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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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7D0 Galle Hallego

gegen Torstcnson gestellt. Vergebens suchte er denselben in Holstein, bis wohin er ihm au-Schlesien gefolgt war, einzuschließen; vielmehr wurde er durch eine geschickte Wendung Tor-stcnson's genöthigt, sich mit großem Verluste wieder an der Elbe hinaufzuzirhen, worauf erden Commandostab an Hatzfeld (s. d.) abgeben mußte. Nochmals übernahm er UU;den Befehl über die bei Jankowitz geschlagenen kaiserlichen Truppen und starb 16-17 mWien. Seine ncuerworbcneHerrschaft Friedland vergrößerte er durch Ankauf mehrer böhm.Güter, und seine Nachkommen breiteten sich auch in Schlesien aus, doch erlosch sein Manns-stamm schon in der Mitte des 18. Zahrh., worauf der Erbe von Friedland, Graf Clam, denBeinamen Gallas annahm.

Galle (lrilis, kel) heißt die Flüssigkeit, welche in der Leber aus dem Blute ausgeschie-den und in den Darmkanal übergeführt wird, wo sie bei der Verdauung mitwirkt. Sie wirdaus den unzähligen kleinen Gallengängen (cluetus biliterl) theils in den Lebergang(»luctus iiepsticus), theils indie G allenb. ase (cMis S6U vesics keile»), einen birnförmi-gen, an der untern hintern Fläche der Leber angehefteten häutigen Sack, geleitet, aus welcherwieder ein Kanal (cknctus cMious) hervorgeht, der sich mit dem Lebergang zum gemein-schaftlichen Eallengang (lluctus clwleckoclms) vereinigt, durch welchen endlich die Gallein den Zwölffingerdarm Übertritt. Sie ist eine der zusammengesetztesten Flüssigkeiten, grünlich-oder bräunlich-gelb, in den kleinern Gallengängen Heller und flüssiger, in der Gallenblasedunkler und weniger flüssig, von bitterm Geschmack und fadem, süßlichem Geruch. Über diedie Galle bildenden Stoffe haben die Analysen der berühmtesten Chemiker noch kein ganzübereinstimmendes Resultat geliefert. Die Gallensecretion ist eine der wichtigsten thierischenFunctionen und selbst bei sehr niedern Thierclafsen zu finden. Ihrer verschiedenartigen Br-standtheile wegen ist die Galle vielen krankhaften Veränderungen ausgesehr, die einen be>deutenden'Einfluß auf den ganzen Organismus ausüben. Dahin gehören namentlich dieGallensteine (csleuli ksllei, cbolelitki), harte, in ihrer chemischen Zusammensetzung derGalle mehr oder weniger gleiche Concrcmente von verschiedener Größe und Gestalt, die sichbald einzeln, bald in größerer Anzahl in der Gallenblase, den Gallengängen, der Leber, demMagen oder Darmkanale finden. Ihre Entstehung ist sehrschwer zu erklären und ihre Gegen-wartoft nicht leichtzu erkennen, da sie zuweilen gar keine oder nur geringe, in andern Fällenje-dvch sehr heftige Beschwerden herbeiführcn, die selbst den Tod verursachen können, besonderswenn sie die Gallengänge verstopfen und so den Übertritt der Galle in den Darmkanal ver-hindern. Ihre Entfernung stößt oft auf unüberwindliche Hindernisse. (S. auch G a llcn-fi e b e r.) Die Ochsengalle (lei t»»rim,m) wird häufig als Arzneimittel bei Gallen-krankheiten angewendet.

Gallego (Don Juan Nicasio), span. Dichter, geb. 1777 zu Zamora, erhielt auf derUniversität zu Salamanca seine Bildung. Nachdem er im I. l 800 seine Studien vollendetund die Priesterweihen erhalten hatte, begab er sich nach Madrid, wo er die BekanntschaftQuintana'- und Cienfuego's machte und mit dem Erstem einen alle Stürme ihres wechsel-vollen Lebens überdauernden Freundschaftsbund schloß. Im Mai 1805 wurde er königlicherHoskapellan und im Oct. desselben Jahrs geistlicher Director der Erziehungsanstalt für dieEdelknaben des Königs, welches Amt er bis zum Einzuge der Franzosen in Ätadrid beklei-dete. Als Dichter erregte er zuerst die allgemeinere Aufmerksamkeit durch seineOll» »Buenos ^res" (1807), der dieLiegt» »l Dos Oe iVls^n" (1808) und dieOüs s lam-tiuencis ciel entusinsmo püblico en Iss srtes" (1808) folgten, die aber erst nach 1832 imDruck erschien. Als die Franzosen zum zweiten Male in Madrid einzogen, flüchtete er mitder legitimen Regierung nach Sevilla, später nach Cadiz und kehrte erst mit derselben wiedernach der Residenz zurück. In dieser Zwischenzeit hatte er eine Präbende in Murcia erhalten;auch war er von der ersten Regentschaft zum Dom-Chormcister auf der Insel San-Domingoernannt worden, welche Würde er jedoch nie wirklich antrat. Als Deputirter nahm er dreiJahre hindurch an den Sitzungen und Arbeiten der Cortes von Cadiz Theil. Unter den pa-triotischen Liedern, die er während dieses Zeitraums verfaßte, zeichnet sich das Sonett an denLord Wellington nach der Einnahme von Badajoz aus. Nach der ersten Restauration wurdeer nach 18monatlicher Einkerkerung in ein Karthäuserkloster Andalusiens verwiesen. Wäh-rend dieser unfreiwilligen Muße schrieb er die beiden Elegien auf den Tod des Herzogs von