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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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736 Gasbeleuchtung

chen Umständen, angemessen, und jedes Eas wird bei einerlei Erwärmung, unter übrigensgleichen Umständen, um gleiche Theile seines anfänglichen Raums ausgedehnt, und zwarbei Erwärmung von dem Frostpunkte bis zum Siedepunkte des Wassers um 0,375 desjeni-gen Raums, den es bei der Temperatur des Frostpunkts cinnahm. Sehr viele Gas artenwerden vom Wasser verschluckt und durch Wasser in die tropfbar-flüssige Gestalt gebracht;manche halten den größtcnDruck aus, ohne flüssig zuwerdenspermanente Gase), anderedagegen werden durch großen Druck und große Kälte flüssig (c o m p ressib l e oder c o e r cib l eGase). Letztere geben dann zum Thcil Flüssigkeiten von sehr interessanten Eigenschaften.(S.CHlor und Kohlensäure.) Die hauptsächlichsten Easarten sind Sauerstoff-gas, Stickstoffgas, die aus beiden gemengte atmosphärische Luft, Wasser-stoffgas, Chlor gas, Kohle nsäure gas, Kohlen w assersi offgas u. s. w.

Gasbeleuchtung nennt man die Art, Straßen und Gebäude mittels der brennbarenGase, hauptsächlich des Kohlenwasscrstoffgases, zu beleuchten, welche aus Zersetzung vonSteinkohlen oder andern brennbaren Körpern durch Hitze entstehen. Schon seit Ende des18. Jahrh. machten die Chemiker darauf aufmerksam, daß es vortheilhaft sein müsse, dasbei der Verkohlung der Brennmaterialien verloren gehende gekohlte Wafferstoffgas nochweiter zu benutzen. Nachdem Murdoch 1798 versucht hatte, aus Torf und Steinkohlenbrennbares Gas zu bereiten, machte zunächst Lampadius (s. d.) seine desfallsigen Ideenin seinerHüttenkunde" (Gott. 1801) bekannt, und ihm folgt-e in Frankreich Lcbon. Letz-terer entwickelte das Gas für die von ihm erfundene Thcrmolampe aus Holz. Da aber hierzueine große Masse Holz nöthig war, so kam das Lcbon'sche Verfahren zu keiner Anwendung. Seit1810 fing man in England an, sich der Steinkohlen zu dieser Gasentwickelung zu bedienen,und schon im folgenden Jahre wurden in London einzelne Kaufläden und Straßen mittelsGas erleuchtet; gleichzeitig machte Lampadius in Freiberg Versuche in der Straßenbeleuch-tung mit Gas. Im Großen wurde die Gasbeleuchtung in England zuerst von einem Deut-schen angewendet, Namens Winzer, der sich aber dort A. Winsor nannte. Er stiftete dieGas- und Coakgesellschast in London, und in Frankreich die erste Gascompagnie und starbzu Paris am 11. Mai 1830. Der große Fortschritt der Engländer in Vergleichung mit derVerfahrungsart von Lampadius und Lebon bestand darin, daß sie das entwickelte Gas, ehees verbrannt wurde, in eigenen großen Behältern sammelten und es von diesen aus allmäligableiteten, statt daß die Letzter» dieses Eas, sowie es allmälig entwickelt wurde, sogleich zuverbrauchen beabsichtigten. Schon >815 war ein großer Theil der Straßen und vorzüglich-sten Gebäude Londons und anderer engl. Städte mit dem Stcinkohlengase erleuchtet, wor-auf 1816 in dem königlichen Amalgamirwerke bei Freiberg durch Lampadius, und 1817im Polytechnischen Institut in Wien durch Prechtl die Gasbeleuchtung eingeführt wurde,welche nachher auch in den meisten größer» Städten Frankreichs und Deutschlands Eingangfand. Seit der ersten Erfindung hat man indeß nicht allein die Methoden der Erzeugung,Reinigung und Fortleitung des Leuchtgases mannichfach verbessert, sondern auch eine Mengeanderer Materialien zur Erzeugung des Gases in Gebrauch gezogen. Die Hauptmaterialienzur Leuchtgaserzeugung sind gegenwärtig Steinkohlen, namentlich durch Murdoch und Ac-cum eingeführt, und in England und Deutschland fast ausschließlich angewendet; Öl oderThran, durch Tailor und Martineau eingeführt und nur an einzelnen Orten in Anwendung,z. B. in Liverpool und Köln; Harz, entweder für sich, oder in Kicnöl gelöst, und Pechöl,durch Chaussenot, Mathieu, Danre und Boscary in Paris, durch Schwarz in Schweden,durch Daniel! in England und durch Brocchi in Antwerpen praktisch angewendet; Torf,früher schon von Murdoch gebraucht, neuerdings durch Mollerat wieder versucht. Hieranschließt sich die neueste Erfindung von Selligues, welche bereits in Antwerpen und Dijondas Harzgas und in einem Theile von Lyon und Paris das Kohlengas verdrängt hat. DieGasfabrikation selbst zerfällt in drei Abschnitte, in die Erzeugung des Gases, die Reinigungund die Fortleitung zu den Brennern. Nicht aber alle Steinkohlen sind zur Gasfabrikationgleich geeignet; am geeignetsten sind die sogenannten Backkohlen, und unter diesen die mög-lichst schwefelfreicn. Die zweckdienlichste aller bekannten Kohlensorten ist die engl. 6sn-iu-1 -6osl, die auch in Berlin ausschlicßcnd gebraucht wird, während Dresden und Leipzigmit sächs. Steinkohlen versorgt werden. Man zersetzt die Steinkohlen in liegenden eisernen