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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
Seite
710
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71v Gallus <8. Cornelius) Galuppi

mit Berechnung der Sonnen- und Mondfinsternisse und soll einige astronomische Schriftenverfaßt haben, von denen sich aber keine erhalten hat.

Gallus (L. Cornelius), ein röm. Feldherr und Dichter, Freund des Virgil und Ovid,wurde durch Augustus aus seiner Niedrigkeit emporgehobcn. Er befehligte eine HcerSab-theilung in der Schlacht bei Actium, focht dann in Ägypten glücklich gegen Antonius underhielt zuletzt die Statthalterschaft des eroberten Landes. Übermüthig gemacht durch seinGlück, ließ er sich hier Bildsäulen errichten und seine Thaten sogar an den Pyramiden ver-ewigen, zog sich aber sehr bald Unzufriedenheit und Mistrauen in der Verwaltung zu. An-fangs von einem seiner Freunde bei Augustus, später von vielen Andern bei dem Senat an-gcklagt, wurde er seiner Ämter entsetzt, des Vermögens beraubt und geächtet, kam aber dieserSchmach durch Selbstmord zuvor. Seine Gedichte, an denen die Alten selbst eine gewisseHärte rügten, sind sämmtlich untcrgegangen, denn die unter seinem Namen zuerst von Pon-pon. Gauricus (Ven. »591, 4.) bckamrt gemachten sechs Elegien sind ein späteres Mach-werk, sowie die ihm zugeschriebenen Epigramme in der^ntkolagia lat." und das den Wer-ken Virgil's gewöhnlich beigefügte kleinere Gedicht<Hg" offenbar andern Verfassern an-gehören. Von diesem G. benannte W- A. Becker seine Darstellung des häuslichen Lebensder RömerGallus, röm. Scenen aus der Zeit August's" (2 Bde., Lpz. > 838).

Gallus, s. Hänel (Jakob).

Galmei nennt man zwei verschiedene Mineralhoccies, den Zinkspath oder kohlensau-ren Zink und den eigentlichen Galmei oder kieselhaltigen Zink (s. d.).

Galt (John), einer der berühmtesten humoristischen Schriftsteller Englands, geb. am2. Mai 1779 zu Jrvine in Ayrshire, verlebte einen Theil seiner Jugend zu Greenwich, woder Umgang mit den Mittlern und untern Ständen seine Beobachtungsgabe und die derbeDrolligkeit seines Humors ausprägte. Nachdem er ein'mit einem gewissen M'Lachlan be-gonnenes Handelsgeschäft hatte aufgebcn müssen und auch vergebens bemüht gewesen war,sich dem Studium der Rechtsgelehrsamkeit zu widmen, begab er sich l899 auf Reisen, be-suchte Italien und die Türkei und ließ nach seiner Rückkehr seine an statistischen Notizenund Handelsvorschlägcn reichenVoz-AAos and travels in tim ^sars >899 I l"(Lond.»812,4.) erscheinen. Auch legte er dem Gouvernement den Plan vor, die Waarcn der Le-vante über die Türkei zu beziehen, den er in seinenRetlections on political and eominer-cinl subsects" (»812) und in denRetters tiom tim ImvAnt" (»813) ausführlicher ent-wickelte. Da er aber hiermit weder beim Ministerium noch bei der Handelswelt Gehör fand,ging er als Handelsagent nach Gibraltar, dann als Agent für die canadischcn Federungennach Amerika. Nach seiner Rückkehr wendete er sich ausschließcnd zur Schriftstellerei. Dieletzten Jahre seines Lebens brachte er in Greenock zu, wo er am 11. Apr. 1839 starb. Unterseinen historisch-romantischen Erzählungen verdienen ErwähnungSoiitlmniian",8ir»Inllrsrv VVviw",8tanle^ Uuxton",Ringsn «ilksi-e",kotiml-m", Is <7»r!et"

undl^sircks <>k 6rij»x>)-". Schon früher hatte er in derIdle and tim -rdministratio» «fcsrdimd (Lond. »8» 2, 4.), noch mehr aber in derIdke And 8t,-dies »Uly.

>Ve8t" sich als tüchtigen Biographen bewährt. SeineIdle ok L^ron" erntete wie die vonLeigh Hunt Lob und Tadel. In seiner Autobiographie (2 Bde., Lond. > 833 ) verwebte erWahrheit und Dichtung in der ihm eigenthümlichen humoristischen Weise. Den »812 vonihm herausgcgebencn vier Tragödien schließt sich die Sammlung seinerl'oemo" (Lond.» 833) an. Sein Ruhm indeß als origineller Humorist gründet sich auf die Erzählungen »de ainnds ot tim Urtnsb", ,,.-1)re8llireImgatees",Hm?revo5t" undl.avvrieHld",worin er das Stillleben der Mittlern und untern Stände Schottlands mit solcher Meister-schaft geschildert hat, daß ihm in dieser Beziehung sogar Walter Scott nachsteht.

Gulupfti (Baldassaro), auch Buranello genannt, ein seiner Zeit sehr berühmterOperncomponist, geb. >793 auf der Insel Burana bei Venedig, war ein Schüler des be-rühmte» Lotti. Nachdem er schon »722 in Venedig mit einer Oper aufgetreten, die indeßwenig gefiel, wußte er sehr bald die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Er wurde Kapellmei-ster bei St.-Marcus und Lehrer am Conscrvatorio degli'Jncurabili; folgte zwar »766 ei-nem Rufe als Kapellmeister nach Petersburg, kehrte jedoch schon nach zwei Jahren in seine