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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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Galerie Galicien 693

bezeichnet« man mit diesem Namen auch schon mittlere Fahrzeuge, deren man sich, weil siesehr schnell segelten, öfter im Seekriege bediente. Die Ruderknechte waren zugleich Soldatenund mit einerMuskete bewaffnet; auch waren die Fahrzeuge zuweilen mit einigen Geschützenversehen. Bombardiergaliotc hieß ein solches Fahrzeug, wenn es zum Bombardementvon Seeplätzen gebraucht wurde.

Galerie nennt man in der Baukunst ein langes, schmales Zimmer, welches dadurchvom Saale sich unterscheidet, daß es wenigstens dreimal so lang als breit ist. Da man dieGalerien meist mit Gemälden, Bildhauerarbeit und andern Kunstwerken zu verzieren pflegt,so nennt man auch Sammlungen von Gemälden, Werken der bildenden Künste u. s. w.Galerien, wenn sie auch nicht in einen sondern in mehren aneinanderstoßenden-Zim-mern sich befinden. (S. Museum.) Bisweilen gebraucht man Galerie auch für Kor-ridor (s.d.). In den Theatern nannte man Galerie sonst die obersten, der Decke näch-sten Plätze, gegenwärtig führen diesen Manien auch die vor den Logen ringsum laufendenReihen derPlätze. JmAllgemeincn heißen auch die beim Minenbau vorkommenden unter-irdischen Gänge Galerien, während die aus der Hauptgalcrie sich abzweigenden kleinernGänge Nameaux genannt werden. Außerdem nennt man die unter dem Wall einer Festungoder eines detachirtcn Werks laufenden gemauerten, mit Gewehrscharten versehenen undzur Vertheidigung des Gkabens dienenden Gänge Galerien, oder auch zum Unterschied vonden vorigen Vertheidigungsgalericn.

Galiäni (Fernando), geb. am 2. Dec. 1728 zu Chieti in der ncapolit. ProvinzAbruzzo citeriore, studirtc die Rechte und zeichnete sich später als Staatsmann im Diensteseines Vaterlands und als Schriftsteller aus, besonders durch scharfgedachte und mit lebhaf-tem Witz geschriebene nationalökonomische Abhandlungen. Eine seiner frühesten Arbeiten indiesem Fache ist die über das Geld, welche 17-19 anonym erschien; bedeutender die 175-tunter dem Namen seines Freundes Jnthieri von ihm herausgegebene AbhandlungVelinpersettu coirservuLinne «iei Arano"; oben an aber stehen dievialoßues 8>ir le commercede8 bleds" (Lond. >770), von denen in Bezug auf die Schreibart Voltaire sagte, daß sichPlaton und Moliere vereinigt zu haben schienen, um sie abzufassen. G. erkannte in der Weltnichts als den Kampf der persönlichen Überlegenheit mit der persönlichen Schwäche. Amstärksten zeigte sich seine kaustische Schärfe in der Verspottung Derer, welche für Ideen, fürWahrheit und für Freiheit in die Schranken traten. Man lernt ihn in dieser Hinsicht gutkennen aus der überhaupt für die Zustände der Zeit interessanten<7nrrespondance inedite<Ie 6. 1765 5 >783 avec 51. d'Lpina)-, Is Oarnn d'volbacli, <7rlmm, Diderot" (2 Bde.,Par. 1818; auch herausgegeben von Barbier, 1819). Mit den betreffenden Personen warer als Legationssecretair in Paris (1768) bekannt geworden. Auch beschäftigte er sich mitNaturwissenschaften und Alterthümern; er schrieb über den Vesuv (1755) und über dieMalerei der Alten (1756) und hatte viel Anthcil an der Unternehmung der Herausgabevon Monumenten, welche die herkulanischc Akademie besorgte. Er starb am 36. Oct. 1786.

Galicien, der nordwestlichste Theil Spaniens, mit dem Titel eines Königreichs, derauf 738 UM. 1,500066 E. zählt und gegenwärtig die Provinzen Coruna, Lugo, Orenseund Pontevedra bildet, hat meist ein rauhes, feuchtes Klima, ist bergig und in der Mitte un-fruchtbar; gegen die See zu aber hat es schöne Weiden und guten Weinbau. DieBcwohner,Gallegos genannt, sind starke, kräftige Leute und arbeitsam. In ganz Spanien ziehen sieherum und suchen durch die beschwerlichsten Arbeiten, namentlich in Madrid durch Wasser-tragen, sich etwas zu verdienen, um dann daheim davon leben zu können. Als Soldaten haltensie vortreffliche Mannszucht; durch Strapatzen abgehärtet, ertragen sie geduldig Hungerund Durst und passen ganz vorzüglich zum Dienste der Infanterie. Oft hat man sie dieGascogner Spaniens genannt, und in der That ist eine auffallende Ähnlichkeit zwischen bei-den Volksstämmen nicht zu verkennen. Fischerei und Schiffahrt sind ihre Hauptbeschäfti-gung ; erst in neuern Zeiten entstanden Leinwandfabriken. Wichtig sind insbesondere diebeiden stark befestigten Hafenstädte Cvruna (s. d.) und Ferrol, mit mehren bedeutendenmilitairischen Gebäuden, dem schönsten Arsenal in Spanien, einem der besten Kriegshäfenin Europa, mehren nautischen Anstalten und Werften. Andere berühmte Städte sind San-Jago di Compostella (s. d.), Lugo mit 5006 E-, Orense mit 2000 E., heißen Bäder«