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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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727
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Garigliano Garnerin 727

aus allen Kräften den Absichten Cranmer's (s. d.) entgegen, half den StaatssecretairCromwell stürzen, Hintertrieb die Vereinigung mit den deutschen Protestanten und brachtees dahin, daß die engl. Protestanten mit Feuer und Schwert verfolgt wurden. Indessen er-regte seine Verbindung mit der als Bastard erklärten Prinzessin Maria den Verdacht desKönigs. Als E. überdies die Gemahlin Heinrich's VIII., Katharina Parr, der Ketzerei be-schuldigte, diese aber vor dem Tyrannen sich zu reinigen wußte, fiel er gänzlich in Ungnadeund wurde aus dem Staatsrath gestoßen. Unter der Regierung Eduard's VI. ließ ihn dieprotestantische Partei mehre Jahre im Gefängnisse schmachten, und als er, wieder in Frei-heit gesetzt, seinen Widerstand gegen die Reformation dennoch nicht aufgab, wurde er 1551abgesctzt und nochmals eingekerkert. Mit dem Regierungsantritt der Königin Maria erhielter endlich die Freiheit und seinen Bischofssitz zurück. Später trat er als Staatskanzler andie Spitze der Negierung. Er rieth nun der Königin mit Beibehaltung der Suprematie denkatholischen Cultus allmälig wieder einzuführen, und zugleich begann er, von zahlreichenSpionen unterstützt, die blutigste Verfolgung der Protestanten. Obgleich er selbst das Ge-lübde der Keuschheit nicht gewissenhaft hielt, behandelte er besonders die verheiratheten Geist-lichen und ihre Familien mit ausgesuchter Grausamkeit. Als er endlich sah, daß die gcwalt-sqpne Vertilgung der Ketzer unmöglich sei, zog er sich einigermaßen von dem blutigen Ge-schäfte zurück.Ich habe mit Petrus geirrt, aber nicht mit Petrus geweint," soll er oft inseinen letzten Tagen gesagt haben. Er starb am 12. Nov. 1555, nachdem er noch dieschüfe Nidlcis und Latimer auf den Scheiterhaufen befördert. Wesentliches Verdienst hatteer sich um England erivorben, daß er in dem Ehevertrage der Königin mit dem span. Peinzcn Philipp die Selbständigkeit seines Vaterlandes zu wahren wußte. Außer der erwähntenSchrift gab er nochiVeeessar^ ckoctrine of » cbristian man" (> 513) heraus.

Garigliano, ein Fluß, der Liris der Alten, entspringt auf den Apenninen und er-gießt sich, nachdem er die neapolit. Provinz Terra di Lavoro durchströmt, in den Meerbusenvon Gaeta. Sein schmuziges Wasser fließt sehr langsam, ist aber sehr fischreich, namentlichauch an Aalen. In dem Schilfe desselben, unweit der Stadt Minturnä, versteckte sich Ma-rius vor seinen Verfolgern. Die Brücke über denselben auf der Straße von Rom nachNeapel vertheidigte Bayard gegen die Übermacht der Genueser und Venetianer, wodurchallein die Rettung des franz. Heers möglich wurde.

Garizim ist der alttestamentliche Name einer Bergspitze des Gebirgs Ephraim, derwahrscheinlich von dem anwohnenden Stamme der Gerissiter herkommt. Auf dem Garizimwurde zur Zeit des Nehemia, unter der Regierung des pers. Königs Darms Nothus, dasNationalheiligthum der Samaritaner (s. d.) errichtet und dadurch das kirchliche Schismazwischen diesen und den Juden vollendet. Veranlassung dazu gab, daß Manasse, der Sohndes Hohenpriesters Jaddu, wegen seiner Verhcirathung mit der Tochter des pers. Satrapenvon Samarien, des Saneballat, excommunicirt und verjagt worden war. Den von Manasseerbauten Tempel auf dem Garizim zerstörte im 1.129 v. Ehr. Johannes Hyrkanus, alleinder Berg selbst blieb den Samaritanern heilig und hieß bei ihnen stets der gesegnete Berg.

Garnkrin, eine berühmte Aeronautenfamilie, deren ältestes Glied Jean Bapr.Olivier E., geb. 1766 zu Paris, ein Schüler des berühmten Physikers Charles (s. d.)war. Während der Revolutionszeit hatte er mehren Administrationsgeschäften vorgestandenund war unter Anderm Kommissar bei der Rhein- und Moselarmee gewesen. Sein jüngererBruder Andre Jacq. G., geb. 1769, der einen ähnlichen Posten bei der Nordarmec be-kleidete, war gefangen und nach Ofen gebracht worden. Nachdem derselbe seine Freiheitwieder erhalten hatte, vereinigten sich die beiden Brüder zu einer gemeinschaftlichen Lösungdes Problems der Luftschiffahrt. Als ein erster Versuch am 16. Juni 1797 verunglücktwar und ihnen gerichtliche Verfolgungen zugezogen hatte, stieg Andre Jacq. noch im Oct.desselben Jahrs von einer Höhe von I2VV F. mit einem von ihm vervollkommnten Fall-schirme herab. Später wiederholte er sowie seine Frau dieses Experiment noch öfter undließ sich besonders im Norden Europas unter Anderm in Petersburg sehen, weshalb er sichdas Prädicat eines kremier aeronsute cku i^orck beilegte. Wegen der Priorität der Er-findung des Fallschirms gerieth er mit seinem älter» Bruder in Streit und schrieb in dieserAngelegenheit ein Pamphlet unter dem TitelUsurpation «I'etat et <Ie reputation psr un