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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
Seite
731
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Garrow

«öffnete er mit seinem Bruder ein Weingeschäft, das er indeß wieder aufgab, um sich derLaufbahn zu widmen, für welche die Natur ihn bestimmt hatte. Nachdem er zuerst unterdem Namen Lyddal mit Erfolg in Ipswich gastirt hatte und einen Sommer lang mit einerwandernden Schauspielertruppe umhergezogen war, begab er sich nach London, wo er vonGifford, dem Eigenthümer des Goodmanssicldtheaters engagirt, im Oct. 1741 als Ri-chard III. mit einem solchen Erfolge auftrat, daß die großen Nationaltheater leer standenund Alles sich in das kleine Theater drängte. Sein von der herkömmlichen Art ganz verschie-dener natürlicher Vortrag machte einen außerordentlichen Eindruck. Im I. 1742 spielte erin Irland, 1745 im Drurylane-Thcater zu London, dann wieder in Dublin, bis er 1747,in Verbindung mit Lacy das Drurylane-Theater, an dem Flettwood bankrott geworden war,mit erneuertem Privilegium kaufte und die Direktion desselben übernahm. Unter seinerTruppe, mit welcher er das Theater «öffnete, glänzten bedeutende Talente, wie Barry,Prithard und Cibber. Er verbannte die Unanständigkeiten der ältern engl. Lustspieldichter,brachte Shakspcare's Dichtungen, an denen er indeß dem damaligen Zeitgeschmack gemäßVieles änderte, bei dem Publicum wieder in Ansehen und begründete so die glänzendste Pe-riode der engl. Bühne. Nachdem er am I V. Aug. 1776 zum letzten Male aufgetreten, be-gab er sich auf sein reizendes Landhaus bei London, wo er, von heftigen Steinschmerzen be-fallen, am 20. Jan. 1770 starb. Sein Leichnam wurde in die Westminsterabtei gebrachtund am Fuße eines Denkmals, dem Andenken Shakspcare's gewidmet, beigesctzt. Sein be-deutendes Vermögen, die Frucht seiner Talente und seiner an Geiz grenzenden Sparsamkeit,fiel theils seiner Witwe, theils seinen Verwandten zu. G. war klein von Person, aber wohl-gebaut und gut gebildet, hatte schwarze, lebhafte Augen und eine reine melodische Stimme.Seine Gestalt, seine Mienen hatte er auf das Bewundernswürdigste in der Gewalt; jedeLeidenschaft stand ihm zu Gebote, Alles war an ihm voller, treffender Ausdruck derselben.Daher war er gleich groß im Tragischen wie im Komischen, wiewol das letztere sein höchsterTriumph war. Von seinen 27 Lustspielen haben sich einige, wieHie hüiF vslet",-Vlissin der teens",üigch like beiow stuirs", und das gemeinschaftlich mit Colman bearbeiteteStückHw clunllestüw murrisgs" noch gegenwärtig auf dem Repertoire gehalten. Siesind sowol in den Supplcmentbänden zu Bell'sUritisk tlwatre" (Edinb. >786) als auch be-sonders (3 Bde., Lond. 17 98,12.) gesammelt. Eine, jedoch unvollständige Sammlung seinerzum Theil trefflichen Prologe, Episteln und Gedichte enthalten diekoeticai cvorics okvav.6." (2 Bde., Lond. 1785). Vgl. ,,'I'lw ^oii-os^unilsiweoklliiv. 6. evitbttwinost celebroteiljwrsons okbis time" (2 Bde., Lond. 1832, 4.), Davicsblemoirs osDsv. 6." (2 Bde.,Lond. 1780; deutsch, Lpz. 1782) und Murphy,Hw like ok 6." (Lond. 1799). G.'sGattin, Eva Maria Veigel, gcb. am 29. Febr. 1724 zu Wien, wo sie unter dem Na-men Violette als Tänzerin auftrat und großen Beifall fand, wurde 1744 bei der Oper inLondon angestellt. G. heirathece sie 1749 und begleitete sie 1763 auf das Festland. Nachseinem Tode lehnte sie die Heirathsanträge mehrer vornehmer Engländer, unter Andern desgelehrten Lords Monboddo, ab, da sie nach G.'s letztem Willen auf den Fall ihrer Wieder-verheirathung einen Theil des ihr ausgesetzten ansehnlichen Erbtheils verlieren sollte, undstarb am 16. Oct. 1822 zu London.

Garrow, ein Volk in Hinterindien, das zwar wenig Cultur, aber eine eigene Religionhat, und dessen Sprache (Gaura) die Gelchrtensprache der heutigen Indier ist, worin vieleSanskritschriften übersetzt sind und fast aller Unterricht ertheilt wird.

Garten. Obschon man früh gestrebt haben mag, die Gärten zu verschönern, so be-durfte es doch eines sehr langen Zeitraums, che sich die Gartenkunst zur schönen Kunst erhob.Die Hebräer cultivirten in ihren Gärten nur den Weinstock, den wilden Feigen- und Ol-baum, die Palme, Granate und den Johannisbrotbaum. Die alten Anwohner des Indusund Ganges hatten zwar Blumengärten; dieselben lassen sich aber weder als kunstvoll nochals schön annehmen. Die sogenannten schwebenden Gärten der Semiramis konntengewiß nur in damaliger Zeit den Wunderwerken der Welt beigezählt werden. Auch die Gär-ten der Perser, Paradiese genannt, scheinen mehr natürlich angenehme Plätze, voll wild wach-sender Fruchtbäume, Pflanzen und Blumen, als mit Absicht und nach einer Regel angelegteGärten gewesen zu sein. Die Griechen hatten anfangs nur Obstgärten mit vielen Grotten,

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