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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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748
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743 Gaugamela Gempp

Mein Römcrzug" (9 Bde., Berl. 1836 ) und die recht launige NovelletteAus dem Tage«buche eines wandernden Schncidergesellen" (Lpz. > 836 ). Auch dieVenetianischen Novel-len" (2 Bde., Bunzlau 1838 ) verdanken den Einflüssen des ital. Lebens und Himmels ihreEntstehung. Seiner letzten Periode gehören noch dieNovelletten" (Berl. 1837 ) und die..Lieder und Romanzen" (Lp;. 1837 ) an. Eine Sammlung seinerSämmtlichen Werke"besorgt sein Freund Arthur Mueller (Bd. I und 2 , Berl. 18 - 15 ). Nach Schwab's Rück-tritt war G. mit Chamisso Rcdacteur desDeutschen Musenalmanachs"; auch übersetzte erEiniges aus Niemcewicz und Mickiewicz, aus dem Altfranzösischen die Gedichte derClo-tilde von Wallon-Chaly's" (Berl. 1837 ) und mit Chamisso Beranger'sLieder."

Gaugamela, eine Ortschaft in Assyrien, >2 15 M. von Arbelr (s. d.) ent-fernt. Auf der Ebene, wo cs lag, lieferte A lex and er (s. d.) dem Darius Codoman-n u s (s. d.) im Oct. 331 die Schlacht, in welcher der Letztere besiegt und zu der Flucht, aufder er seinen Tod fand, gcnöthigt wurde. Alexander hatte ein Heer von 30000 M. zu Fußund 7060 Reitern, Darius soll nach Einigen 300000 M. zu Fuß und >00000 Reiter,nach Andern das Doppelte dieser Zahl gehabt haben, dazu 200 Sichelwagen und 15 Ele-fanten. Die Angabe, daß 300000 Perser gefallen seien, ist gewiß übertrieben; nach Cur-tius waren es nur 30000 , der Verlust der Maccdonicr wird von diesem zu 300 , von Diodorzu 500 , von Arrian nur zu 100 angegeben.

Gaumen (palatnm) heißt die horizontale Scheidewand zwischen Mund- und Nasen-höhle, welche von den beiden Oberkiefer - und Gaumenknochen (osss palstwu) gebildet wird,die von der Schleimhaut überzogen sind. Von dem hintern Ende des Gaumens hängt verticaleine bewegliche, häutige und muskulöse Platte herab, welche die Mundhöhle vom Schlundetrennt und den Namen GaumenvorhangoderGaumensegcl (veluin zmlirtinum) er-halten hat. Das Gaumensegel endet in der Mitte nach unten mit einem kegelförmigen An-hange, darr sogenannten Zäpfchen (uvulu), und geht nach beiden Seiten in eine Art Bogen,und von diesen wieder jeder in zwei Falten über, eine vordere und eine Hintere, die Gau-m endogen oder Gaumen faulen (arcus palatini) genannt, zwischen denen unten dieMandeln (tnusillae) liegen. Die verschiedenen Theile des Gaumens sind sowol zum Spre-chen als zum Schlingen mehr oder weniger unentbehrlich. Dies bemerkt man besondersdann, wenn diese Theile ganz oder stellenweise zerstört oder durch eine ursprüngliche Misbil-dung fehlerhaft beschaffen sind. Letzteres findet bei dem sogenannten Wolfsrachen und derHasen sch arte (s. d.) statt.

Gaunersprache, s. Rothwälsch.

Gaupp (Ernst Theod.), ordentlicher Professor der Rechte an der Universität zu Bres-lau, geb. am 31 . Mai 1796 zu Kleingaffron bei Räuden in Niederschlesicn, besuchte die Nit-terakademie zu Liegnitz, als der Aufruf des Königs von Preußen an sein Volk auch ihn indie Reihen der freiwilligen Kampfer führte, in denen er 181315 zuerst als freiwilligerJäger, später als Offizier diente. In die Heimat zurückgekehrt, studirte er seit 1816 zu Bres-lau, Berlin und Göttingen. Im I. 1820 trat er in Breslau als Privatdocent auf, wo er1821 eine außerordentliche Professur erhielt. Mit königlicher Unterstützung machte er 1822eine wissenschaftliche Reise, als deren Resultat er die SchriftHuittuor folia sntiguissimi»licujus vigestorum coliicis rescriptit" (Bresl. 1823 ) herausgab. Später wendete er sichvorzugsweise dem schon früher von ihm mit vorherrschender Neigung gepflegten germanischenRechte zu, für welches er 1826 zum ordentlichen Professor ernannt wurde, und in dessenBereich fast Alles gehört, was er seitdem geschrieben hat, so namentlichÜber deutsche Städte-gründung, Stadtverfassung und Weichbild im Mittelalter" (Jena 1823 ),Das alte mag-dcburgische und hallische Recht" (Bresl. 1826 ),Das schles. Landrecht" (Lpz. 1828 ),Mis-cellen des deutschen Rechts" (Bresl. 1830 ),l.ex bH»m»n" (Bresl. > 832 ),Das alteGesetz der Thüringer" (Bresl. 1833 ) undRecht und Verfassung der alten Sachsen" (Bresl.1837 ). Namentlich ist er in dem Gebiete, welchem die drei letzten Schriften angehören, ganzheimisch. In dem unter den preuß. Juristen entstandenen Streite über die Provinzialgcsetz-bücher und den Particularismus des Rechts gab er seine Stimme in der pseudonym erschie-nenen SchriftUber die Redaction der Provinzialgesetzbücher in der preuß. Monarchie; einVolum von Eremit» Constans" (Lpz. 1338 ) ab.