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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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Garde Gas 735

samkelt und Sittenlehre am Collegium Carolinum angestcllt wurde. Unablässig mit seinenBerufsarbeiten beschäftigt, zumal bei seiner Strenge gegen sich selbst, war cs nicht möglich,daß er ein fruchtbarer Schriftsteller werden konnte. Er starb zu Braunschweig am II.Febr.1761. Einige seiner Theaterstücke, z. B.Die geprüfte Treue" (Braunschw. 1768) undDie schöne Rosette" (Lpz. 1782) sind nicht ohne Verdienst.

Garde (Christian), einer der würdigsten Denker und Schriftsteller des 18. Jahrh.,geb. zu Breslau am 7. Jan. 1742, der Sohn eines Färbers, wurde nach dem frühen Todeseines Vaters von seiner trefflichen Mutter auf das gewissenhafteste erzogen und für dieTheologie bestimmt, der er jedoch wegen Körperschwäche entsagte, um auf der Universität zuFrankfurt an der Oder unter Baumgarten Philosophie zu studiren. Da aber Letzterer baldstarb, so ging er nach Halle, befleißigte sich hier der Mathematik und studirte dann noch einegeraume Zeit in Leipzig, wo namentlich Geliert und Weiße seine Freunde wurden. NachGellert's Tode wurde er 1766 an dessen Stelle außerordentlicher Professor der Philosophiezu Leipzig; allein seine schwächliche Gesundheit bewog ihn, >772 dieses Amt niedcrzulegen,worauf er wieder in seine Vaterstadt zurückkehrte. Da er sich theils durch seine mit Anmer-kungen bereicherten Übersetzungen von Ferguson'sMoralphilosophie" (Lpz. 1772), Burkc'sSchriftÜber den Ursprung unserer Begriffe über das Erhabene und Schöne" (Riga 1773)u. s. w., theils durch eigene Abhandlungen in der philosophischen Welt immer bekannter ge-macht hatte, wurde er durch Friedrich kl., der ihn zu sich kommen ließ und sich mit ihm unter-hielt, zu einer Übersetzung Cicero'sVon den Pflichten" (4 Bde., 6. Ausl., Brest. 1818)aufgefodert, die er >776 in Charlottenburg begann, aber durch Kränklichkeit abgehalten,erst 1783 vollendete. In den letzten Jahren seines Lebens litt er viel an Hypochondrie undNervenschwäche, wurde endlich vom Gesichtskrebs befallen und starb am >. Dec. 1788. G.war ein Mann von sehr liebenswürdigem Charakter, gestimmt für den Genuß der Freund-schaft und Geselligkeit. Als Philosoph hat er sich nicht durch tiefsinnige Untersuchungen undneue Entdeckungen oder Umgestaltungen, wol aber durch feine Bemerkungen und wohlge-fällige Darstellung ausgezeichnet. Seine Philosophie war mehr Lebensphilosophie, aber imedlern Sinne des Worts; seine Schreibart klar, einfach und edel. Unter seinen Schriftensind besonders auszuzcichnen seine AbhandlungenÜber die Verbindung der Moral mit derPolitik" (Brest. 1788),Über den Charakter der Bauern und ihr Verhältniß gegen denGutsherrn und die Regierung" (Brest. 1786; 2. Ausl., 1766),Über Gesellschaft undEinsamkeit" (2 Bde., Brest., >7671800), dieVersuche über verschiedene Gegenständeaus der Moral, Literatur und dem gesellschaftlichen Leben" (5 Bde., 17621802) und dieFragmente zur Schilderung des Geistes, Charakters und der Regierung Friedrich's >l."(2 Bde., Brest. 1768); verdienstvoll sind nicht minder seine Übersetzung von Payley'sGrundsätze der Moral und Politik" (2 Bde., Lpz. 1787) und Smith'sUntersuchungenüber die Natur und Ursache des Nationalreichthums" (4 Bde., Bresl. 176486; 2. Ausl.,1788) und die nach seinem Tode erschienene Übersetzung derEthik des Aristoteles" (2 Bde.,Bresl. 17861801) und derPolitik des Aristoteles" (2 Bde., Bresl. 17981802).Seine Briefe an Weiße und Zollikofer gaben Manso und Schneider (2 Bde., Bresl. 18034) und die Briefe an seine Mutter K. A. Menzel (Bresl. > 830) heraus

Gas nennt man alle bleibend-elastische Flüssigkeiten, d. h. jede Flüssigkeit, welche, un-ter einen größer» Druck versetzt, ohne tropfbar-flüssig zu werden, sich in einen kleinernRaum zusammenzieht, bei Verminderung dieses Drucks sich wieder in einen größer» Raumausdehnt, und durch keinen bekannten Grad von Kälte in tropfbare Gestalt gebracht werdenkann, folglich luflförmige Körper, welche in jeder Kälte luftförmig bleiben, wodurch sie sich vondem gleichfalls elastisch-flüssigen Dampf(s. d.) unterscheiden. Alle Luft, glaubte man früher,sei von einerlei Art und Natur; erst seit der Mitte des 18 . Jahrh. fing man an, sich zu über-zeugen, daß es unter den luftförmigcn Flüssigkeiten ebenso wesentlich verschiedene gebe alsunter den tropfbaren Flüssigkeiten. Jedes Gas hat ein ihm eigenes Gewicht, und es sind dieGase hinsichtlich ihres Gewichts sehr verschieden, jedoch insgesammt mehre hundertmal leich-ter als Wasser. Alle Gasartcn sind durchsichtig, die mehrsten auch farblos und dahernicht anders sichtbar, als wenn sie in Llasengestalt durch tropfbar« Flüssigkeiten entweichen.Die Dichtigkeit eines jeden Gase« ist dem Drucke, unter welchem <« steht, bei übrigens glei»