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scr Gelehrten gemachten Einwürfe vertheidigte er sich in der Schrift „Des d>8po8,tion8 inner,de I'üme et de I'e8prit, on du m»terislisme, <t» iütulwme et de !'-> liberte morale" (Par.>812), deren Inhalt später in das Hauptwerk überging. Nebenbei als praktischer Arztziemlich beschäftigt, lebte er seinen Studien auf seinem Landsitze zu Montrouge bei Paris.
Er starb am-22. Aug. 1828. Wenn auch sein System meist auf vorgefaßten Meinungenberuht, deren Unhaltbarkeit durch Erfahrung und Beobachtung hinlänglich dargethan ist, sohat er sich doch durch seine Entdeckungen in der Anatomie und Physiologie des Gehirns inder Geschichte der Medicin einen bleibenden Namen, sowie durch Anregung mancher wich-tigen philosophischen und psychologischen Fragen ein großes Verdienst erworben. '
Gallais (Jean Pierre), sranz. Geschichtschreiber und Journalist, geb. zu Doue aml8. Jan. 1756, war beim Ausbruche der Revolution, gegen deren Principien er seinganzes Leben hindurch beharrlich ankämpfte, Professor der Philosophie an einem Benedic-tinercollegium und wurde hierauf Mitarbeiter an dem unter des Abbe de Fontenai Leitungerscheinenden Journal general", in welchem er seine royalistischen Grundsätze mit vielerKühnheit verfocht. Nach Ludwig's XVI. Hinrichtung ließ er seinen „^ppsl »la postentesur lesugement du roi, 18 janv. 1793" (4. Aust., Par. 1814) erscheinen, der dem Ver-leger Weber, weil er den Verfasser nicht nennen wollte, den Tod unter der Guillotine, ihmselbst aber eine Zeit lang Gefängniß brachte. Nach dem 18. Fructidor proscribirt, mußte erflüchten. Wieder nach Paris zurückgekehrt, redigirte er nacheinander den „Kece88sire »»rourrier du corp8 Ieg>8latik", den „Iudi8pen8<»ids", das „Hulletin politie;ue", den „kubli-riste" und zehn Jahre hindurch, bis 1811, das „äournal de karm". Nach der Restaurationschrieb er auch für die „Huotidienne". Im I. 1820 wurde er Professor der Beredtsamkeitund Philosophie an der Rechtsschule zu Paris, starb aber noch in demselben Jahre am 26.Oct. Von seinen größer« historischen, aber freilich sehr parteiischen Werken sind die „Uwtoirede lu revolutiou du 18 fructidor", die „iimtoire de Is revolutiou du 18 brumsire et deIlonaparte" Bde., Par. 1814 — 15) und die „blmtoire de la revolutiou du 20 mars",welche den fünften Band des vorigen Werks bildet, sowie die „llwtoire dekrance depuisl»inort de I^ou>8 XVI su8igu' au traite de psix du 20 nov. 1815" (2 Bde., Par. 1820, 3Bde., 1821) die bedeutendsten. Scharf beurtheilt er seine Zeit in den „üloeuro et csrscte-re8 du I9ieine oiecle" (2 Bde., Par. 1817).
Galland (Ant.), Orientalist und Numismatiker, geb. 1646 zuRollot bei Montdidierin der Picardie, begleitete 1670 den sranz. Gesandten Nointel nach Konstantinopel und dannnach Jerusalem. Später machte er noch zwei Reisen nach dem Orient. Nach der Rückkehrvon der dritten, die er 1670 unternahm und bei der er von Colbert und dann von Louvoisunterstützt wurde, lebte er, in seine Arbeiten vertieft, erst in Paris und hierauf zu Caen. Erwurde 1701 Mitglied der Akademie der Inschriften, 1709 Professor der arab. Sprache amCollege de France und starb am 17. Febr. 1715. Der größte Thcil seiner Schriften betrifftdie Numismatik und den Orient; den allgemeinsten Ruf aber verschaffte ihm seine Über-setzung der ,MiIle et uns nuit8, couteo sruboo" (12 Bde., Par. 1704 — 8; zuletzt Par.1840). Außerdem sind zu bemerken seine „I?arole8 reiusryuable8, bou8 iuot8 et umximesde8 Orieutuux" (Par. 1694 und öfter) und „l.es coute8 et lables iudieone8 de Lidpsi etde Ukuisn" (2 Bde., Par. 1724; zuletzt Par. 1840).
Gallapfel. Eine nicht unbedeutende Zahl Insekten sehr verschiedener Ordnungen,hauptsächlich aber die Gallwespen, von welchen man viele Arten kennt, legen ihre Eier inangebohrte Blätter, Blattstiele und Knospen gewisser Pflanzen, welche sie selten oder nie mitandern verwechseln. Die Verwundung der Pflanzentheile ist nicht allein mechanisch, indemwahrscheinlich während des Stichs ein sehr reizendes Gift in die angcbohrte Stelle fließt, wel-ches ein Zuströmen der Säfte und hierdurch einen ungewöhnlichen weichen, gefärbten, späterverhärteten oder wollig werdenden Auswuchs veranlaßt. In diesem mit der Zeit wachsendenNeste werden nicht allein die Eier ausgebrütet, sondern es finden auch die ausgekrochenenJungen dort anfangs ihre Nahrung. Haben sie sich durch die Wandungen dieses Auswuch-ses hindurchgefressen, so vertrocknet dieser und nimmt eine mehr faserige oder lederartige Tex-tur an. Zwar werden die meisten Pflanzen durch oft mikroskopisch kleine G allinfektenheimgesucht, indeß haben nur die Auswüchse der Eiche (auf welcher an 20 Arten von Gall-