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Galaktometer
Galalien
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fien Goschen, denen sich freiwillig der Professor Bethmann-Hollwcg anschloß, nach Verona,um den Inhalt des Werks genauer zu prüfen. Savigny's Vcrmuthnng bestätigte sich; durchdie vereinten Bemühungen der drei genannten Gelehrten wurde der größte Theil des Werksin Zusammenhang gebracht, bis auf die ganz unleserlichen Stellen hergestcllt und (Berl.1820 ) gedruckt. Nochmals verglich die Handschrift der Professor Blume, dessen Ergänzun-gen und Verbesserungen in einer neuen Auflage (Berl. 1825 ) nachgetragen wurden. An-dere Ausgaben besorgten Heffter (Bonn 1830 ), Lachmann (Bonn 1841 ) und Böcking(Bonn 1841 ). Durch das Aufstnden dieser Institutionen wurden eine Menge scharfsinni-ger und gelehrter Hypothesen über die röm. Rechtsgcschichte zerstört und über viele Punktederselben ganz neue Ansichten eröffnet. Unter den durch dasselbe hervorgerufenen Schriftensind Ed. Gans' „Scholien zum G." (Berl. 1821 ) hauptsächlich bcmerkenswerth.
Galaktometer oder Milchmesser ist ein von Ca det de Vaux (s. d.) erfunde-nes, dem Aräometer (s. d.) sehr ähnliches Instrument, um den Gehalt der Milch nachGraden zu bestimmen; doch reicht dasselbe zur sichern Beurtheilung der Güte und Rahm-haltigkeit der Milch nicht aus. Dem Zweck entsprechender ist schon der von Neander, amsichersten der von Voigt erfundene Rahmmesser. Alle diese Instrumente sind indcß erst an-wendbar, wenn die Milch einige Stunden gestanden hat. Dagegen hat neuerdings Donneein Instrument (Lactoskop) erfunden, mit dem der Rahmgehalt der Milch sofort nach demAusmelken bestimmt werden kann.
Galanterie, von Montesquieu als die „delicate, leichte, ewige Lüge der Liebe" be-stimmt, bezeichnet im Allgemeinen das durch die Sitte der höhern Gesellschaft gebotene ar-tige und feine Betragen gegen das weibliche Geschlecht. Jndeß geht die Galanterie nicht ausinnerer Anerkennung der Tugenden oder selbst nur körperlichen Reize der Frauen hervor,sie erscheint vielmehr, in äußerlichen Formen und in der Etikette verharrend, nur als Ergeb-niß des sogenannten guten Tons oder der Sucht, selbst zu gefallen und durch Entwickelungvon Witz und Esprit, die sich freilich nur auf der Oberfläche bewegen, wie durch Entfaltunganmuthiger äußerer Formen zu glänzen. Häufig verbindet man damit sogar den Nebenbe-griff der Sinnlichkeit und der lockern Sitten, ja man beschönigte, zur Zeit ihrer höchstenBlüte, damit noch Ärgerlicheres; zuweilen verstand man darunter auch einen verbrecheri-schen Liebeshandel. Eine ganze Epoche, die Zeit Ludwig's XIV., nennt man nach ihr dasZeitalter der Galanterie, indem das Ritterliche des Mittelalters zuerst unterFranz I. und Heinrich IV. in das Chevalercske oder blos Cavaliermäßige überging und sichabschwächte und sodann, als die gesellschaftlichen Verhältnisse Frankreichs immer demorali-sirter wurden, in jene hoffähige, durch die Etikette bestimmte Form des Verkehrs zwischenbeiden Geschlechtern ausartete, welche unter dem Namen der Galanterie allen noch so sitten-losen Liebeshändeln und Maitressenverhältnissen zum Deckmantel diente. Selbst Deutsch-land fühlte von mehren Höfen die verderblichen Rückschläge dieser Galanterie, der nur inso-fern ein gesundes Princip zu Grunde lag, daß sie das Weib als die Königin des gesellschaft-lichen und conversationellen Verkehrs betrachtete.
Galatea, eine Tochter des Nereus und der Doris, welche einer sicilischen Sage zu-folge Polyphem liebte, aber keine Erwiderung fand, da G. den Acis, den Sohn des Fan-nus und der Symäthis, vorzog. Aus Eifersucht zerschmetterte diesen Polyphem mit einemFelsstück, wobei G. nur mit Mühe ins Meer entkam. Acis wurde hierauf von ihr in einenFluß oder in eine Quelle (k«l>8 ^cilins genannt) verwandelt. Diese sicilische Fabel ist derGegenstand einer schönen Idylle des Theokrit. — Galatea hieß auch die Tochter desEurytiuS, die Gemahlin des Lamprus, die im Fall, daß sie eine Tochter gebäre, dieselbe tob-ten sollte. Als dieses wirklich eintrat, zog G. das Mädchen als einen Knaben unter dem Na-men Leucippus auf. Später jedoch, als das Kind herangewachsen war, nicht mehr im Stande,die Sache ihrem Gemahl zu verheimlichen, flehte sie die Latona an, das Mädchen in einenJüngling zu verwandeln, was die Göttin auch that.
Galatien, eine im Alterthume überaus fruchtbare Landschaft Kleinasiens, in, Nor-den von Paphlagonien, im Osten vom Königreiche Pontus, im Süden von Phrygien, Ly-kaonien und Kappadocien, im Westen von Bithynie» und Phrygien begrenzt, wurde vonden Galatern bewohnt, einem Gemisch von Griechen und Galliern oder Kelten, daher die
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