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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Gay-Lussae Gaza (Theodoras)

desto glücklicher war er mit der 1720 veranstalteten Sammlung seiner Gedichte. DasTrauerspiel,,1'tis cazuives" (172-1) wurde zwar günstig ausgenommen, aber größer» Bei-fall erwarben ihm seine Fabeln (>726), die er zum Unterricht des Herzogs von Cumber-land schrieb und die alle frühere Versuche engl. Dichter in dieser Gattung verdunkelten. Nochmehr stieg sein literarischer Ruhm durch seinekej-gar's operu" (1727), die 63 mal nacheinander aufgeführt wurde und fortwährend auf der Bühne lebt. Eine Fortsetzung dersel-ben,koll)", durfte nicht aufgeführt werden; seine Freunde ließen sie jedoch drucken. AuchG.'s Episteln sind reich an schönen Einzelheiten, aber zu seinen besten Leistungen gehörendoch seine Lieder. Seine Dichtungen erschienen unter dem TitelUoetical vvorles" (3 Bde.,Lond. >707; 2Bde., 1806) und eine Sammlung seiner dramatischen Werke zu London 1760.

Gay-Lussac (Nie. Franc.), Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Professoram nrturhistorischen Museum zu Paris, gleich berühmt als Chemiker und als Physiker, geb.zu Saint-Leonard im Departement Obervienne am 6. Dcc. 1778, wurde >816 Professoran der Polytechnischen Schule und 1832 am Naturhistorischen Museum. Seit 1830 warer zu wiederholten Malen Mitglied der Deputirtenkammer, und 1839 erhielt er die Pairs-würde. Wir verdanken ihm eine Menge der wichtigsten Entdeckungen im Gebiete der Phy-sik und Chemie, unter denen wir hier nur seiner Versuche über Ausdehnung der Gaseund Dämpfe durch Wärme, über das spccisische Gewicht und die Wärmecapacität derGasarten, über die Metalle der Alkalien, den Blaustoff, das Jod, Chlor, der Versuche mitder Volta'schen Säule u. s. w. gedenken. Einen großen Thcil seiner früher» chemischen Ver-suche hat er in Verbindung mit The'nard angestellt und in denLeclisrclies pli^sico-clnmi-<jes, etc." (2 Bde., Par. 1811) bekannt gemacht; seine übrigen Entdeckungen finden sichmeist in denbanales cle cliimis", den^iinsles cle cliimis et cke pii^si^iie" und in demUullctin <1e la sociöt« pliilomaticjue". Unter seinen einzeln erschienenen Schriften sindzu erwähnen die mit Alex, von Humboldt gemeinschaftlich gearbeitetenLlemuiies surI'sn»l)'S6 lie I'sir atmasjilleritpie" (Par. 1803),Oours lie plizsilpie", herausgegeben vonGrosselin (Par. 1827), und(iours lleclümie yrvsesse ü la lücuite lies Sciences <le Usris,contenant l'liistoire lies ssis, la ctiimie vegötale et animale", herausgegeben von Gaultierde Claubry (2 Bde., Par. 1828).

Gaza, gegenwärtig auch Raz z e genannt, eine ziemlich blühende Stadt von unge-fähr 5000 E., in dem südwestlichen Winkel Syriens am Meer, hart an der Wüste gelegen,der erste Ort auf dem Wege von Ägypten nach Palästina, war schon im hohen Alterthumezur Zeit der Eroberung Kanaans durch die Israeliten eine wichtige Stadt. Sie gehörte ur-sprünglich den Philistern, spielte in der Geschichte Simson's eine große Rolle und wurdedann dem Stamme Juda zu Theil, bei dem sie auch nach manchen Wechselfällen in denzwischen den Israeliten und Philistern geführten Kriegen blieb. Sietheilte bis auf die neuesteZeit herab alle Schicksale Palästinas (s. d.), würde von Alexander dem Großen erobertund nach ihm von Judas Makkabäus. In den Kriegen unter den Römern wurde sie zer-stört, von Konstantin dem Großen wieder aufgcbaut und zum Sitz eines Bischofs gemacht.Von Bedeutung wurde sie wieder in den Kreuzzügen; auch im ägypt. Feldzuge Napoleon'sund in dem letzten Kriege mit dem Vicekönig von Ägypten war sie von Wichtigkeit.

Gaza (TheodoruS), ein gelehrter Grieche in Italien, geb. 1398, kam als Flüchtling,als seine Vaterstadt Thessalonika 1330 in die Gewalt der Türken gekommen war, nachItalien. Zu Mantua erlernte er unter Victorinus von Feltre die lat. Sprache, die seinezweite Muttersprache wurde, trat dann 1130 als öffentlicher Lehrer zu Ferrara auf undwurde >351 von Papst Nikolaus V. nebst andern Gelehrten nach Nom gerufen, wo derCardinal Bessarion ihn in sein Gefolge aufnahm. Nach Nikolaus' Tode lebte er zu Neapelam Hofe des Königs Alfons; später begab er sich nach Nom, hierauf nach Ferrara, zuletztnach Calabrien, wo er I378starb. Zur Verbreitung des Studiums der griech. Sprache undLiteratur im Abendlande hat er nicht blos durch seinen mündlichen Unterricht sondern auchdurch seine lat. Übersetzungen griech. Schriftsteller, besonders des Aristoteles, sowie durchgriech. Übersetzung einiger Schriften des Cicero, wieOe scnectute", des8omu!um 8ci-piouis", ganz besonders aber durch eine griech. Grammatik in vier Büchern (Den. 1395,Fol.; zuletzt l 803) gewirkt.