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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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744 Gaston de Foix Gatterex

Tenia oder Apophorela hießen und zu größerer Belustigung zuweilen noch verloost wurden.Veranlassung zu solchen Gastmähler« gaben frohe Familienereignisse; Siege bei den Wett-kämpfen n. s. w.; die Römer hielten in der frühesten Zeit sogar feierliche Leichenmahle (sili-cernis). Außerdem finden wir im Alterthume auch schon öffentliche Gastmähler, wie na-mentlich bei den Spartanern die sogenannten Phiditien oder Sysfitien, die mehr einen poli-tischen Zweck hatten, indem man sich hier vorläufig über Gegenstände des Staatswohls un-terhielt, che dieselben zur allgemeinen Berathung kamen. Übrigens arteten bei den Alten mitder Zunahme des Luxus, wie unter den Römern, besonders in der Kaiserzeit, die Gastmählerin schwelgerische und üppige Gelage aus. Vgl. Böttiger,Der Salurnalienschmaus", und 'sEin antiker Küchenzettel aus Rom", im dritten Bande derKleinen Schriften", heraus-gegeben von Billig (Drcsd. und Lpz. >838).

Gaston de Foix, s. Foix.

Gastrisch (griech.) nennt man Alles, was auf die Verdauung Bezug hat; dahergastrisches System die Organe, durch welche die Verdauung vermittelt wird, undga-st rische Krankheiten solche, in denen die Verdauung gestört ist. Diese Krankheitensind wegen unserer naturwidrigen Lebensart in Hinsicht aus Nahrung und Bekleidung sehrhäufig und sprechen sich durch Mangel an Eßlust, verdorbenen Geschmack, belegte Zunge,

Ekel u. s. w. aus, was in leichteren Fällen durch Enthaltung der Nahrung vorübergehr, inbedeutender« oft von Fieber begleitet wird, oder so störend auf den ganzen Organismuswirkt, daß die gastri sch e Heilmethode nüthig wird, welche in der Anwendung besonde-rer Arzneien, die die Unregelmäßigkeiten in der Verdauung zu heben vermögen, besondersder auflösenden, Brcch- und Abführmittel und einer strenger» länger» Diät besteht.

Gastromänie (griech.) bezeichnet die übertriebene Leckerei und Schwelgerei im Essenund Trinken, wie wir sie bereits bei den Griechen und Römern finden.

Gastromantie hieß bei den Griechen das Wahrsagen aus den Figuren weitbauchi-ger, mit klarem Wasser angefüllter und mit Lichtern umstellter Gläser. Nachdem Der, wel-cher Aufhellung über die Zukunft zu haben wünschte, mit leiser Stimme gebetet und seinenWunsch zu erkennen gegeben hatte, gab der Dämon seine Antwort durch Bilder in den Glä-sern; doch konnten diese nur von einem unschuldigen Kinde oder von einer schwängern Frauwahrgenommen werden.

Gastronomie, auch Eastrolögie (griech.), nannten die Alten den Inbegriff allerRegeln der Hähern Kochkunst, wie wir sie bei der Zunahme des Luxus in dem eigentlichenGriechenland, auf den Inseln Sicilien und Chios, zu Sybaris in Unteritalien, später na-mentlich bei den Römern bis zur höchsten Üppigkeit und Schwelgerei ausgcbildet finden.Unter diesem Namen gab es selbst mehre Schriften, wie von Archestratus aus Sicilien u. A.

Gataker (Thom.), ein namhafter engl. Kritiker und Theolvg, geb. am ä.Sept. I 573zu London, gest. daselbst am 27. Juni >653, stammte aus einer alten Familie, studirte zuCambridge und war hierauf einige Zeit Lehrer und zuletzt seit 16 lI Pfarrer zu Rothcrhikh.Außer seinen gelehrten Commentaren über mehre alt- und neutestameittliche Schriften unddem Blicheüe 5t),I<> !X»vi 'Uestuinenti" erwähnen wir besonders seine Ausgabe des An-toninus (Cambr. 1652; Lond. >697 und 1797,3.), durch welche er zur Aufhellung derstoifchen Moralphilosophie wesentlich beitrug; ferner die ersann »nscellunea" vonseinem Sohne KarlG. (Cambr. 1659) und dieOpera critics ownis" von Witfius (Utr.

1698, Fol.) herauegcgcben. Vgl.H » 1 ' 6." (Lond. > 655, 3.). §

Gath war^ eine der fünf Hauptstädte im Lande der Philistäcr, die im Alten Testa-mente mehrfach erwähnt wird. Aus ihr stammte Goliath, und in ihr suchte David Zuflucht,als Saul ihn verfolgte. Obschon die Israeliten G. später mehrmals, z. B. unter David,eroberten, so konnten sic cs doch nur vorübergehend behaupten. Eine Stadt gleiches Na-mens, aus welcher der Prophei Jonas gebürtig war, lag im Stamme Sebulon, und einedritte im Stamme Dan.

Gatterer (Joh. Christoph), ein berühmter deutscher Historiker, geb. zu Lichkenau beiNürnberg am 13. Juli 1 727, studirte zu Nürnberg und Altdorf, wurde 1755 Lehrer andem Gymnasium zu Nürnberg und 1759 ordenklicherProfessor der Geschichte zu Güttingen,wo er am 5. Apr. 1799 starb. Er beherrschte das ganze Gebiet der Geschichte und ihrer