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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Galatsch Gale 689

Bewohner auch 6sl>ogrueci hießen und das Land selbst KsIIoAraeeis. Im 3. Zahrh. v.Chr. fielen nämlich große Scharen von Galliern unter Brennus in Griechenland ein, zo-gen dann erobernd weiter, nahmen Byzantium und die Küste von Propontis, gingen um278 v. Chr., von dem Könige von Bithynien, Nikomedes, gerufen, über den Hellespont, er-kämpften sich Troas und Nordphrygien und wurden von Attalus I-, dem König von Perga-mus, um 238 v. Chr. aus die oben angegebenen Grenzen Galatiens eingeschränkt. Die Ver-fassung Galatiens war früher rein aristokratisch, bis die zwölf Tetrarchen, welche neben ei-nem legislativen Senat von 3V0 Alten sich in die Regierung theilten, die Herrschaft erblichan sich brachten, worauf einer derselben, Dejotarus (s. d.), gest. 30 v. Chr., unterstütztvon Pompejus, sich den Königstitel aneignete. Nach dem Tode desselben kam das Reichan Amyntas, wurde aber schon 25 v. Chr. von den Römern erobert und zur Provinz ge-macht, die unter dem oriental. Kaiser Theodosius dem Großen in 6slstia prims, mit derHauptstadt Ancyra (sAngor a), und 6alatiu sscuncls, mit der Hauptstadt Pessimrs, ein-getheilt war. Hier befand sich im Z. 53 und dann im I. 57 der Apostel Paulus, der einenseiner Briefe an die Galater richtete. Galatia war bei den Griechen auch der Namevon Gallien; im Mittelalter bezcichnete man damit die span. Provinz Galicien.

Galatsch, eine offene schlechtgcbaute Stadt von ungefähr l oooo E. in der Moldau,an der Donau zwischen den Mündungen des Sereth und des Pruth gelegen, ist, da von ihraus die Seeschiffahrt aus der Donau beginnt, durch ihre Lage dazu bestimmt, der Haupt-hafen der untern Donau sowie der Stapelplatz sämmtlicher Donauländer, vorzüglich aberUngarns, der Walachei und Moldau, nicht nur für ihren Verkehr mit dem Oriente insbe-sondere sondern überhaupt für den gesammten überseeischen Handel der letztgenannten Län-der zu werden. In Folge dieser Lage hat sich der Verkehr der Stadt in neuester Zeit sehr ge-hoben und würde dies in noch höherm Grade gethan haben, wenn ihm nicht manche Hin-dernisse entgegenträten, wie oberhalb die Stromschnellen bei Orsowa und am Ausflusse derDonau die Plackereien der Russen.

Galba (Servius Sulpicius), röm. Kaiser vom Juni 68Jan. 69, 'geb. 5 v. Chr.aus angesehenem Geschlecht, bekleidete 32 n. Chr. das Consulat und zeichnete sich als Statt-Halter von Aquitanien unter Tibcrius, von Germanien unter Caligula, von Afrika unterClaudius, vom tarraconesischen Spanien seit 60 unter Nero, durch Tapferkeit, Strenge undGerechtigkeit aus. Schon bei Caligula's Tode drangen seine Freunde in ihn, sich des Thronszu bemächtigen; doch blieb er dem Claudius treu und erwarb sich dadurch dessen Gunst.Im I. 68 foderte ihn Julius Binder, der nzjt den gallischen Legionen zuerst sich gegen Neroerhob, auf, dir Jmperatorwürde zu übernehmen. G. aber trat zunächst, da er auch die Kundeerhielt, daß Nero seine Hinrichtung beschlossen, nur als Legat des röm. Tribunals und Volksgegen diesen auf, und erst als er die Nachricht von dessen Tode erhalten, ging er nach Rom,den Thron einzunehmen, den die Prätorianer ihm anboken. Bald indeß bestätigte sich, wasschon in der letzten Zeit seiner Statthalterschaft sich gezeigt hatte, daß er die frühere Tüchtig-keit nicht mehr besaß. Nachsicht gegen habgierige Günstlinge, unzeitige Härte, vor Allemaber der Geiz, der ihn antrieb, den Soldaten die üblichen Geschenke nicht zu gewähren,machten ihn verhaßt. Die Legionen in Obergermanien foderten die Prätorianer auf, einenandern Kaiser zu wählen; G. hoffte sie dadurch zu beschwichtigen, daß er den Piso adoptirteund zum Mitregenten und Nachfolger erklärte, beleidigte aber damit den Otho (s. d.), derals Statthalter von Lusitanien sich an G. angeschloffen hatte und nun von ihm den Dankerwartete. Otho erregte die Prätorianer, denen auch bei Piso's Adoption kein Geschenk g er-worben, leicht zum Aufstande und ließ den Kaiser, als er am 15. Jan. 69, diesen zu sti^en,sich über das Forum begab, niederhaucn.

Gale (Thom. von), ein bekannter engl. Philvlog und Geschichtschreiber, geb. in derGrafschaft Jork 1642, gest. als Mitglied der königlichen Gesellschaft und Dechant zu Aorkam 8. Apr. 1709, machte sich besonders verdient durch seineOpusoils w^tbologrcs, etiiicaet z,li)-sicu" (Cambr. 1671; Amst. 1688), welche eine Sammlung der griech. Mythogra-phcn enthalten, und durch seine Ausgabe derRKetores Frusci" (Orf. 1676), sowie derSchrift des Jamblichusl>e mMeriis ile^ptiorum" (Opf. 1678, Fol.); auch verdanktEonv.-Lex. Neunte Aufl. V. 44