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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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730 Garonne Garrick

sich ganz an Rafael anschloß, der sich oft bei seinen größern Arbeiten von ihm unterstützenließ. Von Alfons I. von Ferrara nebst andern Malern mit vielen Arbeiten im Schlossedesselben beauftragt, wendete er sich spater ganz nach seiner Vaterstadt und starb daselbst1559, nachdem er einigeJahre zuvor erblindet war. Seine Werke verrathen dieEinwirkungaller Schulen, besonders der lombardischen und noch mehr der Schule Rafael's. Doch ist dieden Ferraresen cigenthümliche Richtung auf derbe, leuchtende Farbe und breite Darstellungauch in ihm nicht zu verkennen. Vor seinen altern Schulgenossen Lorenzo Costa und L. Maz-zolino zeichnet er sich meist durch größere Anmuth und tiefere Charakteristik der Köpfe aus,welche bisweilen so sehr an Rafael erinnern, daß mehre Bilder bald diesem, bald G. zuge- 1schrieben werden. Von Rafael nahm er eine gewisse liebliche Klarheit an, ein Gefühl vonAnmuth und einen Typus von Schönheit, die ihn nebst Dem, was ihm selbst eigen ist, rechtliebenswürdig machten. Einige seiner Madonnen und Engelgestalten sind voll Seele undvon ungemeiner Anmuth. Die meisten seiner Werke finden sich in Rom; doch besitzen auchdie dresdener, berliner und wiener Galerie mehre derselben.

Garonne, der breiteste aller franz. Flüsse, entspringt im Thale Arran auf der span.Seite der Pyrenäen, nimmt, während seines 94 M. langen Laufs, gegen 30 Flüsse aufund ergießt sich nach seiner Vereinigung mit der Dordogne, eine Stunde breit, unter demNamen der Gironde in das Atlantische Meer. Sein Gebiet beträgt gegen l 900 IHM. Erwird bei Muret schiffbar, trägt von der Mündung herein die größten Seeschiffe, ist abermehrer Inseln halber an diesen Stellen sehr schwer zu beschissen. Das nach ihm benanntefranz. Departement der ober» Garonne mit 455000 E. auf 112 LIM. ist aus denLandschaften Toulousaie und Comminges gebildet und grenzt im Norden an das Departe-ment Tarn und Garonne, im Osten an Tarn, Aude und Arriege, im Westen an die Depar-tements der Oberpyrenäcn und des Gers, im Süden aber wird es durch die Pyrenäen vonSpanien getrennt. Dieser letztere Landstrich ist durchaus gebirgig und hat mehre bedeutendeSchnecgipfel, wie den Maladetta, 10548 F. hoch, den Perdighcro, Maupas und Quairot.Zugleich ist der Süden reich an Nacurschönhciten, darunter die berühmten Grotten vonEargas und mehre Seen, sowie an mineralischen Erzeugnissen, wie Eisen, welches in großerMenge zu Tage gefördert wird, Steinkohlen, die noch unausgebeutet liegen, Marmor, Gold-sand in der Garonne und andern Flüssen, und Heilquellen, unter denen die von Bagneresde Luchon vorzüglichen Ruf haben. Der ebenere und besser cultivirte Norden erzeugt Ge-treide weit über den Bedarf, viel Obst und Honig, viel Geflügel und Vieh, wogegen in demrauhcrn Süden Adler, Wölfe, Bären, Eber und alle Arten Wild in großer Menge Hausen.Das Klima ist fast durchgehend mild und gesund, so lange sich nicht der für Thierc undFeldfrüchte schädliche Westwind, 6ers genannt, gegen welchen eine eigene Affecuran; errich-tet ist, erhebt. In industrieller Hinsicht steht das Departement, im Vergleich zu andernTheilen Frankreichs, noch zurück, und auch der Handelsverkehr, zu welchem die sckiffbareGaronne und der Kanal von Languedoc eine treffliche Gelegenheit bieten, ist noch vcrhältniß-mäßig schwach. Die Volksbildung ist sehr verschiedenartig; denn während die Akademie vonToulouse (s. d.) die schwierigsten Probleme löst, die wiederbelebten 2 eux klora » x (s. d.)ihren Ruf über Europa verbreiten, die dort noch zahlreich vorhandenen Resormirten sichdurch Aufklärung auszcichnen, ist die katholische Bevölkerung, welche die Mehrzahl bildet,noch im nässesten Aberglauben befangen. Das Departement zerfällt in vier Bezirke, mitden Hauptorten Toulouse, Muret, St.-Gaudens und Villefranche- !

Garrick (David), vielleicht der größte Schauspieler, dessen sich je die Bühne zu er-freuen gehabt hat, wurde am 20. Febr. 1716 in einer Schenke zu Heresford in England,wo sein Vater, ein engl. Capitain, auf Werbung lag, geboren. Seine aus der Normandiestammende Familie, welche la Garrique hieß, hatte sich nach dem Widerrufe des Edicts vonNantes nach England geflüchtet. Schon in seinem zwölften Jahre zeigte G. sein vorzüglichesTalent in Farquhar's Lustspiel,Der Werbeoffizier", das er mit seinen Mitschülern aufführte.Später arbeitete er auf dem Comtoir seines Oheims, eines reichen Weinhändlcrs zu Lissa-bon, kehrte jedoch, dieses Geschäfts überdrüssig, nach einem Jahre zurück und hörte nun inder Schule zu Lightfield Sam. Johnson's Vorlesungen über die lat. und griech. Classiker.Hierauf studirte er in London die Rechte, dann Logik und Mathematik. Nichtsdestoweniger