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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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746
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746 Gau (Karl Franz) GauchoS

men der Alemannen, Franken und Bojoaren aus den alten Bisthumssprengeln nachgewie-sen" (Nürnb. >830) und DesselbenBaierns alte Grafschaften und Gebiete" (Nürnb. 183 >).

Gau (Karl Franz), bekannt durch seine Reisen und Forschungen in Nubien, wurdezu Köln am 15. Juni 1790 geboren und in der Kunstakademie zu Paris gebildet. In Rom,wohin er sich 1817 begeben hatte, faßte er den Entschluß, durch eine Reise nach Nubien dieArbeiten des ägypt. Instituts zu vervollständigen. Als er, von Nicbuhr dabei berathcn, sei-nen Plan auszuführcn im Begriff war, schien das Zusammentreffen mit einem reichen Rei-senden, der G. sich zu verbinden wünschte, sein Wagniß zu begünstigen. Aber schon bei derAnkunft in Ägypten mußte er sich von seinem Reisegefährten, auf den sein Unternehmen zumTheil berechnet war, trennen. Äuf seine wenigen eigenen Mittel von nun an beschränkt, blieber doch unerschütterlich in seinem Vorhaben. Ohne Diener und Führer, selbst ohne. Gepäckund Mundvorrath, unbekannt mit der Landessprache, folgte er von Älexandricn aus zu Fußeeiner kleinen Karavane mitten durch die Wüste, im Vertrauen auf die Gastfreundschaft derAraber, worin er sich auch nicht täuschte. Nach den größten Entbehrungen und Anstrengun-gen erblickte er endlich die Pyramiden. Kleinliche Eifersucht widersetzte sich in Kairo der Ver-folgung seiner Zwecke. Der engl. Consul Salt suchte die Ausfertigung des Fermans zu sei-ner weitern Reise zu Hintertreiben. G.'s Baarschaft ging aus, und auch sein Muth wichdem Andrange so vieler Widerwärtigkeiten. Da nahm ein deutscher in Kairo lebender Arzt,Namens Dankert, sich seiner an und empfahl ihn dem franz. Consul Drovetti (s. d.),der für den Fcrman sorgte und ihm nach Theben vorauseilte, wo G. nach einer Nilschiffahr!von 32 Tagen eintraf. Drovetti verschaffte ihm hier Araber zu seiner Begleitung, eineBarke, Lebensmittel für die Reise, vier Matrosen, einen Lootsen und einen franz. Mamlu-kcn, der als Dolmetscher dienen sollte. Glücklich langte G. nach 13 Tagen in Essuan an.Man hatte ihm gestattet, die Nilfälle zu überschreiten und, gegen sonstige Sitte, die vonTheben mitgebrachten Matrosen zu behalten; nur einen nubischen Lootsen nahm er in Es-suan mit sich und einen Dolmetscher für die in Nubien einheimische Sprache. Unter günsti-gem Winde erreichte er schnell und glücklich den Zielpunkt seines Strebens. Herr seinerBarke, hing cs ganz von ihm ab, anzuhalten, wo er wollte, und in Muße zu zeichnen und zumessen. Er fand 21 Denkmäler, zwischen der zweiten Katarakte undPhilä, die bisher völlig»»gekannt gewesen waren, und sowol seine Wahl als seine Darstellung hat überall die ge-rechteste Anerkennung erhalten. Die Treue und Wahrheit seiner Zeichnungen, die auch imStiche nicht verloren gegangen ist, und die Genauigkeit seiner Maße und anderer Angabe»hat seinen.^utignitös Oe la l>iul>ie" (13 Lieferungen, Par. 182128; deutsch, Stuttg.182128, Fol.) das einstimmige Zcugniß der franz. Beurtheiler verschafft, daß sich diesel-ben alS nothwendige Fortsetzung dem großen Prachtwerkc über Ägypten anschließe, welchesdas Nilland nur bis Philä umfaßt. Den Text dazu besorgte größtentheils Niebuhr, in dessenHände G. die zahlreichen Inschriften mederlegtc, die er in Nubien gesammelt hatte. Probendavon gab Nicbuhr in denInscichitiones n»l>ien5es" (Rom 1820, 4.). Nach seiner Rück-kehr hielt sich G. einige Zeit in Nom auf und kehrte dann nach Paris zurück, wo er naturali-sirt und 1826 als königlicher Architekt angestellt wurde.

Gauchos nennt man in den Platastaatcn die mit Viehzucht beschäftigten, die Pam-pas bewohnenden Landleutc. Obgleich sie sich als Weiße betrachten und aus diesen Titelstolz sind, so gehören sie doch meist der Kaste der Mestizen an, und tragen durch Zusammen-leben mit Jndianerweibern bei, die Bevölkerung der inner» Provinzen immer mehr demVorbilde der Ureinwohner zu nähern, welchen sic ohnehin an Sitten und Denkungsart un-gemein gleichen. Wie diese rohen Naturkinder, so haben auch die Gauchos nur wenige Be-dürfnisse. In einem Klima lebend, wo die Sorge für ivarme Kleidung und Wohnung weg-fällt, begnügen sie sich mit niedrigen Hütten, die aus Rohr und Lehm erbaut, wenige oderkeine hölzerne Geräkhschaften enthalten, indem in jenem baumlosen Lande Ochscnhäute viel-mals die Stelle der Breter vertreten müssen, und statt eiserner Befestigungen Streifen vonfrischen Häuten mit großer Kunst angewcndct werden. Leicht genug ist dieser Hausrath nachandern Orten zu bringen, oder, wenn er verloren ging, aus den Erzeugnissen des Landesselbst wiederherzustcllen, denn was der Gaucho an unersetzlichen, in den Städten oder jenscitdes M^rs verfertigten Gegenständen besitzt, ist so Weniges, daß er cs ohne Schw rigkeit