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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
Seite
719
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^ Ganglion Gans /IS

' nur mit den Gehirn- und Rückenmarksnervcn in Verbindung gesehbist. Sein Name rührtvon den vielen Ganglien her, die theils von ihm allein, thcils in Verbindung mit andern Ner-ven gebildet werden. Der Centraltheil des Gangliensystems besteht aus zwei Nervensträngen,die an beiden Seiten der Wirbelsäule innerhalb des Halses, der Brust und der Unterleibs-Höhle verlaufen, deren obere Enden sich im Gehirn verlieren, während die untern im Beckensich in dem 0!>»j-li»n c«cc)'ge»m vereinigen. Nur fünf Gehirnncrven stehen mit diesemNervensystem nicht,'» nachweisbarer Verbindung, außer diesen aber vereinige» sich samnitlicbeNerven bald nach ihrem Austritt aus dem Gehirn oder Nückenmarke mit ihm in den Gang-^ iic», deren es im ganzen Körper kein einziges gibt, welches nicht auch einen Nervenfaden vondem sympathischen Nerven bekäme. Die Hauptnerven des Gangliensystems verbreiten sick! in netzartigen Geflechten über die zur Erhaltung des Körpers dienenden Organe der Brustund Unterleibshöhle. Das größte dieser Geflechte ist das Sonnengeflecht (plexus solaris),j welches unter dem Zwerchfell hinter dem Magen liegt. Ebenso begleiten dieGangliennervennetzförmig die Arterien bis in ihre feinsten Verzweigungen im Haargefäßnetze der Peripherie.des Körpers. Hieraus erhellt, daß das Gangliensystem den Verrichtungen des Körpers vor-steht, die der Willkür nicht unterworfen sind. Die Bildung der Gangliennerven weicht vonder der andern darin ab, daß sie weicher und dunkler gefärbt sind als jene und nicht so sym-metrisch verlaufen. (S. Ganglion und Nerven.)

Ganglion oder Nervenknoten ist der anatomische Name für größere oder kleinere Kör-per von verschiedener Gestalt, welche durch den Zusammentritt mehrer Nerven gebildet werdenund von denen wiederum Nerven auslaufen. Die Ganglien dienen wahrscheinlich dazu, zwi-schen den Organe», aus deren Nerven sie gebildet werden und zu denen sie Nerven senden, einenZusammenhang des Gefühls (consensus) herzustcllen. Sie scheinen daher für einzelne Or-gane Das zu sein, was das Gehirn für den ganzen Körper ist; eineAnnahme, die auch durchden Bau derselben ziemlich gerechtfertigt wird. Man hat die einzelnen Ganglien thcils nach, ihrer Gestalt, theils nach den Orten, an denen sie liegen, benannt. In der Chirurgie heißtGanglion ein Überbein (s. d.).

Gangrän«, s. Brand.

Ganilh (Charl.), ein berühmter franz. Staatswirthschaftslehrer, geb. im Juli 1760in den Gebirgen von Auvergne, war beim Ausbruche der Revolution Advocat in Paris undwurde zum Wähler ernannt. Er hat in der Revolution keine wichtige Nolle gespielt, sich aberstets als einen Freund des Rechts und der Freiheit gezeigt. Nach der Restauration kam erI8l5 in die Deputirtenkammer, in derer bis l823 saß, und war einer der furchtlosestenSprecher gegen die damals zu fanatisch - übermüthige Majorität. Seine Einsichten wie seinredlicher Patriotismus erwarben ihm die Achtung aller Wohlgesinnten, und mehre seinerGelegenheitsschriftcn hatten großen Einfluß auf die öffentliche Meinung.. Er starb in ziem-lich beschränkten Verhältnissen am 4. Mai >836. Als seine Hauptwerke sind zu erwähnen,,l>es svstemes «'economic politi<z»e, «e In valeur comzisrutivs «o leurs «octrines, et «ccelle »;»> parsit Io plus iovoroble sux progrcs <Ie l:> ricliesse" (Par. l 800; 2. vcrm. Aufl.,2 Bde., I82ll),'lllieorie cis I'ecouninie pnliticziie, toinlee snr los l»!ts" (Par. 1815;2. Aufl., 2 Bde., >822),blssai politi^ue »in le revenn fmbliljue «es peuplss «e I'onti-gmte, «u mozen »ge et «es siecles mo«e>nes" (Par. l806; 2. Aufl., 2 Bde., >823)undDictionuaire »»slzNiljue «'economic politigue" (Par. 1 826).

Gans (scnser). Die Gans gehört zur Gattung der natürlichen Familie der Gänsevö-gel, und es kommen von ihr verschiedene Arten vor. Die gemeine Gans (^n»s) unter-scheidet sich wieder in die wilde und die zahme Gans. Die wilde Gans ist ein Zugvogelund hält sich i» den stehenden Gewässern und Sümpfen des nördliche» Deutschlands auf.Da sie meist von grünen Saaten und reifem Getreide lebt, so thut sie den Feldern großenSchaden. Die wilden Gänse sind sehr scheu, listig und behutsam; sie gehören zur »ledernJagd und ihr Fleisch ist eßbar. Die zahme Gans unterscheidet sich von jener durch ihre Größeund ihr weißeres Gefieder. Sie bildet einen Bestandthcil einer jeden Landwirthschaft undwird hauptsächlich ihrer Federn und ihres Fleisches wegen gehalten und in besonders dazueingerichteten Stellagen gemästet; doch bringt eine ausgedehnte Gänsezucht nur selten Vor-theil. (S. Federvieh.) Die gewöhnlichsten Krankheiten der zahmen Gans sind die Gäu«