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mentlich sein zwar reichhaltiges, aber wunderlich zusammengesetztes Collectivwerk „I.e ;>Ki-lologiie, ou recberckes kistori^ucs, geograpbiciues, miiitaires, etc." (22 Bde., Par. 1814—28, nebst Atlas) zählen; auch sind nicht ohne Verdienst seine „6rsmmsire grecqne" (Par.1798; 9. Aust., 1818), nebst einem „8»pplement, on Idivtismes, etc." (Par. 1812), so-wie der „6ours de ianAue greccjue, ou extraits tls dilkdrents auteurs, avec traductioniateriinesire en latin et en krany." (2 Bde., Par. 1797). Mehr Aufsehen noch erregteseine „(iengrapbie d'tterodote, avec alias et les pisns lies batsilies, etc." (2 Bde., Par.1823). — Seine geistreiche Gattin, Sophie Garre, von der er sich aber wenige Jahrenach der Verbindung wieder trennte, erwarb sich durch ihre Compositionen einen bedeutendenNamen, insbesondere durch die einactigc Oper„I^es dsuxssioux" und die Oper „I>a serensäe".
Gaillard (Gabr. Henri), stanz. Geschichtschreiber, geb. in dem Dorfe Ostel beiSoissons am 26. März 1726, studirte anfangs die Rechte, widmete sich aber sehr bald derLiteratur und später ausschließend der Geschichte. Sein erstes Werk war eine „LKetoriqus»I'usagedes demoiseiies" (1746), und da diese gute Aufnahme fand, folgte 1749 eine„Loetigue ä I'usaZe des daines". Von mehren andern Schriften dieser Art sind seine„Neiangss litteraires" bemerkenswerth. Als Historiker trat er zuerst mit der „Histoire deZlsrie de öourgoxns, 6Ile de <7ksries le Te-nersirs" auf, der dann die „Histoire de k'ran-^nis l" (7 Bde., Par. 1766—69, 12.; neue Aufl., 5 Bde., 1818, und4Bde., 1819) unddie ,,llistoire de ebariemagns, prdcedde de considdrstions sur la Premiere racs st sidvisde considerations sur la seconde race" (4 Bde., Par. 1772, 12.; neue Aust-, 2 Bde.,1819) folgten. Weitschweifig, einseitig befangen und rhetorisirend stellte er Frankreichsauswärtige Verhältnisse zu England und Spanien dar in der „Histoire de la rivaiite de lakrance et de I'^UFieterre" (II Bde., Par. 1771—77, 12.; neue Aust., 6 Bde,, 1819)und „Listoire de la rivaiite de Is krsnce et de I'LspsAne" (8 Bde., Par. 1801, 12.;neue Aufl., 1807). Zur „Lncxclopddis mdtbodiyue" lieferte er das „Dictionnsire iiist»-riljus" (6 Bde., Par. 1791, 4.). Auch schrieb er mehre Lobreden, von denen die meistenPreise gewannen, unter Andern die Äoges auf Malesherbes, Descartes, Karl V., Hein»-ich IV., Corneille, Mokiere, Lafontaine, Bayard und den Präsidenten Lamoignon. Erstarb als Mitglied der Akademie der Inschriften und der stanz. Akademie amlZ.Febr. 1806.
Gainsborough (Thom.), einer der berühmtesten engl. Landschaftsmaler, geb. 1727zu Sudbury in Suffolkshire, entwickelte frühzeitig sein bedeutendes Talent für die Malereiund hatte dann Gravelot in London zum Lehrer. Eins der ersten Mitglieder der königlichenKunstakademie starb er in London am 2. Aug. 17 88. Seine Portraits zeichnen sich durchschlagende Ähnlichkeit aus und zu den vorzüglichsten gehören die der königlichen Familie, desComponisten Abel und des Schauspielers Quin. Als beste Landschaften werden genannt'Lire sbepberd's bo/, He lischt betveeeo littie boxz and dogs, 'Vüe sea-sbore und Tken-oodman !n tlle stör»,. Am bekanntesten ist das in siegreicher Opposition gegen SirJoshua Reynolds gemalte Bild IKe blue bo^ in der Dcvonshire-Galerie.
Gajus, früher minder richtig Casus geschrieben, ein röm. Rechtsgelehrter, der zuden Zeiten der Kaiser Hadrian und Antoninus Pius (117 —161) lebte. Seine „lnstitu-tionss", eins der gangbarsten Lehrbücher des röm. Rechts bis auf Justinian, die Grundlagedes gleichbenanntcn officiellen Lehrbuchs des Rechtssystems, welches eine wesentliche Stellein der Justizreform Justinian's einnahm, und die einzige einigermaßen vollständige und sy-stematisch geordnete Quelle der ältern Rechtswissenschaft der Römer, wurde lange Zeit fürverloren erachtet und war nur aus einzelnen Stellen, welche andere Schriftsteller aufbewahrthatten, aus Auszügen und Umarbeitungen bekannt. Nachdem zuerst Maffei zu Anfängedes 18. Jahrh. zwei Blätter einer Handschrift des Werks in der Bibliothek des Domcapitelszu Verona aufgefunden, entdeckte Niebuhr 1816 eine vollständigere Handschrift auf seinerReise als preuß. Gesandter nach Rom während eines zweitägigen Aufenthalts in Veronain einem sogenannten codex rescriptus der Briefe des heil. Hieronymus. Zwar konnte eranfangs nur so viel erkennen, daß ein altes juristisches Werk hier verborgen sei; allein ausdem Wenigen, was er dann in Paris Savigny in Beziehung auf seine Entdeckung mittheilte,rieth dieser sehr glücklich auf des G. Institutionen. Auf Niebuhr's Veranlassung schickte dieAkademie der Wissenschaften zu Berlin 1817 den Philologen Jmm. Bekker und den Juri«