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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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690 Galeasse Galen

man ihni die Fortsetzung der von Fullmann und Fell begonnenen Sammlung der engl.Chronisten, unter dem Titelllistorme snglicsnae scriptc,re8 «juinque" (Lond. 1687),UNdllistoris« britaanicse, saxomcse etc 8criptore8 ^iiinclecim" (Land. 1691).

Galeaffe war der Name für die größten Kriegsschiffe der Republik Venedig zurZeit ihrer höchsten Blüte. Eine Ealeaffe war 16617» F. lang, hatte drei Masten, warRuder- und Segelschiff zugleich, führte 80»1260 M. am Bord und war auf dem Vor-der- und Hintcrcheil mit Geschütz auf zwei Decken versehen. Auch belegt man mit die-sem Namen kleine in der Ostsee gebräuchliche Fahrzeuge.

Galeeren hießen sonst die der Galeasse (s. d.) ähnlichen, nur etwas kleinern Ru-dersahrzeuge. Sie hatten 136146 F. Länge, 1626 F. Breite und aufjeder Seite 2226 Ruder, deren jedes von der Ruderbank aus durch fünf Ruderknechte in Bewegunggesetzt wurde. Gewöhnlich führten sie nur zwei niedrige Maste mit dreispitzigcn Segeln undwenig Tauwerk. Auf dem Vordertheile, welches in einen langen Schnabel auslief, war einVerdeck für die Kriegsmannschaft, unter demselben aber standen ein Vierundzwanzigpsünderund ein oder zwei kleinere Geschütze zu dessen Seiten; auf dem Hintertheile hatten sie ge-wöhnlich zwei Sechspfünder. Kleinere Galeeren nannte man Ealeoten (s. d.). Die Ga-leeren waren schon im Alterthum, namentlich bei den Griechen bekannt und im Mittelalterdie einzigen Kriegsschiffe. Früher nur im Mittelländischen Meere, so insbesondere währendder Kreuzzüge im Gebrauche, kamen sie im 16. Jahrh. auch in die Ostsee, bis sie seit derMitte des 17. Jahrh. durch geeignetere Schiffe mehr und mehr verdrängt wurden. DieRuderknechte auf den Galeeren wurden Galeeren sklav^n genannt. Die Türken unddie Barbareskenstaaten verwendeten dazu meist gefangene Christen; die Staaten am Mit-telländischen Meere, namentlich Frankreich und Italien, Verbrecher. Die Galeeren-strafe, eine der härtesten Strafen in Frankreich und andern am Meere gelegenen Staa-ten, entspricht der Festungsbaustrafe der Binnenländer. Sie ist entweder eine zeitige odereine lebenslängliche, welche letztere den bürgerlichen Tod zur Folge hat. Die Sträflinge(galeriel>8) werden gebranntmarkt, glatt geschoren, in grobe Tuchröcke mit dem Zeichen

eingekleidet und zu Zweien aneinander geschmiedet. Die geringsten Vergehen werdenmit den härtesten Strafen, und Selbstverstümmelungen, welche sie zur Arbeit unfähig ma-chen, mit dem Tode bestraft. Seit der Abschaffung der Galeeren verwendet man sie zu an-dern schweren Arbeiten, zu Festungsbauen, Hafcnar beiten u. s. w. Früher in alten, sür denDienst unbrauchbar gewordenen Kriegsschiffen deren Oberdeck mit einem hölzernen Hauseversehen wurde, untergebracht, hat man seit der Mitte des 17. Jahrh. für ihre Aufbewah-rung besondere Gebäude, die Bagnos, errichtet, für deren zweckmäßigere Einrichtung in derneuern Zeit, wo man auch an eine humanere Behandlung der Galeerensträflinge dachte,Mehres geschehen ist. Frankreich hat Bagnos zu Brest, Rochefort und Toulon.

Galen, s. Kelten.

Galen (Christoph Beruh, von), Bischof von Münster, ein Mann von seltenem Un-ternehmungsgeiste, einer der größten Heerführer seiner Zeit, war am l ö.Oct. 1660 auf demseiner Familie zugehörigen Gute Bispink in Westfalen geboren und erhielt bereits in seinemsiebenten Jahre ein Kanonikat bei der Domkirche zu Münster. Nachdem er im dasigen Je-suitencollegium und auf den Universitäten zu Köln, Mainz, Löwen und Bordeaux seine Stu-dien gemacht hatte, nahm er in der Folge theils durch Gesandtschaften, theils bei der inner»Verwaltung an der Leitung der vaterländischen Angelegenheiten Theil. Als nach dem Todedes Kurfürsten Ferdinand's von Köln, der zugleich Bischof von Münster war, in Münstereine Sedisvacanz entstand und das Domcapitel sich dahin geeignet hatte, eine Wahl aus derMitte des Capitels stattfinden zu lassen, wurde, aller Gegenbemühungen des DomdcchantenMallingkrott ungeachtet, der inzwischen im Capitel zum Thesaurarius aufgerückte G. am14. Nov. 1650 zum Bischof gewählt. Mit Energie ergriff er sogleich die Zügel der Regie-rung. Nachdem er für Wiederherstellung der verfallenen Kirchenzucht, Beseitigung der herr-schenden Hungersnoth und Förderung des Handels und Verkehrs gesorgt, suchte er sein Landvon den fremden Truppen, die einige Tlstile desselben noch beseht hielten, zu befreien. Kaumaber war ihm dieses gelungen, so wurde er durch innere Streitigkeiten, zu welchen der mis-ttzergnügte und mir seinen Reklamationen gegen G.'s Wahl überall abgewiesene Dechant