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Gama (BaSco -e)
In der neuern und neuesten Zeit zeichnete sich aus Dmitri Wladimirowicz G., der,nachdem er früher im rufs. Heere mit Auszeichnung befehligt hatte, seit 1820 als General-kriegsgouverncur von Moskau zur Zeit der Cholera bei dem Brande im I. >83l und inhundert andern Fallen, wo es das Interesse der Stadt galt, sich rühmlichst hervorthat, starbim Apr. 1833 zu Paris. Einer der bedeutendsten Männer des Staats und ein Gegenstandallgemeiner Verehrung, wurde er mit fast kaiserlicher Pracht in der Gruft seiner Ahnen inMoskau beigeseht. — Endlich ist noch zu nennen Serg ei G., der sich schon durch seineWaffenthaten unter der Kaiserin Katharina auszeichnetc und gegenwärtig als Mitglied desReichsraths und als einer der ersten Würdenträger des Reichs all seinen Einfluß aufbietet,um Cultur und Glan; seiner Nation zu erhöhen. Ein unermeßliches Vermögen kommt seinenedeln Absichten zu statten; auf seinem Landsitze Kusminski oder Mclniza in der Nähe vonMoskau residirt er mit fürstlicher Pracht und inmitten einer durch Kunst zu einem prächti-gen Musensitzc umgeschaffcnen Natur.
Gama (Vasco de). Die in der zweiten Hälfte des 1 5. Iahrh. von den portug. Koni-gen beförderten oder angeordneten Entdeckungsreisen hatten gradweis die Westküste Afrikaskennen gelehrt; Bart. Diaz war sogar bis 60 Meilen jenseit des Caps der guten Hoffnunggelangt, während andere portug. in Abyssinien ausgerüstete Expeditionen die Südküste vonArabien besuchten, aber noch fehlte die Verbindung zwischen diesen Entdeckungen. Überzeugt,daß sie zu finden und daher ein ununterbrochener Seeweg nach Indien zu eröffnen möglichsein werde, rüstete König Emanucl der Große von Portugal vier mit >60 Soldaten undSeeleuten bemannte Schiffe aus, deren Oberbefehl er an G. übertrug, einen durch Muthund Klugheit bekannten, zu Sines, einer kleinen Seestadt der Provinz Alemtcjo in Portu-gal, geborenen und aus alter Familie stammenden Scemanne. Die kleine Flotte verließ Lis-sabon am 0. Juli 1-197 und gelangte, durch Gegenwinde aufgehalten, erst am >6. Nov.nach dem jetzt als Tafelbay bekannten Hafen, wo sie für einige Tage ankerte. Schon am20. Nov. umschiffte G. die Südspihe Afrikas und wendete sich nach Nordosten, nachdem esihm gelungen, seine auf Rückkehr nach Portugal bestehende Mannschaft zu beruhigen. Diegroßen Beschwerden dieser Fahrt vergaß er, als ihm endlich günstige Winde nach So-fala führten, wo er das alte Ophic gefunden zu haben meinte, und wo ihm zuerst halbcivi-lisirte Menschen entgegcntraten, die mit Asien Seeverkehr unterhielten und arabisch spra-chen. Anfang Mär; >598 berührte die Flotte Mozambique und lief später in Mombazaan der Küste von Zangucbar ein. Die dort lebenden Mauren erkannten in den Portugiesen!bald dasselbe Volk, welches seit vielen Jahren am entgegengesetzten Ende Afrikas gegen dieMohammedaner einen rücksichtslosen Krieg führte. Sie reizten von jetzt an alle eingeboreneFürsten gegen die Fremden auf, die mehrfach in große Gefahr gcriethen und welchen es nurin Melinda, unterm 3° südl. B., gelang, freundschaftliche Verbindung auf die Dauer anzu-knüpfen und einen aus Guzerat stammenden Pilote» zu erhalten. Unter seiner Leitung ge-langte G. am 20. Mai nach Kalikut an der Malabarküste, einer blühenden Stadt, wo derHandel der ganzen Ostküste Afrikas, Arabiens, des pers. Golfs und der Halbinsel Indiensseinen Mittelpunkt fand. Auch hier traten die Mauren den Portugiesen wieder entgegen;indeß gelang es dennoch G., dem Fürsten des Landes, dem Zamorin, Achtung cinzuflößen.Zufrieden mit den gemachten Entdeckungen trat G. den Rückweg an, berührte mehre dervorher besuchten Häfen und ankerte im Sept. 1399 in Lissabon, wo ihm viele Auszeichnun-gen, Titel und Einkünfte und das Versprechen von künftigem noch großem Gewinne zuTheil wurde. Der König Emanucl sendete sogleich unter Pedro Alvarez Cabral (s. d.) einGeschwader nach Indien, um dort portug. Niederlassungen zu begründen. Nur an wenigenOrten gelang dieses; tu Kalikut wurden sogar 30 zurückgclassene Portugiesen ermordet.Um diese Unbill zu rächen, vorzüglich aber um sich den ind. Scehandel zu sichern, der Lissa-bon auf einmal eine früher nicht geahnte Wichtigkeit verliehen hatte, rüstete der König einneues Geschwader von 20 Schiffen aus, welches unter G.'s Oberbefehl im I. >502 abging.G. gelangte glücklich an die Ostküste von Afrika, begründete dort die noch bestehenden por-tug. Colonien Mozambique und Sofala, segelte zuerst nach Travancore, nahm oder ver-senkte unterwegs alle dem Zamorin gehörende Schiffe und zwang diesen durch Beschießungder Hauptstadt Kalikut und Vernichtung einer Kriegsflotte von 29 Schiffen zum Friedens-