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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Garden

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hatte eine Escadron Gardes du Corps, fünf Escadrons Gensdarmes und ebenso viel Cara-biniers zu Pferde, ein Bataillon Grenadiergarde und zwei Bataillons Garde zu Fuß. Amstärksten war stets die russ. Garde; ursprünglich zum persönlichen Schutze des Monarchenbestimmt, hatte sie stets großen Antheil an den Regierungsveränderungen. (S. Stre-litzen.) Die große Anzahl Garden, welche von Seiten Rußlands an dem Kriege vonI8l3 Theil nahmen, veranlaßte auch andere Regenten, insbesondere die Könige von Preu-ßen und England, ihre Garden zu vermehren. Ostreich besitzt nur Leibgarden, und zwarzunächst die erste Arcicrcn-Leibgarde, aus Offizieren bestehend, die nicht mehr ganz felddienst-sähig, aber von tadelloser Aufführung sind, jedoch nicht von Adel zu sein brauchen. ZumEtat dieser Leibgarde gehören außer dem Chef (Gardecapitain) >3 Offiziere, 56 Gardenund ein angemessener Unterstab. Diese Garde steht so hoch im Range, daß die Unterlieute-nants den Rang eines Generals in der Armee, die Wachtmeister den eines Stabsoffiziersund die Garden den eines Hauptmanns oder Lieutenants haben. Die königlich untzar. ade-lige Leibgarde, welche beritten ist, besteht aus einem Gardecapitain, elf Offizieren (vomRange eines Generals bis zum Lieutenant herunter), 65 Garden (adelige junge Ungarn mitUnterlieutenantsrang) und einem Unterstabe. Die königlich lombard.-venet. Leibgarde hatdenselben Etat wie die ungarische und ist gleich dieser eine militairischc Bildungsanstaltfür junge Adelige aus dem lombard.-venet. Königreich. Die Trabanten-Leibgarde bestehtaus einem Gardecapitain (General in der Armee), einem Gardecapitain-Lieutenant, zweiLieutenants (Stabsoffiziere), sechs Wachtmeister (Offiziere), vier Vice-Wachtmeister, 86Trabanten für Wien, 36 für Mailand, und einem Unterstabc. Außerdem gibt cs eine Hof-burgwache in den kaiserlichen Residenzen, von sechs Offizieren, 23 Unteroffizieren (Feldwe-bel und Führern) und 256 Gemeine mit einem Unterstabe. Für Ofen endlich besteht eineeigene Kronwache von drei Offizieren, fünf Unteroffizieren und 66 Grenadieren (Halbinva-liden der ungar. Grenadierbataillone). Die Leibwache des Sultans wurde aus denIanit-scharen (s. d.) gewählt. In Ägypten waren dieMamluken (s. d.) ursprünglich zu einerArt Garde bestimmt gewesen.

Die größte Berühmtheit erlangte Napoleon's Kaisergarde, bekannt unter dem Namender Alten Garde. Äls in der Schlacht bei Marengo gegen die Östreicher schon der ganzelinke Flügel, der franz. Armee in wilder Flucht zurückgewichen war und der Sieg auf derSeite der Ostreicher zu sein schien, waren es zwei Bataillons der Consulargarde, welchedurchaus nicht wichen und auf diese Weise bewirkten, daß Castel Ceriolo besetzt werden undden sich wieder sammelnden Truppen einen Anlchnungspunkt gewähren konnte, wodurchsich endlich der Sieg für Bonaparte entschied. Diese Consulargarde, damals drei Bataillons,866 M. stark, und zwei Schwadronen zu 366 Pferden, vermehrte Napoleon als Kaisernach und nach auf 68 Bataillons, 3l Escadrons und 86 Geschütze. Aus dem ganzen HeereauSgewählt, war sie ihres Werthes sich bewußt und verdiente in jeder Hinsicht das höchsteZutrauen des Kaisers, der sie gewöhnlich nur als Reserve gebrauchte. Die Junge Gardewar gleichsam die Vorbereitung; denn nur die bessern Soldaten derselben wurden unter diezwölf Bataillons, der Alten Garde ausgenommen, die ihresgleichen nicht fanden. Bei demMarsche nach Rußland war die Napoleon'sche Garde folgendermaßen cingetheilt: l) DieDivision der Alten Garde, sechs Bataillons Grenadiere und vier Bataillons Jäger; 2) dieDivisionen der Jungen Garde, acht Bataillons Voltigeurs, acht Bataillons Tirailleurs, zweiBataillons Chasseurs Füsiliers, zwei Bataillons Grenadiers Füsiliers, und zwei BataillonsFlanqueurs; 3) die Division der Fremden, ein Bataillon Neufchateller, zwei'Bataillonshcssen-darmstädter Leibgarde und zwei Bataillons Gardefüsiliere, zwei Bataillons hessen-darmstädtcr Linieninfanterie und drei Escadrons portug. Jäger; 3) die Gardecavalerie,zwei Regimenter Grenadiere zu Pferde, zwei Regimenter Dragoner, drei Regimenter Lan-ciers, eine Escadron Mamluken, größtentheils Pariser, und zwei Escadrons Gendarme-rie-Eliten, zusammen 36 Escadrons. Sie führte 126 Geschütze mit der zugehörigen Be-dienung, einer Compagnie Train und einem Bataillon Ouvriers de la Marine. Außerdemgehörten dazu ein Bataillon Velitengarde des Prinzen Borghese, ein Bataillon Velitengavdeder Großherzogin von Toscana, ein Bataillon span. Pionniere und eine Escadron Ehren-garde. Von allen diesen schönen Truppen kamen nur etwa 860 M. zurück, die aber am l.

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