte. Wenn man auch später, um die Spei-sen nicht mit den Fingern erfassen zu müssen, kleine Stäbchen cinführtc, so waren dies dochimmer keine Gabeln in der gegenwärtigen Form; diese sind vielmehr eine ital. Erfindung, kom-men, wenn man bildlichen Darstellungen trauen darf, als Zubehör zum Messer zuerst iml S.Jahrh. vor und waren das ganze Mittelalter hindurch und bis zu Anfänge des.Jahrh.in Frankreich und Deutschland und bis zu Anfänge des 17. Jahrh. in England, wie noch ge-genwärtig in Spanien, im Innern Rußlands, in China, wo man mit kleinen Stäbchen ißt,und anderwärts, sehr selten. Man hielt sie für einen überflüssigen Luxusartikel, weshalbdenn auch bei ihrer ersten Einführung in Frankreich im Kloster St.-Maur ernstliche Strei-tigkeiten über deren Gebrauch zwischen den altern und jüngern Brüdern ausbrachen und inmehren Klostcrordnungen Verbote derselben sich finden.

Gabel, eine kleine Stadt im bunzlauer Kreise des Königreichs Böhmen, mit 21 VS E.an der Landstraße von Münchengrätz nach Zittau im rauhen Grenzgebirge, ist merkwürdigdurch ein Gefecht zwischen den Östreichcrn und Preußen im I. > 7 57, welches zum Nachtheilder Letztem ausfiel. Auch im bair. Erbfolgekricgc verschanzte sich hier 1778 die Avantgardedes Loudon'schen Corps, die aber in Folge des schnellen Vordringens des Prinzen Heinrichvon Preußen durch die unwegsamen Gebirge und Wälder über Numburg abgeschnitten undzum Theil gefangen wurde.

Gabeldeichsel, oderauch Kluftdeichsel, nennt man die aus zwei Deichselbäumenbestehende Vorrichtung, zwischen welcher das Hintcrpferd eingespannt wird, das deshalb auchwol Gabelp fcrd genanntwird. Bei allen Artillerien, welche das engl. Laffetirungssystcm,die Blocklaffctc, angenommen haben, hat auch die Gabeldeichsel eingeführt werden müssen,weil sie von diesem Systeme unzertrennlich ist. Bei denjenigen Artillerien, die das Wand-laffetensystem haben, gewöhnlich das Gribeauval'sche genannt, sind zwei Pferde nebeneinan-der au die Protze gespannt; die Deichsel oder Stange befindet sich dann zwischen ihnen, undsie pflegen deshalb Deichsel- oder Stangenpferde zu heißen. Ob die Gabel- oder Stangen-deichsel vortheilhafter sei, gehört zu den noch nicht entschiedenen Streitfragen der Artilleristen.